Jeder weiß, dass er mit dem rooten und flashen eines Custom-ROMs oder beim Jailbreak seine Garantie auf das Gerät verliert! Aber ist das wirklich so? Ein Versuch Licht ins Dunkle zu bringen.

Garantieverlust beim rooten und flashen eines Custom-ROMs oder beim Jailbreak?

In jedem Land auf der Welt gibt es Gesetze, die unterschiedlicher kaum sein können. Garantie heißt überall aber dasselbe. Einfach gesagt, die Garantie ist ein Vertrag der meist mit dem Kaufvertrag gegenseitig unterschrieben wird. Der Kaufvertrag an sich ist keine Garantie. Die gesetzliche Garantie und die Garantie eines Herstellers sind auch 2 verschiedene Dinge.

Also ist Garantie ein rechtsverbindliches Dokument. Der Garantiegeber kann nun alles in das Dokument schreiben, solange es nicht gegen das Gesetz verstößt.

Einzelne Firmen können in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Garantiebedingungen anbieten. Also kann man nicht pauschal alles mit einander vergleichen.

Jeder der genau wissen will, was alles seine Garantiebedingungen umfasst, der sollte diese tunlichst lesen.

Steht in der Garantie drin, das das Aufspielen eines Custom-ROMs zum erlöschen der Garantie führt? Das würde bedeuten, dass Ubuntu auf einen Windows Rechner zu installieren auch dazu führen würde die Garantie zu verlieren, oder? Wohl eher nicht.

Meistens steht darin etwas über das installieren von Software eines Drittanbieters. Dies richtet sich also nicht nur auf Custom-ROMs, sonder auch auf Angry Birds, Facebook, Twitter,… Glaubt ihr, dass das installieren von Angry Birds dazu führt das das die Garantie erlischt?

Das wichtigste falls etwas geschieht, ist die Ursache und der Effekt daraus. Das bedeutet, dass euer Garantiegeber die Reparatur verweigern kann, aber nur wenn er nachweisen kann, dass die Ursache ein direkter Effekt aus der Installation einer Software eines Drittanbieters ist.

Beispiel: Ihr installiert ein neues ROM auf eurem Gerät und alles ist ohne Probleme verlaufen. Nun installiert ihr Angry Birds und einer der Vögel zerstört euer Display. Nun kann euer Garantiegeber die Reparatur verweigern, aber nicht wegen dem Custom-ROM, sondern wegen Angry Birds. Natürlich nur wenn er dies auch beweisen kann.

Dies bedeutet also, dass immer die Seite, welche die Garantie ablehnt, beweisen muss dass die Software eines Drittanbieters den Garantiefall verursachte. Solange die Installation einer Software eines Drittanbieters nicht direkt fuer die Fehlfunktion zustaendig  ist dass euer Gerät zu Reparatur muss, ist eure Garantie nicht erloschen.

Das Zurückweisen eines Garantieanspruches, bedeutet nicht dass eure Garantie auf das Gerät komplett erlischt.

Beispiel: Ihr installiert eine Software die euren Sound verstärkt und dadurch gehen die Lautsprecher kaputt. Dadurch verliert ihr den Garantieanspruch auf das Reparieren der Lautsprecher. Wenn nun eure CPU durchbrennt, was ja nichts mit den Lautsprechern zu tun hat, muss der Garantiegeber den CPU ersetzen. Wir gehen jetzt davon aus, dass ihr keine App installiert habt um den CPU zu kontrollieren.

Disclaimer: Das ist keine rechtsverbindliche Aussage, es ist auch kein Gesetz oder sonstiges auf den ihr eure Ansprüche stützen könnt!

 

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  • Alec Löwenherz

    Um Verwirrungen zu vermeiden würde ich den rechtlich richtigen Terminus der Gewährleistung oder der Mängelansprüche (§437 BGB) verwenden anstatt von “gesetzlicher Garantie” zu reden – eine solche gibt es nämlich nicht. Dass eine Garantie ein gegenseitiger Vertrag oder ein rechtverbindliches Dokument sei, ist mir auch neu.
    Womit du recht hast ist, dass eine Garantie freiwillig vom Hersteller gegeben wird und er im Großen und Ganzen frei ist alles in die Bedingungen reinzuschreiben, was er will. Außer der generellen Aufforderung die Garantiebedingungen mal zu lesen (der ich übrigens nur zustimmen kann), kann ich dem Artikel sonst nichts abgewinnen und finde er birgt mehr Rechtsunsicherheit, als wirklichen Nutzen. (sry fürs klugscheißen)

  • http://twitter.com/VCDeadPeople VCDeadPeople

    Ich stimme meinem Vorredner zu, der Artikel bringt kein (!) Licht ins Dunkle, eher gegentilig.

