Fujistu bewirbt das Fujitsu LIFEBOOK U772 Ultrabook als die perfekte Wahl für anspruchsvolle Geschäftsleute auf Geschäftsreisen und im Büro. Doch was bietet das Fujitsu LIFEBOOK U772 Ultrabook und ist es mehr als nur ein schicker Hingucker?

Fujitsu LIFEBOOK U772 Ultrabook im Test – Mehr als nur ein schicker Hingucker?

Das Fujitsu LIFEBOOK U772 Ultrabook wurde in einem recht großen Karton geliefert. Öffnet man diesen Karton, so befinden sich in dem großen Karton zwei weitere Pappboxen. Was beim Auspacken der zwei Boxen ein wenig irritierte, ist die Fülle an nicht genutztem Raum. Hier hätte man gut und gerne etwas kompakter verpacken können. Kann aber auch sein, dass Fujitsu den Raum für weiteres Zubehör nutzt, wie etwa den optionalen Port-Replikator. In den zwei Verpackungen finden wir neben dem Netzteil auch einen LAN-Connector, 4 CD’s, einen Quick Start Guide und natürlich auch das Fujitsu LIFEBOOK U772 Ultrabook (im folgendem Text als U772, oder LIFEBOOK genannt).


Der erste Eindruck
Das LIFEBOOK macht einen sehr soliden Eindruck. Es ist angenehm flach, mit 1,4 kg schön leicht und das gut verarbeitete rote Magnesiumgehäuse ist ein echter Hingucker. Optisch wird das rote Magnesiumgehäuse noch durch das silberne Symbol aus dem Fujitsu Logo aufgewertet. Auf der Rückseite finden wir einen Lüfter, einen Anschluss für den Port-Replikator / Dockingstation, Stereo-Lautsprecher und SIM Kartensteckplatz für eine 4G/LTE bzw. 3G/UMTS SIM-Karte.


Auf der linken Seite befindet sich der Anschluss für den Kopfhörer, einen USB 2.0 Anschluss, ein Kensington-Lock, Lüfterschlitze und der Anschluss für das Netzteil. Auf der rechten Seite finden wir den LAN-Connector Port, einen HDMI Ausgang, zwei USB 3.0 Anschlüsse und einen SD Kartenleser.

Öffnet man das Ultrabook, so fällt einem gleich das matte 14 Zoll Display auf. Über der Tastatur befindet sich der Power-Button und eine ECO-Mode Taste. Was es mit dieser ECO-Mode Taste auf sich hat, werde ich noch genauer unter die Lupe nehmen. Unter der Tastatur finden wir neben den obligatorischen Aufkleber noch ein Touchpad, sowie einen Fingerprint Sensor. Fujitsu spendiert dem U772 auch zwei Mikrofone und über dem 14 Zoll Display eine Webcam mit 1,3 Megapixel.


In dem schicken Ultrabook ist ein Intel Core i5 der Ivy-Bridge Generation mit 1,7 GHz verbaut und für die gute Grafik sorgt eine Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit. Verbaut wurden außerdem 4 GB Ram, eine 500 GB HDD und eine 32 GB SSD.

Ein optisches Laufwerk gibt es nicht, weshalb man sich über die beigelegten CD’s ein wenig wundern könnte. Sicherlich kann man ein Laufwerk dank USB anschließen, aber hätte man nicht auch die beigelegten CD’s nebst dem Quick Start Guide auf einen USB Stick packen können?

Für den ersten Eindruck vergebe ich 4 von 5 möglichen Punkten.

Die Verarbeitung
Was soll man viel zu der Verarbeitung sagen. Das Fujitsu LIFEBOOK U772 ist dank seiner knallroten Farbe und dem abgesetzten silbernen Fujitsu Symbol ein echter Blickfang. Das U772 sieht aber nicht nur schick aus, sondern fühlt sich dank dem Magnesiumgehäuse auch noch richtig gut an. Leider hinterlassen die Finger der vielen Begutachter zahlreiche nicht so schicke Abdrücke auf dem roten Magnesiumgehäuse.

Kleiner Tip: Mit einem guten Microfasertuch lassen sich die Fingerabdrücke leicht abwischen, wenn die Oberfläche vorher leicht angehaucht wird.

Man hat sich bei Fujitsu merklich viel Mühe gegeben ein sehr wertiges LIFEBOOK zu entwickeln. Was mich an dem U772 aber stört sind die fehlenden, oder besser gesagt nicht sichtbaren, Schrauben des U772. Offensichtlich möchte man bei Fujitsu nicht, dass jemand das LIFEBOOK öffnet, um zum Beispiel das RAM, oder die Festplatte zu tauschen.

