Dass Google langfristig Microsoft an den Kragen will, ist sicherlich klar. Um dieses Ziel zu erreichen, will man neben den mobilen Chromebooks auch eine Art Desktop-PC für die Verwendung des neuen Chrome OS anbieten. Während der Entwicklerkonferenz Google I/O wurde anlässlich der letzten Keynote kurz ein erstes Beispiel für einen dieser als “Chromebox” bezeichneten Nettops gezeigt. Das Gerät wird offenbar ebenfalls von Googles neuem besten Freund Samsung gefertigt und verfügt über WLAN und einen SD-Kartenslot. Weitere zur Hardware liegen bisher nicht vor.

samsung chromebox1 Google Chromebox von Samsung   Nettop mit Chrome OS

Google erklärte, dass die Chromebox vorerst eher eine Idee als ein fertiges Produkt ist. Man denke über die Einführung derartiger Geräte nach, weil gerade Firmenkunden Bedarf dafür haben. So seien die Chromebooks zwar für unterwegs bestens geeignet, doch viele Unternehmen würden Chrome OS auch gern an Desktop-Arbeitsplätzen einsetzen, so Vertreter des Internetkonzerns. Sollte das Interesse an der Chromebox weiterhin hoch bleiben, will Google das Gerät zusammen mit Samsung wie die Chromebooks noch im Sommer auf den Markt bringen. Ob die Chromebox dann auch für Privatkunden angeboten werden soll, ist noch offen.

Quelle: Engadget

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  • Damien

    Welches Unternehmen kann auf seine Spezialsoftware (Autocad z.B.) verzichten und seine sensiblen Daten in einer Cloud irgendwo im Netz ablegen? O.o

    • Xx

      Das mit Spezialsoftware sehe ich weniger kritisch. z.B. bei CAD hab ich schon gesehen, sowas nicht jeder Rechner hat, sondern irgendwo in der Abteilung ein CAD-Rechner steht, der dann genutzt wird, wenn ihn mal jemand braucht.

      Und wegen der Sicherheit:
      Zumindest als Mittelständler hätte ich mehr Angst davor, dass z.B. der chinesische Geheimdienst in meinem Firmennetzwerk ist.

      • Yu

        Computer Algebra System, nicht Computer Aided Design ^^ Ich rede hier von meinen Alltagsarbeitsmitteln wie GNUPlot, WxMaxima (oder, wenn ich die Lizenz mal wieder ausgrabe, Mathematica), LaTeX b.z.w. bequemer LyX, SSH Client, Emacs…

        So wie sich mir Chrome OS momentan darstellt könnte ich es momentan nur für kleine Teilaufgaben verwenden, ich müsste die Geräte echt parallel verwenden.

    • http://twitter.com/Ben_Voigt Benjamin Voigt

      Jedes Unternehmen, welches jetzt schon Google Apps for Business nutzt.

      Das Problem besteht m.E. weniger mit den sensiblen Daten (da käme es auf ein entsprechendes Sicherheitskonzept an), als vielmehr mit dem Zugriff.

      Ich bin leider noch nicht dazu gekommen, die Ankündigungen von der Google I/O anzuschauen, aber zwischen den ganzen “Was ein Bullshit, kein Offline-Zugriff auf meine Daten”-Tweets meine ich einen einzelnen “Google kündigt Offline-Zugriff für Chrome OS an”-Tweet gelesen zu haben.

      Mal abgesehen davon, dass Chrome OS und Android Google in die Lage bringen, dadurch dass sie Front- und Backendservices anbieten, Zero-Knowledge-Services anzubieten. D.h. in der Google-Cloud würden lokal auf dem PC/Smartphone verschlüsselte Daten landen, die auch schon verschlüsselt über die nochmal verschlüsselte (jetzt schon) SSL- oder TSL-Verbindung geschickt werden.

      Google würde dadurch auch keine Werbeeinnahmen verlieren, weil Google Apps schon werbefrei ist. Obige Verschlüsselung wäre nur das letzte i-Tüpfelchen, um den Dienst für sicherheitssensitivere Unternehmen interessant zu machen (Anwaltskanzleien, Arztpraxen u.ä.).

      Und wer sich Gedanken darüber macht, ob er Google seine Daten anvertrauen kann, sollte sich vor der Nutzung eines anderen Cloudservices Gedanken machen, wer nicht sowieso schon alles seinen Traffic mitlesen kann – und da meine ich jetzt mehr die ISPs, als irgendwelche Hacker. Oder wie stark man selbst die Daten vor Fremdzugriff sichert.

      • http://twitter.com/Ben_Voigt Benjamin Voigt

        OK, zwar unschön sich selbst zu antworten, habe aber gerade entdeckt, dass ab Android 3.0 Google Apps eine Einstellung unterstützt, dass Daten auf dem Device verschlüsselt sind. Erster Schritt getan.

    • Anonymous

      Auch unter Google Chrome sollte es möglich sein die Daten nicht nur in der Cloud, sondern auch local abzulegen.

  • Anonymous

    “Weitere zur Hardware liegen bisher nicht vor.” -> Informtionen fehlt ;-)

    Kleine Geräte mit guter Office-Leistung bei sehr geringen Strombedarf. Ja, dafür dürften sich Firmen interessieren. Denkt mal bitte nur an eine Arztpraxis. War gestern erst einer mit 2 Ärzten und 4 Behandlungsräumen. Überall stehen PC´s herum, teilweise mehrere. Selbst dort könnte immens gespart werden.

    Im Hinblick auf die Ziele (in Deutschland) alle Atomkraftwerke bis 2020 abzuschalten sind solche Entwicklungen sehr gut. Je mehr konventionelle PC´s gegen solche Nettop-Boxen getauscht werden (wo möglich), desto eher können solche Ziele erreicht werden.

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  • Ich

    Ein Schelm, der denkt, das Design wäre irgendwie vom iPhone 4 kopiert…

    • Anonymous

      da war doch was mit Rechteck und abgerundeten Ecken…

      Was solls. Apple soll ja wieder was zu tun bekommen…

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