Google muss sich auf einen “Klagesturm” von Seiten der amerikanischen und europäischen Wettbewerbshüter einstellen. Der Suchmaschinenkonzern hat angeblich nur noch wenige Tage Zeit, um sich mit den Behörden zu einigen, sonst droht ihm eine Monopolklage, die ihn Milliarden kosten könnte.

Google droht “Klagesturm” von EU & USA wegen Android & Co

Der britische Guardian berichtet, dass der Chef der US-Wettbewerbsaufsicht FTC Jonathan Leibowitz Google eine letzte Galgenfrist gegeben hat, um sich innerhalb von wenigen Tagen zur Unterzeichnung eines Einigungspapiers bereit zu erklären und dann die Forderungen der FTC umzusetzen. Ist dies nicht der Fall, wird die FTC wohl nicht nur ihre Klage ins Rollen bringen, sondern auch beginnen Googles Verhalten in anderen Bereichen auf Verstöße gegen Wettbewerbsgesetze zu untersuchen. Obendrein droht ein Vorgehen gegen Google wegen seinem mobilen Betriebssystem Android durch die Europäische Kommission.

So will die EU-Kommission eine Regulierung von Android untersuchen, weil Rivalen behaupten, dass Google mit seinem Verzicht auf Lizenzgebühren Preisdumping betreibt und somit den Wettbewerb behindert. Google soll angeblich seine Marktmacht in Verbindung mit der kostenlosen Bereitstellung seines Betriebssystems verwenden, um die Konkurrenz auszuschalten und seine Vormachtstellung zu festigen. Auch im Bereich der Suche droht Google massives Unheil, weil der EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia Schritte gegen Google erwägt.

Hier geht es um die angebliche Bevorzugung von Googles eigenen Produkten bei der Anzeige von Suchergebnissen. Weil Google die meistgenutzte Suchmaschine ist, könnte sich das Unternehmen wohl einen Vorteil beim Vertrieb eigener Produkte verschaffen, weil diese in den Suchergebnissen prominenter platziert werden als die der Konkurrenz. Im Grunde drohen Google Monopolklagen, wie sie bereits 1998 gegen Microsoft angestrengt wurden, weil der Softwarekonzern seine Vormachtstellung bei den Desktop-Betriebssystemen zu seinem Vorteil ausnutzte.

Auch in anderen Bereichen könnte Google bald mit rechtlichen Schritten zu rechnen haben. So wird in den USA und Europa gegen Motorola Mobility ermittelt, weil das von Google zugekaufte Unternehmen sich bisher weigert, wichtige Patente für Videotechnologien fair an Firmen wie Microsoft zu lizenzieren.

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  • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

    Was ein Irrsinn…

  • http://www.facebook.com/fabian.poppel.1 Fabian Poppel

    dann sollte auch die Linux-Distributionen verklagt werden, Ubuntu usw. wird auch kostenlos angeboten, aber stop! da kann man ja keine Kohle holen…

    • yepp

      Selbst wenn, Linux ist zwar kostenlos, aber es fehlt der zweite Baustein: Erfolg.
      Die Gründe für den Misserfolg sind ja nebensächlich. Fakt ist, das Linux keinen Wettberwerb behindert, deswegen wäre ein Klage auch grundlos.

      • Oettinger

        Was ist z.B. mit dem Kindle?
        War der nicht immer eine ganze Ecke günstiger als andere Reader, da Amazon eben noch durch Inhalte Geld verdient? Müsste man doch dann auch anmahnen.

        Regards

        • yepp

          Geht ja nicht um günstig sein. Amazons Android-Version läuft ja nur auf deren Geräten, die bieten es ja anderen nicht günstiger an als die Konkurrenz (was ja gar nicht gehen würde).

