Google verknüpft die verschiedenen eigenen Dienste weiter mit Google+: Ab heute kann man nur noch mit einem Google+ Konto im Google Play Store Apps bewerten. Anonyme Bewertungen sind damit ab sofort nicht mehr möglich.

Google Play Store: Bewertungen nur noch mit Google+ Konto

Bisher musste man bei Bewertungen im Google Play Store nicht seine reale Identität preisgeben, seit heute wird bei den Erfahrungsberichten nicht nur der reale Name – oder zumindest der Name, den man bei Google+ angegeben hat – sondern auch das Profilbild von Google+ und ein Link zu dem Profil. Die Absichten dieser Änderung dürften auf der Hand liegen: Zum einen erhofft man sich ehrlichere Bewertungen, eine bessere Qualität und höhere Glaubwürdigkeit der Erfahrungsberichte. Auf der anderen Seite will Google natürlich Google+ nach vorne bringen.

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Ob diese Änderung bei den Nutzern so gut ankommt wird sich zeigen, es ist durchaus vorstellbar, dass die Zahl der Erfahrungsberichte in Zukunft abnehmen wird. Die Hemmschwelle eine Kritik zu veröffentlichen ist geringer, wenn man dies anonym oder zumindest pseudonym tun kann. Aber zumindest gilt die Änderung nur für neue Bewertungen, die alten werden jetzt einfach unter „Ein Google-Nutzer“ angezeigt und nicht im Nachhinein mit dem Google+ Profil des Verfassers verknüpft.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr früher fleissig Apps bewertet? Werdet ihr das in Zukunft häufiger oder seltener tun und glaubt ihr, dass unter Realnamen veröffentlichte Erfahrungsberichte besser sind?

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  • JostAusSoest

    Gute Sache, da ehrlicher.

  • M. Gast

    Es reicht nicht nur das “böse” Apps über übertriebene Rechte persönliche Daten, Verlauf und zeitliche Nutzerspuren sammeln darf. Nein, nun darf der Entwickler sogar meine persönlichsten Gedanken lesen und dazu gibt es noch (wenn vorhanden) die persönliche Anschrift, Telefonnummer und sonst was …

    Also ICH finde das nicht mehr so lustig. Seine Daten ein Unternehmen anzuvertrauen ist eine Sache, aber das jeder Drittanbieter immer mehr und mehr Daten bekommt ist unakzeptable. Und dann gibt es auch noch die Tricks um auch unautorisiert an persönlicher Daten zu kommen.

    Akzeptable? Nein!

    • Amel M

      Jo, du bist sicher so einer mit nem öffentlichen Facebook Profil, der sich dann über Datenschutz usw. ärgert und aufregt ;)

      Ansonsten, alle Internetfähigen Geräte (TV; Laptop; PC; Tablet; Smartphone) wegschmeißen/verkaufen und wieder mit Brettspielen und Zeitungen anfangen. (Ist ja nichts schlechtes)

      Viel spaß noch!
      Mir ist es egal..wenn jemand wichtiges etwas über mich wissen möchte, braucht er wohl eh nur in die richtige Abteilung zu gehen und danach zu fragen, aber da ich ein “normaler” Bürger bin, juckt es mich nicht, da sich keiner für uns “Normalos” interessiert! ;)

      • M. Gast

        1. Habe ich kein Facebook Profil und
        2. Zitiere ich mich selber mal:
        “Seine Daten ein Unternehmen anzuvertrauen ist eine Sache, aber das jeder Drittanbieter immer mehr und mehr Daten bekommt ist unakzeptable.”