    “Dies bedeutet also, dass immer die Seite, welche die Garantie ablehnt, beweisen muss dass die Software eines Drittanbieters den Garantiefall verursachte.”

    Öhm…Beweislastumkehr?!?

    • Andreas Jung

      Also nur bei Gewährleistung gibt es das glaub ich. Bei einer Garantie sollte die Beweislast in den Bedingungen geregelt sein. Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung ist riesig (wie Äpfel und Panzerschildkrötenschuppen)

      • Julian

        Gilt in der Tat nur bei der Gewährleistung und auch nur bei Kaufverträgen zwischen einem Verbraucher und einem Unternehmer.

  • Andreas Jung

    Andreas, ich finde du bist da zu wenig auf den Punkt Gewährleistung (Mängelansprüchen) eingegangen. Denn dieser ist anders als die Garantie für solche Fälle sehr viel interessanter. Die Punkte zur Garantie sind auch widersprüchlich diesbezüglich. Eine Garantie ist eine freiwillige Zusatzleistung des Anbieters/Herstellers welche privatrechtlich geregelt ist. Das bedeutet, der Anbieter/Hersteller kann in seine Garantie schreiben was er möchte (z.B. 10 Jahre gegen Durchrosten). Ob das Sinn macht was als Garantie angeboten wird und ob diese meine Kaufentscheidung zu Gunsten des Anbieters/Herstellers beeinflusst liegt dann bei mir. Je mehr Garantie desto besser versteht sich.

    Was du nun beschrieben geht mehr in Richtung der Gewährleistung. Diese besteht grundsätzlich zwei Jahre, nach einem halben Jahr muss aber ich als Käufer beweisen, dass der Defekt/Mangel schon von Anfang an (bei Übergabe) bestanden hat (Beweisumkehr).

    Kurz, das erste halbe Jahr ist es eigentlich kein Problem sein defektes Gerät zu reklamieren. Denn der Anbieter/Hersteller müsste beweisen, dass der Schaden wirklich auf meinen Eingriff (Custom-ROM) zurück zu führen ist (wahrscheinlich unmöglich).

    Nach diesem halben Jahr wird es schwerer, denn nun muss ich beweisen, dass z.B. ein flackerndes Display oder eine defekte Kamera schon bei Übergabe (also Kauf) bestand.

    Jetzt freut man sich natürlich wenn man sich auf eine vorhandene Garantie berufen kann, wenn es schwer fällt zu beweisen, dass seit einem Jahr die CPU durchgebrannt ist :-) . Aber hat der Anbieter/Hersteller nun in seinen Garantiebestimmungen hinterlassen, dass das Aufspielen eines Custom-ROMs die Garantieansprüche verfallen lässt … dann kann man nur noch auf Kulanz hoffen.

    Garantie ist also immer freiwillig und durch einen Vertrag (die Garantiebestimmungen) geregelt, eine Gewährleistung hingegen wird gesetzlich festgelegt und kann vom Anbieter weder ausgeschlossen noch abgeändert werden.

    Ich nutze mal seinen Anhang-Text der mir gut gefällt und der sich auch auf mich bezieht, den ich aber noch erweitere.

    Disclaimer: Das ist keine rechtsverbindliche Aussage, es ist auch kein Gesetz oder sonstiges auf den ihr eure Ansprüche stützen könnt! Der Text stellt nur meine persönliche Meinung dar und ist keine Rechtsberatung.

  • http://www.facebook.com/people/Raven-Betrayal/1036029829 Raven Betrayal

    Nach dem Durchlesen des Artikel ist man nicht wirklich schlauer als vorher. Zudem ist die Rechtslage für einen normalen User kaum hilfreich, wenn die gängige reale Praxis nicht damit übereinstimmt.

    Daher berichte ich von meinen Erfahrungen und den Erfahrungen anderer aus diversen Foren (Handy-FAQ), ich weiß nicht wie Apple das handhabt aber im Android-Sektor ist das eigentlich weniger bedenklich:

    Oftmals ist es so, dass es gar keine Rolle spielt, ob eure Platine beim Flashen zerstört wurde, oder im Laufe der Zeit kaputt gegangen ist. Wie Alec schon angedeutet hat liegt der Garantieumfang im Ermessen des Herstellers und gerade bei Smartphones ist dieser doch arg eingeschränkt – wendet man sich direkt an den Hersteller mit einem gebrickten Gerät, wird einem zunächst einmal häufig vorgeschlagen, das Gerät einzusenden.