      • http://www.facebook.com/fabian.poppel.1 Fabian Poppel

        Zu Android gibts doch genug Alternativen. Windows Phone, Blackberry OS, Symbian, Web OS, Bada, Tizen usw. Der Grund wieso sich diese Systeme nicht durchsetzen liegt nicht an der Kostenfreiheit von Android sondern an der Akzeptanz der Kunden und Hersteller geg. anderen Ökosystemen. Zumal Android sowieso nicht kostenlos ist, der halbe Markt zahlt Lizenzgebühren an Microsoft, HTC inzwischen zusätzlich an Apple. Mit dem gleichen Argument könnten die ganzen OEM PC-Hersteller und Microsoft belangt werden, die im Schnitt nur etwa 30$ pro Windows-Lizenz zahlen müssen. Fakt ist doch, dass sich der Markt selbst reguliert. Sind die alternativen besser oder wird Android unattraktiver sehen sich die Hersteller bei anderen Software-Anbietern um. Der Erfolg von Android geht auch nicht auf den Preis zurück sondern darauf, dass neben iOS eine Alternative gesucht wurde, die von Google am erfolgreichsten gefüllt wurde und Android neben IOS das mittlerweile beste Ökosystem bietet.

        • yepp

          Ja, der Erfolg geht auf die Attraktivität für Hersteller zurück und genau da setzt die Klage doch an.

          Ob diese jetzt Richtig ist oder nicht, ist eine andere Frage. Aber da ist eben der große Unterschied zu Google.

          • Micha Ols

            Andererseits muss Apple keine Lizenzen für iOS zahlen, Samsung keine Lizenzen für Bada zahlen und Blackberry keine Lizenzen für das kommende BBOS10.

          • yepp

            Apple zahlt die Entwicklungsgebühren für iOS, Samsung für Bada, BB für BBOS. Das sie ihr eigenes nehmen ist ja in dem Sinne also noch ein Nachteil, sie spielen in diesem Wettberwerb also gar nicht erst mit.

          • Micha Ols

            Die Mitglieder der Open Handset Alliance zahlen auch für die Entwicklung von Android: http://en.wikipedia.org/wiki/Open_Handset_Alliance

  • http://www.facebook.com/vadim.kirschstein Vadim Kirschstein

    alles Politik….

  • Maximilian O.

    Unfassbar. Sogar, wenn man etwas “verschenkt” kann man dafür verklagt werden? :D
    Die Hersteller suchen sich doch aus, welches System sie nehmen. Was kann Google denn dafür?

    • Quiltifant

      Korrekt. Zumal Android ja von der Open Handset Alliance entwickelt wird. Aktuell sind da 84 Firmen vertreten. Das dürfte eine sehr umfangreiche Klage werden.

      • http://twitter.com/Lavalampe777 Lava

        korrekt (sorry falscher post)

    • yepp

      Wie funktioniert Preisdumping denn sonst? Einer bietet etwas für einen Preis an den andere nicht bieten können und nutzt damit einen Vorteil aus der den Wettbewerb kaputt macht.

      Ob es hier zutrifft oder nicht möchte ich nicht beurteilen, aber die Argumente “der Kunde sucht aus” und “was können sie dafür” passen nicht.

      • http://twitter.com/Lavalampe777 Lava

        Ok, ich baue jetzt ein Smartphone und möchte dort iOS drauf betreiben, welchen Preis verlang Apple nochmal dafür? – Richtig, sie verkaufen es erst gar nicht.

        Ich habe also keine Wahl, wenn ich zwischen den beiden besten OS für Smartphones wählen muss. Was ist nun schlimmer? Das ein Unternehmen mir die Lizenz schenkt, oder dass man sie mir gar nicht erst verkauft?

        In diesem Zusammenhang von Preisdumping zu sprechen ist lächerlich.

        • http://twitter.com/CothSind Coth

          Bzgl. des “besten” wage ich zu bezweifeln das android dieses Kriterium für alle Menschen erfüllt, für dich vielleicht, aber nicht für alle. Für die meisten wäre ein System gut bei dem se wenig kaputtmachen können und welches von Malware frei ist, an beidem scheitert android episch.

          Aber abgesehen davon gibt es eben nicht nur 2 Systeme sondern viele und jedes Produkt hat nun mal seinen Preis, wenn ich nun durch Dumping diesen Markt ruiniere, dann ist das wettbewerbswidrig, das kannst DU nun mögen oder nicht, ist recht egal. Regeln bleiben Regeln. :)

  • Quiltifant

    Tja, wer könnten denn nur die “Konkurrenten” sein, die sich über das kostenlose Android ereifern? Mein Tipp: Der giftige Apfel zusammen mit Redmond.