Bei einem Vergleich mit einem aktuellen 13 Zoll MacBook Air kann man schön sehen, dass beide Ultrabooks gleich breit sind. Das MacBook Air biete auf der linken und rechten Seite weniger Anschlüsse als das Fujitsu LIFEBOOK U772. Wenn beide neben einander auf dem Tisch liegen, ist das MacBook Air dafür hinten einen Millimeter und vorne gute 5mm dünner.


Für die gute Verarbeitung des U772 vergebe ich ebenfalls 4 von 5 möglichen Punkten.

Das Display
Sobald man das Display des MacBook Air und des Fujitsu LIFEBOOK aufklappt, spielt das Fujitsu LIFEBOOK U772 mit seinem matten 14 Zoll Display das MacBook Air glatt an die Wand. Im direkten Vergleich könnte man das 13,3 Zoll große Display des MacBook Air gehässig als Spiegel bezeichnen.

Das im U772 verbaute Panel zählt dafür nicht zu den Pixelwundern, denn es präsentiert dem Betrachter nur 1366 x 768 Pixel. Für die Größe des U772 und dem mobilen Einsatz ist die Auflösung von 1366 x 768 Pixel meiner Ansicht nach dennoch ausreichend.


Im Büro würde ich, dank des HDMI Ausgangs, einen weiteren Monitor anschließen. Bei einem Test wurde mein Samsung SyncMaster sofort erkannt und nach wenigen Sekunden stand mir so ein zweiter Monitor mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel zur Verfügung. Mit dieser Kombination lässt es sich wunderbar im Büro arbeiten.

Je nach Blickwinkel des Betrachter verblassen die Farben auf dem Display, aber selbst wenn man das U772 um 40° zur Seite dreht kann man noch einigermaßen etwas erkennen. Entfernt sich der Betrachter aber weiter vom U772, so verblassen die Farben zunehmend. Für eine Präsentation in der Firma würde ich auf alle Fälle einen Beamer anschließen wollen.


Unterwegs schlägt sich das matte 14 Zoll Display des U772 mit einem Öffnungswinkel von 155° ganz gut. Dem Einsatz in der Bahn oder im Café meistert das Display mit Bravour. Das matte Display sollte auch das Arbeiten in der prallen Sonne meistern, doch für einen Sonnen-Test ließ mich das Wetter leider im Stich.

Für das matte Display vergebe ich 4 von 5 möglichen Punkten.

Die Tastatur und das Touchpad
Das wohl wichtigste bei einem Ultrabook ist neben dem Display eine gute Tastatur. Hier glänzt das U772 leider nicht. Bedingt durch die Bauart eines Ultrabooks bleibt nun mal nicht viel Platz für eine Tastatur mit einem gescheitem Hub. Die hier verbaute Tastatur gefällt mir persönlich gar nicht gut, denn die Tasten haben kaum etwas, was man einen gescheiten Hub nennen könnte. Zum Beispiel wollte ab und zu die gedrückte Leertaste einfach nicht erkannt werden. Dazu hatte ich das Gefühl, dass der Hub der Tasten an den Seiten der Tastatur einen Tick besser war, als in der Mitte der Tastatur. Gegenüber meinem MacBook Air fällt mir das Tippen langer Texte auf dieser Tastatur deutlich schwerer.

Das Touchpad wird als „Multi-Gesture-Touchpad mit integrierten Maustastenfunktionen“ beworben, doch nach dem ersten Start wurde schnell klar, dass hier etwas nicht stimmt. Öffnet man eine Webseite, sollte der Anwender mit zwei Fingern scrollen können, aber dies gelang nicht. Auch das Vergrößern, oder verkleinern der Webseite (pinch to zoom) wollte nicht gelingen.

Die Lösung war fast zu einfach, denn die Multi-Gesture Funktionen muss erst in der Systemsteuerung unter „Hardware und Sound“ aktiviert werden, bevor man diese nutzen kann. Ist das Multi-Gesture-Touchpad erst ein mal richtig konfiguriert, so arbeitet es recht gut.

Warum die Multi-Gesture Funktionen nicht von Haus aus aktiviert sind bleibt wohl ein Geheimnis.