    Das hierbei aber der Befund auf den Tisch kommt, dass das Gerät durch das Flashen einer Custom-ROM gebrickt wurde, ist allerdings eher unwahrscheinlich, sofern man nicht wie bei HTC Oder Samsung einen Bootloader-Unlock durchgeführt und nicht wieder rückgängig gemacht hat. Je nach Kaufdatum ist der Hersteller mehr oder minder gewillt, die Hauptplatine kostenlos auszutauschen oder einen Kostenvoranschlag für die Reparatur zu erstellen – letzteres lohnt sich in 80 Prozent der Fälle nicht, weil es schlichtweg zu teuer ist.

    Ich spreche hierbei wohlgemerkt von einem Hardbrick, also wenn es keinerlei Möglichkeit mehr gibt, das Gerät zu booten. Sofern eure Geräte noch irgendein Lebenszeichen von sich geben und es deutliche Indizien gibt, dass das Flashen einer Custom-ROM für die Fehler verantwortlich sind, wird die Garantie selbstverständlich spätestens bei der Reparatur erlischen und ihr müsst den Betrag vermutlich bezahlen. Es gibt aber auch Fälle, wo anstandslos das komplette Gerät ausgetauscht wird, gerade wenn es sich um Handys handelt, die über einen Provider (Vodafone ist da sehr kulant) gekauft wurden.

    Nun zum Thema Software vs Hardware-Garantie – das Aufspielen einer Custom-ROM ist gerade deshalb etwas anderes, als wenn man Ubuntu auf seinem PC installiert, weil die Bootloader von Smartphones mittlerweile allesamt gesperrt sind. Es verstößt gegen die Richtlinien der Hersteller und das aus gutem Grund. Das installieren von (illegalen) Apps ist hingegen ohne Weiteres auf jedem Android-Smartphone möglich. Es ist auch viel ungefährlicher, als sein Gerät zu Rooten und zu flashen.

    Des Weiteren ist es aber schwierig zu entscheiden, was ein Hardware-Defekt und was ein Software-Defekt ist. Ein Flash auf die Stock ROM ist zunächst einmal im Garantie-Fall unumgänglich, sollten etwaige Probleme mit GPS, der Kamera oder dem Touchscreen weiterhin bestehen, liegen die Chancen gut dass man auf einen Garantiefall plädieren kann. Problematisch wird es, wenn zum Beispiel die Lautsprechertasten kaputt sind und man dadurch nicht mehr die Stock ROM flashen kann. Normalerweise sollte dies ohne Anstände repariert werden, bei einem defekten Touchscreen/Display sieht es immer ganz schlecht aus, weil die Reparatur extrem teuer ist.

    Fazit: Flasht soviel ihr wollt und setzt das Gerät im Garantiefall auf Stock ROM zurück, selbst wenn nur Hardware-Fehler vorliegen.

    MfG

  • rr12rr

    “Disclaimer: Das ist keine rechtsverbindliche Aussage, es ist auch kein Gesetz oder sonstiges auf den ihr eure Ansprüche stützen könnt!”

    was sich mir nicht erschließt, warum ihr diesen artikel überhaupt veröffentlicht habt?

    mfg

  • Tobias Reiter

    Rechtliche Probleme allgemeinverständlich darzustellen, fällt schon Juristen schwer, für Laien ist es noch schwieriger. Dieser Text enthält so viele inhaltliche Fehler, Rechtschreibfehler und Formulierungsschwächen, dass er besser nicht veröffentlicht worden wäre. Ich würde mir von einem Anwalt auch kein Haus bauen lassen.

  • Tom

    Habe jetzt nur die ersten paar Sätze gelesen. Bitte dringend den Artikel nochmal überarbeiten, denn so etwas wie eine “gesetzliche Garantie” gibt es nicht…

    Bitte den Artikel dann auch von fachkundiger Seite gegenlesen lassen. Danke. :)

  • freeek

    @mobilegeeks Bitte den Artikel löschen oder vollständig von einem rechtlich ausgebildetem Jursiten überabeiten lassen. Er ist nicht nur sprachlich völlig missglückt sondern leider auch inhaltlich inakzeptabel. Ein so kompexes Thema wie das Gewährleistungsrecht inkl. Garantie (möglicherweise sogar durch Dritte eingeräumt)aus einem Kaufvertrag in so wenigen Zeilen abhandeln zu wollen ist leider von Anfang an zum scheitern veruteilt. Dies führt zwangsläufig auch dazu, dass der Artikel die Leserschaft mehr verwirrt als erhellt. Leider harte Kritik von mir, aber als jemand, der sich ein klein wenig mit der Materie auskennt, haben sich bei mir sämtliche Nackenhaare “aufgestellt”, als ich nur die ersten beiden Absätze gelesen habe… :)