    • http://twitter.com/Ruckzuck78 ★ Ruckzuck ★

      ich tippe da mehr auf die Staaten selbst, damit sie noch einmal zusätzlich abkassieren können, denn wenn Google da eine Milliarden Strafe fürchten muß sehen andere Firmen davon keinen Cent. Das wandert dann alles in die Staatskassen.

      Wenn sie gerade dabei sind könnten die direkt Facebook verklagen, weil da ja auch mittlerweile mehr Nutzer hingehen als zu anderen Social Media Anbietern. So ist das doch auch ein Monopol und Werbung zeigen die da auch an….

      Echt lächerlich

      • yepp

        Facebook hat sich keinen Vorteil durch irgendwas erschafft was andere Social Media Dienste nicht auch hätten auch machen können.

        • http://twitter.com/Ruckzuck78 ★ Ruckzuck ★

          Ja aber Google behindert andere Suchmaschinen Anbieter auch nicht.

          • yepp

            Lies nochmal den Artikel. Es geht nicht um den Wettbewerb bei Suchmaschinen.

          • http://twitter.com/Ruckzuck78 ★ Ruckzuck ★

            Ja mir ist klar das es um angeblich bevorzugte Suchergebnisse gehen soll. Das ist bei Amazon und Bing auch nicht anders, ach Amazon steht ja auch gerade kurz vo er so einer Klage. Ich finde es trotzdem lächerlich, denn Google existiert nicht erst seid gestern und hat sich seid Jahren zu der beliebtesten Suchmaschine hochgearbeitet mit zahlreichen kostenlosen zusätzlichen Diensten. Das all das auch finanziert werden muß sollte doch jedem klar sein. Wen andere Firmen sich dadurch benachteiligt fühlen sollen sie doch einfach etwas ähnliches aufbauen, ach Mist das ist ja gar nicht so einfach…

          • yepp

            Es beschuldigt auch keiner Google das sie in dem Suchmaschinenbereich zu groß sind. nur ihr Verhalten danach. So wie bei MS damals beim IE. Sie wurden auch nicht dafür bestraft ein quasi-Monopol zu besitzen, sondern dieses auszunutzen um ein anderes eigenes Produkt durchzudrücken (IE). Google kann auch alle bei den Suchergebnisse gleich behandeln, oder nicht?

          • http://twitter.com/Ruckzuck78 ★ Ruckzuck ★

            Im Grunde macht es Google doch nicht anders wie TV Gesellschaften, die machen bevorzugt für Ihre eigenen Sendungen Werbung, danach kommt dann die Werbung für die andere Firmen bezahlen. Dafür wird das Programm dem Zuschauer kostenlos zur Verfügung gestellt.
            Nun erklär mir mal einer bitte was genau Google da nun anders macht, denn es werden sicher eigene Produkte bzw. Dienste bevorzugt andere werden aber nicht ausgeblendet und bezahlte Werbung wird auch ordentlich angezeigt.
            Also läuft es dort doch nicht anders als im TV, Radio, Zeitungen usw… Diese Liste kann ich unendlich weiter führen denn jede Firma bietet bevorzugt eigene Produkte an und dann erst die von zweiten.

            Kaufhäuser bieten auch auf Sonderflächen eigene oder besser bezahlte Produkte an. An Tankstellen wird auch lieber das Konzern eigene Öl angeboten als “NoName” Produkte…

            Ich sehe da keinerlei Fehler oder Verstöße seitens Google, ich finde das ist deren gutes Recht, denn schließlich bieten sie auch mehr als genug positive und kostenlose Dienste im Gegenzug.

          • http://twitter.com/CothSind Coth

            Scheinbar sieht die Kommission allerdings die Funktion einer Suchmaschine sollte nicht unbedingt mit Produktvertrieb gekreuzt werden…
            Ist die Frage die man sich langfristig stellen sollte, will man eine reine Werbesuchmaschine oder will man qualifizierte Resultate, bei >80% Marktabdeckung in Deutschland eine durchaus berechtige Frage (Missbrauch Monopol)

          • http://twitter.com/Ruckzuck78 ★ Ruckzuck ★

            Mal schauen was wird, ich wie gesagt finde das es Googles gutes Recht ist, denn ich war mit den Suchergebnissen noch nie unzufrieden oder fühlte mich stark auf seltsame Sachen geleitet.

