Und noch ein drittes Mal Google Glass heute: Im Kleingedruckten zur Explorer Edition findet sich ein Passus, der dem Besitzer untersagt, die Brille weiter zu verkaufen.

Google Glass: Weiterverkauf verboten?

Es gibt ein paar Voraussetzungen, damit man jetzt schon in den Genuss dieser frühen Explorer-Version der Brille gelangen kann: Ihr müsst am Explorer Programm teilnehmen, euch also vorab dafür angemeldet haben, müsst 18 Jahre alt und US-Bürger sein. Wenn ihr dann das Teil wirklich erhaltet, könnt ihr aber nicht einfach damit unternehmen was ihr möchtet. Die Weitergabe ist absolut untersagt und falls Google feststellt, dass ihr euch nicht an die Spielregeln haltet, kann es die Brille auch deaktivieren. Im Wortlaut liest sich das wie folgt:

Google Glass Weiterverkauf1 340x605 Google Glass: Weiterverkauf verboten?

 

Als ich das gerade erstmals gelesen habe, war ich schon ein wenig geschockt von Googles Vorgehensweise. Ein solches Eingreifen für ein vermeintlich so offenes Unternehmen stünde den Jungs wahrlich nicht gut zu Gesicht. Klar, dass da die ersten “So schlimm wie Apple”-Kommentare nicht lange auf sich warten ließen.

Bleibt zu hoffen – wovon ich ehrlich gesagt auch ausgehe – dass Google diesen Passus in seinen Bedingungen nur auf die Explorer Edition bezieht. Es handelt sich hier um eine Hardware, die für Developer gedacht ist und die nicht der Brille in allen Details entspricht, die es dann später zu kaufen geben wird. Daher könnte ich mir das so erklären, dass Google hier verhindern möchte, dass ein unfertiges Produkt in falsche Hände gerät oder eventuell auch für ein Heidengeld bei Ebay verkauft wird. Was sagt ihr zu der Geschichte?

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  • http://twitter.com/kpskps MK

    Wer von diesen notwendigen Restriktionen überrascht ist, glaubt auch noch an den Osterhasen und den Klapperstorch.

  • Capone2412

    Du beantwortest deine Frage ja schon selbst.
    Das ganze ist wie eine Art closed beta ohne NDA.

    Ich will gar nicht wissen, was einige reichen Leute für so ein Gadget bei ebay oder auf dem Schwarzmarkt ausgeben würden, aber 5-stellig wäre der Betrag allemal.
    Dass das untersagt wird, ist wohl absolut einleuchtend.

    Dass Google die Weitergabe der Brille in der Verkaufsversion untersagen könnte, halte ich für Humbug. Zum einen ergibt es keinen Sinn, zum anderen wäre es (zumindest nach europäischem Recht) nicht zulässig.

    • Ingens

      Bei der Final Version ist es dann auch sicher eher in Googles Interesse, dass die Dinger unters breite Volk kommen. Egal wie. Während die ersten Herausgaben sogar noch relativ human kontrolliert sind.
      Solche Prototypen gehen ja nicht selten erst mal an ganz ausgesuchte Fachleute. Hier ist Google eigentlich für den frühen Status der Brille noch relativ flexibel und offen.
      Dass die Konkurrenz sich mal so ein Teilchen ins Haus holt wird sich aber wohl auch mit diesen Maßnahmen nicht ganz zu unterbinden sein.

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