    • freeek

      Ah, wer Grammatik- oder Rechtschreibfehler findet (letztere auch TypO genanntn ;) ) darf sie behalten…:) Habe nämlich einige gefunden… Ist mir jetzt ein klein wenig peinlich… O:-)

  • Julian

    Ach, nicht schon wieder so ein halbgarer Gastblogger-Artikel. Dem juristisch nicht gebildeten Leser bringt der Beitrag rein gar nichts, im Gegenteil, er stiftet nur noch mehr Verwirrung.
    Also: entweder informiert man hier mal ausführlich über Gewährleistung und Garantie, oder man lässt es bleiben. Der Artikel hier liegt irgendwo dazwischen und damit ist niemandem geholfen.

  • Julian

    Sollte es hier mal einen neuerlichen, eher allgemeineren Artikel zum Thema Garantie gehen, könnte man im Übrigen auch mal darauf hinweisen, dass die Garantie bei vielen Herstellern auf den Erstkäufer beschränkt wird.

    Für den Fall eines Gebrauchtkaufs über eBay bringt in diesem Fall also eine Restgarantie von XX Monaten herzlich wenig, wenn der Hersteller die Reparatur mit Hinweis auf die Garantiebestimmungen ablehnt.

  • http://twitter.com/jotha_xda jotha

    Hallo Leute,
    es tut mir leid, aber jetzt muss ich auch mal meinen Senf los werden. Seit dem Umstieg von Netbooknews auf mobilegeeks hat das Niveau der Blog-Einträge proportional zu Ihrer Anzahl abgenommen. Was sollen diese superflachen Seitenfüller? Dieser Eintrag (wie die meisten speziell dieses Gast-Bloggers, sorry) bringt niemandem etwas. Speziell solche Themen sollten auf einem Blog des Niveaus, auf dem Ihr Euch seht, von Fachleuten bearbeitet werden. In jedem 2. Thread zu diesem Thema auf xda-developers sind tiefere Einsichten in das Thema zu gewinnen.
    Bitte besinnt Euch auf Eure Stärken und reduziert die Blog-Einträge auf wirklichen content.

    • freeek

      LIKE, +1 und was es nicht noch alles so gibt! :)

    • 1337blox

      JAWOHL!

  • m. scheyhing

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Insbesondere gibt es keine “gesetzliche Garantie”.

    Desweiteren ist der Artikel dermaßen kompliziert gehalten, dass man als Laie letzendlich noch dümmer aus der Sache rauskommt als man vorher war.

    Wenn man schon nicht weiß, wie Verträge zustande kommen, wem welche Beweislast obliegt und man das obendrein auch nicht verständlich rüberbringen kann, dann sollte man sich besser nicht an juristischen Artikeln versuchen.

  • AndRe

    Pandora´s box. Keep closed!

  • axt

    Dieser Artikel entbehrt jeglicher fachlicher Kompetenz und sollte sofort zurückgezogen werden – und ich meine zurückziehen – überarbeiten und richtigstellen käme auf einen neuen Artikel heraus.

    Gesetzliche Gewährleistung != freiwillige Herstellergarantie

  • akutai

    Seit einigen Tagen fällt mir nun schon auf, dass sich das Niveau der Artikel gen Bildniveau bewegt. Ich hoffe, dass Ihr euch bald wieder auf dem von euch bei netbooknews geschaffenem Niveau befindet. So langsam habe ich nämlich keine Lust mehr, irgendwelche nichtssagenden Artikel zu lesen, oder gar Artikel, die inhaltlich schlecht recherchiert oder gar falsch sind.

    Dieser Artikel ist hierfür das beste Beispiel. Da werden falsche Termini (“gesetzliche Garantie”, richtig wäre Gewährleistung) verwendet und der Autor stürzt sich auf die Garantie, obwohl doch das Gewährleistungsrecht interessanter, wenn nicht sogar wichtiger wäre. Wie kommt nur ein Laie darauf, sich zu einem so komplexen Thema wie dem Vertragsrecht bzw. AGB-Recht vernünftig äußern zu können? Das hat doch mit Seriösität nichts mehr zu tun.

    Vllt. sollte ich in meiner Kanzlei demnächst auch Bauplanung anbieten… das kann ich bestimmt…die paar Jahre Studium werden schon nicht relevant sein.

  • Andreas Gottbehüt

    3 Tage nicht da und soviel Kritik, dass ist hart. Kann man aber nicht ändern, versuche meine Artikel demnächst in jeglicher Hinsicht zu verbessern, danke für die netten und guten Tipps, auch für die die etwas härter waren.

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