            Aber so Wettbewerbssicherer haben da natürlich deutlich mehr Ahnung und werden schon wissen wie sie dagegen vorgehen können.

          • yepp

            Das ein TV Sender für sich selbst Werbung macht ist aber auch naheliegend. Google macht aber nicht für Googles Anzeigenmarkt Werbung (bzw auch, aber das ist auch kein problem), sondern für ganz andere Produkte. Dazu hat kein Fernsehsender auch nur ansatzweise ein quasi-Monopol.

            Der Vergleich würde also nur passen, wenn ein Fersehsender >95% Marktanteil den ganzen Tag über haben würde UND dann nicht für Sendungen auf diesem Sender, sondern für andere Produkte die dem Senderchef gehören bevozugt werben würde. Die beiden Punkte in Kombination sind entscheidend.
            Eine Firma kann also eigene Produkte bevorzugt bewerben, natürlich. Auch kann keiner einer Firma vorwerfen wenn sie ein Quasi-Monopl hat. Aber WENN sie es hat, dann ist es eben ein “ungerechter” Wettbewerbsvorteil. Und diese kombination trifft auf keinen deiner Beispiele zu. Aral bietet Aral ÖL, Shell bietet Shell Öl. Hätte einer der beiden 95% Marktanteil in Sachen Ölverkauf, würde es ziemlich sicher auch eine Klage geben wenn sie dann trotzdem ihr ÖL bevorzugt präsentieren.

  • Kevin Kleebusch

    Für solche kacke hasse ich die Politik manchmal. Die EU ist ja sowieso der selbsternannte Gral der Weisheit. Ich meine, Google ist ein Unternehmen das nun einmal diverse Bereiche abdeckt und somit dürfen sie sich auch erlauben Werbung für ihre Produkte zu machen. Abgesehen davon kenne ich z.B. niemanden der ernsthaft Bing nutzt. Liegt wahrscheinlich daran das der Aufbau der Seite mir generell weniger gefällt, genau wie die Suchergebnisse.
    Und das die EU Google wegen Android verklagen will ist ja wohl der Witz. Es ist einfach eine der besten Alternativen zu iOS und die wird jetzt angegriffen weil sie Kostenlos ist? Sollen wir wieder in das Jahr 2000 befördert werden als noch auf jedem Handy ein eigenes propritäres (drecks) OS lief? Nein danke, da kann mich die EU mal.

    • http://twitter.com/CothSind Coth

      Bing hat einen Marktanteil von >30 % (inkl. yahoo), dass dies in Deutschland nicht der Fall ist, ist die deutsche Google-Anomalie ^^. Aber wir haben auch die niedrigste IE-Nutzung im Vergleich zur restlichen entwickelten Welt. Schon komisch, dass wir uns weltweit immer zu den größten Datenschützern aufschwingen und andererseits der gigantischsten Datenkrake die die Welt je sah unsere Daten nur so in den Rachen werfen ^^.

      Das ist ein wenig schizophren.

      • Kevin Kleebusch

        Ich sag es mal aus MEINER Sicht (nur um sicherzugehen erwähne ich das). Ich habe ein Android Gerät weil ich es optisch sexy finde und kein anderes OS mir aktuell das bietet was ich erwarte (ja ich hatte WP8 noch nicht in der Hand). Ich habe also zwangsläufig einen Google-Account und habe mich darauf eingelassen. Ich bin zu GMail umgezogen, nutze täglich den Google Reader schon seit Jahren läuft bei mir Chrome statt FF oder IE und ich nutze täglich Google als Suchmaschine. Warum? Weil ich von einem Konzern der Seriös erscheinen will erwarten kann das meine Daten nicht an Viagrawerbungsspamer aus China verkauft werden. Google sammelt meine Daten? Ist mir egal wenn ich eine Nummer in irgendeiner Datenbank bin und dann mal ne kleine Textwerbung rechts sehe. Die blendet mein Gehirn schon automatisch aus. Von daher sehe ich Google hier nicht als das Ultimative Böse. Eher noch Facebook und ja ich habe einen Account auch bei diesem Unternehmen. Aber ich würde beispielsweise nie ein Handy von FB oder sonst etwas nutzen. Dafür habe ich zu wenig Vertrauen in dieses Unternehmen.

