Kleiner Schreck am Abend: Google Keep ist online! Eben hab ich schon unserer letzten News zum Thema ein kleines Update verpasst, aber jetzt sieht es so aus, als blitzt der Dienst nicht nur mal kurz online auf – sondern bleibt im Portfolio der Google-Dienste und ist auch für Android verfügbar.
Mittlerweile konnte ich mir sowohl die Web-Anwendung als auch die Android-App ein wenig anschauen und einen ersten Eindruck gewinnen und auch Google selbst hat seinen neuen Service nun öffentlich gemacht. Grund genug also, noch ein klein wenig ausführlicher auf Google Keep einzugehen.
Es wird künftig in Google Drive eingebunden, wie ihr an der URL ja auch unschwer erkennen könnt. Derzeit findet sich aber beim Öffnen von Google Drive noch kein Hinweis auf ein neues Angebot. Aktuell läuft es auch noch nicht sonderlich stabil – des Öfteren wird man beim Web-Interface von Google Keep vertröstet – was dann so aussieht:

Wenn es allerdings geht, dann ist es ein sehr schlicht aufgebauter und übersichtlicher Dienst. Wer die Komplexität von Evernote schätzt, wird sich hier sicher nicht zuhause fühlen, denn es sind doch bislang nur sehr rudimentäre Features, die man Keep verpasst hat.
Ihr könnt also – logischerweise – Notizen anlegen und dort auch Bilder einbinden. Alternativ dazu gibt es eine Listenfunktion. Darüber hinaus könnt ihr so viele Punkte wie nötig aufnehmen und diese Punkte gegebenenfalls dann auch dort abhaken – sie werden dann automatisch durchgestrichen:
Ihr könnt euch eure Notizen dann so anzeigen lassen wie oben auf dem Bild, alternativ gibt es auch eine Listenansicht, in der ihr die Dinger dann untereinander angeordnet zu sehen bekommt. Ihr könnt die diversen Notizen dann noch farbig markieren und gegebenenfalls archivieren – das war es dann erst mal an Funktionsumfang.
Dann gibt es noch die App, bei der Google bei Google Play folgenden Funktionsumfang ankündigt:
• Keep track of your thoughts via notes, lists and photos
• Have voice notes transcribed automatically
• Use homescreen widgets to capture thoughts quickly
• Color-code your notes to help find them later
• Swipe to archive things you no longer need
• Turn a note into a checklist by adding checkboxes
• Use your notes from anywhere – they are safely stored in the cloud and available on the web at http://drive.google.com/keep
Wie ihr seht, ist es grundsätzlich natürlich das Gleiche wie in der Web-Version. Zusätzlich könnt ihr die Notizen hier jetzt per Swipe ins Archiv befördern und es gibt die Möglichkeit, die Notizen auch per Sprache zu erfassen – hat im Test auch sehr gut geklappt. Ihr könnt euch eure Notizen in einer oder in mehreren Spalten anzeigen lassen. Einspaltig macht da für mich wohl mehr Sinn, der Übersicht wegen. Ihr könnt die einzelnen Positionen übrigens per Drag and Drop nach Belieben verschieben. Wer möchte, kann sich entweder ein Widget auf den Homescreen legen oder auch sogar auf den Lockscreen, wenn es mal ganz schnell gehen soll:
Ein paar Sachen fehlen mir hier ehrlich gesagt noch. So würde ich mir wünschen, dass ich Notizen sharen könnte oder jemand anders eine Notiz mit mir bearbeiten könnte. Außerdem wäre es schön, wenn man irgendwie schöner und gezielter kategorisieren und priorisieren könnte, anstatt nur verschiedene Farben zu vergeben. Aber hey – das Ding ist gerade erst an den Start gegangen und wenn ich ehrlich sein soll, war mir Evernote stets zu komplex. Wenn Google hier noch ein wenig nachlegt, könnte das durchaus was werden – zumindest für Leute wie mich, die eh oft und gern im Google-Kosmos aus Drive, Mail, Android, etc unterwegs sind. Eure Meinungen bislang?
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