Die zwei Buttons unterhalb des Touchpad reagierten nicht, wenn man mit dem Finger in der ganz linken, oder ganz rechten Ecke drückt. Erst jeweils 5 mm vom Rand entfernt gelang ein Klick. Drückt man genau in die Mitte des Touchpad löst man einen linken Mausklick aus, aber kaum einen Fingerbreit von der Mitte entfernt gelingt dies nicht mehr. Dafür kann der Anwender mittels leichten tippens eines Fingers auf dem Touchpad einen linken Mausklick auslösen. Leider kann der verwöhnte Anwender nicht sofort mit zwei Fingern einen rechten Mausklick auslösen, wie man es zum Beispiel von Apple Rechnern her gewöhnt ist.


Für die Tastatur und das Touchpad vergebe ich 2 von 5 möglichen Punkten.

Die Anschlüsse
Das U772 bietet hier eine Menge an Anschlüssen. Ich konnte auf der rechten Seite alle Anschlüsse nutzen, ohne irgendwelche Probleme mit dem Platz zu bekommen. Der Lan-Connector ist mir dabei aber negativ aufgefallen, denn er sitzt recht wackelig in seinem Anschluss. Meine SD Karte stand kein bisschen aus dem SD Kartenleser heraus und man konnte die SD Karte dennoch einfach wieder herausnehmen. Beide USB 3.0 Anschlüsse luden mein Google Nexus 7 auf.

Auf der linken Seite lud das U772 mit dem USB 2.0 Anschluss ebenfalls mein Google Nexus 7 auf. Zum Kopfhöreranschluss muss man nicht viel sagen. Steckt der Anwender den Kopfhörer dort ein, so wird der Ton auf die Kopfhörer umgeleitet.

Mein WLan wurde sofort erkannt und der Empfang war selbst weiter weg vom Router noch ausreichend. Bluetooth habe ich leider vergeblich versucht zu aktivieren. In der Systemsteuerung hätte ich unter „Hardware und Sound“ eigentlich einen Eintrag für Bluetooth erwartet, aber den gab es nicht. Bluetooth ist leider bei dem U772 optional. Den Betrieb einer SIM-Karte konnte ich mangels passender Karte leider nicht testen.

Für die Anschlüsse vergebe ich 4 von 5 möglichen Punkten.

Die Lautsprecher
Naja, ganz ehrlich, wer erwartet von einem Ultrabook ein Klangwunder? Die Stereo-Lautsprechner machen ihren Job, doch der Sound ist eher mau und in meinen Augen so wie der Sound aus einem guten Smartphone, oder iPad. Halt nichts für einen Kinoabend am U772, aber für die normalen Aufgaben reichen die Lautsprechern vollkommen aus.

Für den Lautsprechern vergebe ich 3 von von 5 möglichen Punkten.

Seite 2: http://mobilegeeks.de/fujitsu-lifebook-u772-ultrabook-im-test-mehr-als-nur-ein-schicker-hingucker/2/

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  • MasterPhW

    Danke für das zusätzliche Anzeigen von mehreren Seiten! Auch wenn dazu nix kommentiert wurde, wird es anscheinend berücksichtigt. Schön!
    Zum Artikel: chices und starkes Ding. Aber wenn (ich das Geld dazu hätte :D), dann wohl in silber.
    Einzig negativ am Artikel sit mir die häufige Nennung des Namens aufgefallen. War irgendwie unnatürlich.

  • SimonD

    Ja der erste Link am Ende der Seite ist kaputt. Er müsste “http://mobilegeeks.de/fujitsu-lifebook-u772-ultrabook-im-test-mehr-als-nur-ein-schicker-hingucker/2/” lauten.

    Sowas Banales sollte man eigentlich selbst prüfen, bevor man das Review veröffentlicht!

    • http://www.netbooknews.de/ Sascha Pallenberg

      Ja, bevor man den Review veroeffentlicht prueft man sowas banales! Ich habe aber den Titel noch danach geaendert bzw. die Url!

  • Unbeliveable89

    Sehr schöner, ausführlicher Test! Sowas sollte mehr kommen. Mein Wunsch: das Samsung Series 9 900X3C A04 (i7-Version). Vielleicht ist ja was machbar :)

    @MasterPhW: Die häufige Nennung ist für das Google-Ranking bzgl. diesem Ultrabook wichtig. Keine Ahnung ob es beabsichtigt war, aber es ist Tatsache. ;)

    • MasterPhW

      Okay, das hab ich natürlich nicht gewusst.
      Danke für die Aufklärung. Auch wenn ich deswegen trotzdem nicht gut finden muss. ;)

      • http://www.netbooknews.de/ Sascha Pallenberg

        nein, glaubt mir das hat der Claus sicherlich unbeabsichtig gemacht.