        Also abschließend kann man wohl sagen das die Strategie von Google bei mir definitiv aufgegangen ist. Ich denke das der Spruch “don’t do evil” bei ihnen ernst genommen wird. Ganz nebenbei würde ich auch super gerne für Google arbeiten von den Informationen die man so kennt.

        • BjoernDoblert

          Das ist der Grund warum die die Abwasser-Rohre in ihren Datenzentren bunt anmalen und viel Spielwiese und Bastelecken in ihren Offices als PR zeigen. Damit wird dieser Eindruck des “not evil” platziert. Glaube mir: Ein börsennotiertes US-Unternehmen wie Google ist schon per definitionem “evil” und Du wirst da noch übel aufwachen.

          • Kevin Kleebusch

            Logischerweise ist es PR und ja man muss immer im Kopf behalten das Google ein Unternehmen ist und keine Wohlfahrt. Aber kannst du mir bitte ein paar Beispiele bringen in denen Google wirklich schindluder mit Daten getrieben hat? Ich stecke in der Materie nicht so drin und mir würde so spontan nichts in der Art einfallen.

  • http://twitter.com/Ruckzuck78 ★ Ruckzuck ★

    Ich könnte echt in die Ecke brechen, wenn man so etwas liest wird einem wirklich schlecht. Da kommt eine Firma die alles richtig macht und sich als Suchmaschine gegen alle Mitbewerber durchgesetzt hat und seine Geschäftsbereiche auch auf andere Produkte und Dienste erweitert. Auch diese Dienste und Artikel kommen bei den Kunden super an, denn das meiste wird kostenlos zur Verfügung gestellt und weltweit genutzt. Nun kommen wieder Kläger weil sich Google erlaubt mit Suchergebnissen und Werbung Geld zu verdienen um all die anderen kostenlosen Dienste zu finanzieren. Tickt es bei denen eigentlich noch, was kann Google dafür das Mitbewerber auf der Strecke bleiben, es kann doch nicht sein das alle die es nicht schaffen einfach zur Klagebank rennen und die Erfolgreichen verklagen. Oder ist es wieder weil die EU und USA zu wenig daran mitverdienen ????

    Wie gesagt mir wird wirklich schlecht wenn ich so etwas lese.

    • http://twitter.com/CothSind Coth

      Wäre ganz nett wenn du hier nicht wild Dinge durcheinander mischen würdest.

      1. Kein Satz da oben sagt das Google verklagt wird weil se als Suchmaschine so erfolgreich sind, sondern weil sie in ihrer Suchmaschine ihre eigenen Produkte bevorzugt anzeigen lassen. Dies ist im übrigen ähnlich dem Fall Microsoft und Internet Explorer / Media Center in den 90er Jahren, ein Fall der bedingungslose Android Fans wie dich noch heute dazu bringt Schaum vorm Mund zu tragen.

      2. Ein Unternehmen darf sicher Produkte querfinanzieren, wird auf dem Konsolenmarkt ja seit Jahren gemacht. Hier wird allerdings von Google nichts querfinanziert, die verschenken ein Produkt (welches übrigens nicht “open source” ist, das ist ein Werbeschwachsinn der gern geglaubt aber dadurch nicht wahr wird). Ein Produkt zu verschenken ist bestimmt in geringem Umfang möglich und auch legitim, wenn man damit den Markt zerstört und in Bereiche vordringt die einem Monopol nahekommen (bei 75% Marktanteil im letzten Quartal könnte man davon sprechen), dann wird aus Spaß ganz schnell Ernst und in diesem Fall wäre damit möglicherweise der Tatbestand des “Dumpings” erfüllt, wogegen in verschiedenen Ländern der westlichen Welt durch Behörden eingegriffen wird (die selben Behörden, die dies in den 90ern auch bei Microsoft taten, eine Tat die du sicher durchaus bis heute mit Nachdruck verteidigst, auch wenn dadurch für Microsoft dadurch teilweise an Trends vorbeilaufen musste, da man ja nichts zusammenbringen konnte ohne den Monopolfinger zu bekommen).

      Dementsprechend den Ball mal ganz flach halten, wenn dir davon schlecht wird –> weniger saufen, dann is der Magen auch robuster ;)

      • yepp

        Es sind ja eigentlich sogar mehr als 75%. Von diesem Markt um den es geht, müsste man ja noch iOS und BBOS abziehen. Es sind also eher 93% Marktanteil auf dem verfügbare-OS-für-Smartphonehardwarehersteller-Markt.

      • Quiltifant

        Natürlich ist Android Open Source. Die Quellen liegen offen und es steht unter einer entsprechenden Lizenz. Damit ist es Open Source.

        Also, wenn man keine Ahnung hat, den Ball mal schön flach halten.

        • http://twitter.com/CothSind Coth

          Lesen, verstehen, nachdenken:

          http://marketingland.com/what-is-the-one-true-android-and-how-open-is-it-21664

          dazu zusätzlich von der ubuntu page bzgl open source:

          What is open source?

          There are 10 core principles of open-source software:
          Software must be free to redistribute.
          The program must include source code.
          The licence must allow people to experiment with and redistribute modifications.
          Users have a right to know who is responsible for the software they are using.
          There should be no discrimination against any person or group.
          The licence must not restrict anyone from making use of the program in a specific field.
          No-one should need to acquire an additional licence to use or redistribute the program.
          The licence must not be specific to a product.
          The licence must not restrict other software.
          The licence must be technology-neutral.

          Google erlaubt einige dieser Punkte nicht… (siehe Acer)

          danach darfst noch mal antworten :) (evtl diesmal qualifizierter?)

          • Quiltifant

            Der Source Code liegt offen und Android steht unter einer entsprechenden Lizenz. Damit ist Android Open Source. Die Definition von Open Source und die erforderlichen Lizenzen findest du bei der Open Source Initiative (und nicht auf irgendwelchen obskuren Marketingseiten): http://opensource.org/osd

            Hast du jetzt noch ein richtiges Argument, oder willst du dich hier weiter zum Affen machen?

          • http://twitter.com/CothSind Coth

            Fanatismus ist was feines, besonders wenn er auf Unaufgeklärtheit basiert

          • Quiltifant

            Nochmal die Fakten: Der Quellcode liegt offen und Android steht unter einer entsprechenden Lizenz. _Jeder_ kann den Quellcode herunterladen (hier: http://source.android.com/) und Android auf seine Geräte packen. B&N, Amazon und dutzende chinesischer Hersteller machen das auch.

            Nu zu deinen “Argumenten”, die – typisch für pöbelnde Krawallmacher wie dich – keinerlei Bezug zum Thema haben.

            1. Die Google Apps (und erst recht die Google Dienste selbst) sind nicht Bestandteil von Android.

            2. Google “verbietet” Acer überhaupt nichts. Acer hat sich _freiwillig_ vertraglich dazu verpflichtet, kein anderes Android-basiertes Betriebssystem zu entwickeln. Genau wie alle anderen Mitglieder der Open Handset Alliance auch.

            Wenn Acer einen Fork erstellen möchte, dann geht das selbstverständlich auch (siehe B&N oder Amazon), nur eben nicht als Mitglied der OHA.

            Das alles könntest du wissen, wenn du ein wenig Ahnung vom Thema hättest. Aber jemand der in seinen Beiträgen derart rumpöbelt, tut das natürlich aus genau dem Grund: Weil er eben keine Ahnung hat und das überspielen möchte.

          • http://twitter.com/CothSind Coth

            Nochmal die Fakten:
            Der Quellcode wird genommen, verändert und man hat kein Android mehr. Wenn ich einen Quader nehme und ihn rund forme ist es ein Ball und kein Quader…
            Nun zu deinen “Argumenten”, typisch für pöbelende Krawallmacher wie dich, die keinerlei Basis zu haben scheinen ;).