        • http://twitter.com/weltraumpirat Claus not Han Solo

          War in der Tat nicht beabsichtigt. Werde bei den nächsten Tests versuchen den Namen des Produktes etwas weniger zu nennen…

  • Commander Cliff Allister McLan

    Klasse, aber am Anfang vom Video musste ich total lachen, wie du da in deinem Liegestuhl rumm lungerst… da kam mir spontan der Gedanke das nächste Video direkt aus dem Bett zu moderieren.

    • http://twitter.com/weltraumpirat Claus not Han Solo

      Liegestuhl… Klasse Idee, ist aber mein TV Stuhl (genauer gesagt:
      Schwingsessel) von IKEA mit dem schönen Namen POÄNG.
      Aber ich gebe Dir Recht, die Wahl war für ein Video eher suboptimal.

  • Commander Cliff Allister McLan

    Wat kostet die Kiste eigentlich ?

    • http://twitter.com/weltraumpirat Claus not Han Solo

      Je nach Anbieter liegt diese Version des U772 bei ca. 1100 Euro. Mit einer kleinen 128 GB SSD kostest es ca. 1200 Euro und mit einer 256 GB SSD kostet es meist um die 1500 Euro.
      Der Port Replikator liegt irgendwo zwischen 130 bis 150 Euro.
      Am besten besucht man mehrere Shops und vergleicht die Preise.

      • da andy

        Ganz schön viel für ein Gerät welches bei weitem (meiner Meinung nach) nicht mit der Konkurrenz mithalten kann. Mit der Schulnote 3 würde ich persönlich für dieses Gerät nicht mehr als 800 Euro ausgeben wollen. Für das Geld was das Gerät kostet kann man sich echt was besseres kaufen. Alleine die Akkulaufzeit und das zu gering aufgelöste Display sind ein absolutes K.O.-Kriterium und das auch noch bei diesem Preis. Ein X220/230 mit IPS-Display haut dieses Gerät in allen Bereich K.O., wieso man sich dann solch ein Gerät holen soll ist echt eine gute Frage.

        • Ingens

          Ich glaube der einzige Benefit ist die Dockingfähigkeit. Habe z.B. jetzt als Firmennotebook ein Sony Vaio bekommen zu einem preis für den ich auch das absolut feinste Zenbook hätte haben können.

          Da ich aber eine Docking Station brauchte…kein Ultrabook. Es gibt so universalteile aber das ist nicht so das gelbe vom ei ^^

  • smosch

    servus, ich finde deinen test wirklich gut im vergleich zu anderen grossen testseiten.

    leider sind in diesem test nicht die technischen qualitäts details des displays aufgeführt worden: helligkeit cd/m², kontrast 800:1 und auch der schwarzwert sowie der darstellbaren der rgb farben.

    Bestimmt liegt es “noch” an der fehlenden technischen ausrüstung, die aber bestimmt bald vom sascha besorgt werden :) Ich bin mir sicher, wenn ihr in euren tests (auch für phones, tablets, ultrabooks) diese fakten und zahlen zur displayqualität (cd/m², 822:1, rgb 90%) ermitteln könntet, würde das mehr als nur ein kurztest sein, oder nicht?

    was auch eine testlücke sein dürfte, ist die so oft vermisste funktion des touchpads. da viele hersteller die treiberentwicklung stark vernachlässigen und sich schon wieder der nächsten produktion widmen: wie z.b. zwei, drei, vier oder fünf finger touchpad funktionen (siehe air- bzw. zenbook: seite & browser vor & zurück, 3d aero flip aufrufen mit 3-finger wischfunktion nach oben, desktop anzeigen, fenster schliessen mit 4-finger wisch nach unten,, programme aufrufen usw …)
    vielen dank für deinen guten individuellen & persönlichen notebook test:)

  • http://www.facebook.com/people/Christian-Zielke/100000718332774 Christian Zielke

    ich find’s auch super wie der Test hier aufgezogen wurde. Würde mir für die Zukunft noch wünschen im Fazit einen Vergleich zu ähnlichen Ultrabooks zu ziehen (das bereits erwähnte Series 9, Zenbook Pro oder Thinkpad X1 carbon, zu letzterem würde ich mir auch einen Test wünschen ;) )
    und last but not least: für den akku-rundown-test vielleicht eine reproduzierbare routine überlegen, damit der Vergleich mit späteren Modellen repräsentativ bleibt.

    aber weiter so!

  • http://www.androidnews.de Jens Herforth

    Besten Dank für den Tipp mit der Multi-Touch Tastatur. Habe ewig danach gesucht

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