            1. Kenne ich kein “echtes” Android Gerät ohne Playstore, erneut: Kindle ist kein “echtes” Android…
            2. Des ist wohl wahr, Acer hat diese vertraglichen Bestandteile in der OHA. Lustig, da da alle großen Gerätehersteller Mitglied sind, darf somit keiner von Ihnen das “Open Source” Prinzip abändern ^^.

            Was ist es denn nun genau? Wieviele Kerneloptimierung hast eigentlich inzwischen an deinem Handy vorgenommen? :>

          • Quiltifant

            Deine Aussage: Android ist nicht Open Source.

            Hier zum dritten Mal die Fakten: Der Quellcode ist frei verfügbar und steht unter einer von der OSI abgesegneten Lizenz. Damit ist Android selbstverständlich Open Source.

            Deine restlichen Ablenkungen kannst du dir sparen. Ob du einen Android-Fork nun Android oder Apfelsaft nennst und ob für dich ein Gerät mit Android nur ein Android-Gerät ist, wenn Google-Dienste installiert sind, spielt keine Rolle.

            Deine Aussage, dass Android nicht Open Source ist, ist falsch. Hast du das jetzt endlich verstanden?

          • http://twitter.com/Ruckzuck78 ★ Ruckzuck ★

            er rafft es nicht, Linux ist auch nicht Linux in dem seinen Augen. Suse, Ubuntu, Mandrake, Slakware usw… sind dann vermutlich auch kein Linux in seinen Augen. Manche sind halt echt nur zum aufhetzen und pöbeln unterwegs. Android ist Android und Google stellt den Herstellern frei es in reiner Form anzubieten oder eben Anpassungen zu machen. Beispiele für Anpassungen sind zum Beispiel Hersteller wie Samsung, HTC und eben auch Amazon. Wobei Amazon sogar soweit geht nicht einmal den PlayStore anzubieten, weil sie ja mit Ihrem eigenen Appstore Geld verdienen möchten. Desweiteren kommt noch dazu das man auf den ganzen China Geräten den PlayStore und die Google Apps nachinstallieren kann und sie dann auch nutzen kann. Aber es bringt nichts mit solchen Leuten zu diskutieren.

  • spassvogel

    Sag mal Yep..ich finds erstaulich wie Du gefühlt hier jeden zweiten Beitrag kommentierst und so schön darauf hinarbeitest das es wohl das normalste der Welt ist Google jetzt verklagen zu müssen. Ich finde Deinen Fleiß richtig ehrenwert. Was muss man eigentlich an eine Agentur zahlen wenn man so nen hauptberuflichen Forenspamer anheuern will? Sagt da die mögliche Klage gegen Google auch was?

  • http://twitter.com/Lavalampe777 Lava

    @MobileGeeks:

    Ich hätte gerne eine Auflistung ALLER Sesselfurzer, welche an der Klage beteiligt sind, inklusive deren Parteizugehörigkeiten. Diese werde ich dann absofort nicht mehr wählen und ich würde mich freuen, wenn sich andere meinem Beispiel anschließen würden.

    Wollen wir doch mal sehen, welche Interessen hier wirklich kollidieren…

  • http://www.facebook.com/mark.lenhardt Mark Lenhardt

    Im Umkehrschluss bedeutet das doch auch, dass Google Schuld daran ist, dass die Mehrheit der Internetnutzer nicht Bing & Co. verwenden. Das ist doch absurd.

    Google bietet bisher fast alle seine Produkte “kostenlos” an, bzw. eigentlich ist nur die Währung eine andere. Man “bezahlt” schließlich mit seinen Daten, die Google verwertet.

    Die ganze Argumentation hinkt etwas der Realität hinterher. Denn im Grunde wird jede freie Linux Distribution auf diese Weise vertrieben. Eine der wenigen Firmen, die noch echte Lizenzgebühren für ein Betriebssystem verlangen, ist Microsoft. Selbst Apple vertreibt sein System nur im Zusammenhang mit der Hardware.

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