    • ausweichschraube

      Also ich finde Ihre Einstellung dazu sehr “naiv”, denn erstens: Wer zwingt Sie denn dazu, Apps mit “zu vielen” Rechten auf Ihrem Gerät zu installieren? Der Playstore bietet doch nicht immer nur eine App! Dann müssen se eben eine App suchen, die die Rechte, die Sie nicht vergeben wollen, auch nicht benötigt!
      Zweitens: “persönlichste Gedanken”?! Ernsthaft? Also wirklich, was ist denn an einer kurzen Bewertung wie “Finde diese App gut. Braucht keine unnötigen Rechte und läuft flüssig auf meinem Gerät xy.” so persönlichst? Auch hier gilt: wenn eine App zu “persönlich” ist und man glaubt, dass es eine Rolle spielt, ob man neben tausenden anderer User ebenfalls eine App nutzt, muss man sie doch nicht bewerten!
      Drittens. Also wer in einem sozialen Netzwerk eine Anschrift angibt mit Telefonnummer, der sollte die “Sicherheitslücke” nicht im Netzwerk, sondern erstmal bei sich selbst suchen! Muss man denn solche Daten angeben, oder sollte man es lieber lassen?
      Mit der Wahl eines Geräten hat man sich auch für das OS entschieden (in dem Fall Google). Ich finde es auch nicht gut, wenn z.B. zu viele Daten über die Rechte von Apps gesammelt werden, jedoch habe ich mich mit der Installation dafür entschieden.
      Kann man nicht auch jedes aktuelle Phone mit Android ohne einen Google Account nutzen? Dann hat man eben nur die Apps, die bereits von Werk an drauf sind und nutzt für alles weitere den Browser!
      “Wer A sagt, muss auch B mögen.” So einfach ist das. Mir schmeckt auch nicht alles, was die Marktführer da verzapfen, jedoch zeigt die Sichtweise “ich muss ja die Apps installieren” und “ich muss ja all meine Daten im sozialen Netzwerk angeben”, dass man die eigene Verantwortung, mit sensiblen Daten sinnvoll umzugehen, noch nicht richtig verinnerlicht hat.

      • M. Gast

        1. Wir können uns hier duzen
        2. Um ehrlich zu sein bekommt man mit das du das ganze noch nicht richtig verstanden hast (ist jetzt nicht abwertend gemeint bzw. beleidigend). Die Begründung kommt noch.
        3. “Wer A sagt, muss auch B mögen.” Wenn man diese Philosophie anwendet. Dann schwimmt man nur mit dem Strom. Es spricht absolut nichts dagegen wenn es auch anders Denkende gibt.
        4. Egal im welchen Jahrhundert, egal ob vor 1500 Jahren oder vor 20 Jahren, sich in einer Gesellschaft einzubringen ist ein Grundbedürfnis. Jeder will sein Platz im Leben finden und sich nicht total abkapseln gehört nun mal dazu. Und es ist nicht gerade fördernd, wenn man z.B. unsozial wird, wie sich in keinem Sozialen Netzwerk anmelden oder keine Apps, Software (auf PC), digitaler Bilderrahmen, keine Funknetzwerke usw. installiert oder verwendet. Das Bedürfnis nach totaler Sicherheit bring nun mal die Einsamkeit und man wird Unsozial. (Außer man hat richtig viel Geld.) Worauf ich hinaus will ist nun klar. Damit man das Gefühl von Zugehörigkeit hat, muss man nun mal auch manchmal Apps und Software installieren, die mehr Rechte brauchen als eigentlich nötig. Und man kann nicht einfach darauf verzichten bzw. nach einer Alternative suchen.

        Nun komme ich auf die versprochene Begründung. Teils habe ich die schon mit 4. begründet. Nun komme ich auf dein 2. zu sprechen. Persönlichste Gedanken sind nicht durch die Bewertung zu lesen, sondern durch die Beiträge in meinem Profil. Durch Beiträge und Bilder lassen sich viel über eine Person herauslesen und das ist kein Geheimwissen. Und selbst wenn ich nicht so viele öffentliche Bilder und Beiträge veröffentliche. Wird es einer Person nicht schwer fallen durch Kontakt in besseren Goolge+ Kreisen zu kommen. Und schon hat man mehr Beiträge.

        Zum Abschluss.
        Kein System ist Perfekt. Eine Opposition zu haben ist damit nur fördernd.
        Ein schönes Beispiel sind die Gesetze gegen Terrorismus. Ohne Gegenwehr hätte man unsere Rechte stark beschnitten. Der Staat ist dafür verantwortlich für unsere Sicherheit zu sorgen, aber sowie auch für unsere Freiheit zu sorgen. Der Staat peilt nun also die Mitte an.
        Wieso soll es aber bei Datenterrorismus in Ordnung sein, wenn es keine Opposition gibt? Es ist mein Recht und meine Pflicht dafür zu kämpfen, das weniger Daten gesammelt werden. Denn Wissen ist Macht und Macht verleitet zu Übermut, zu Konflikten und sogar zu Kriegen.

        Liebe Grüße

        • ausweichschraube

          Ich glaube, wir reden ein wenig einander vorbei. Mir geht es nicht ums “das”, sondern ums “wie”. Also werd’ ich mal ein wenig konkreter:
          Wenn du g+ oder ein anderes soz. Netzwerk nutzt, fein! Aber nutze doch auf deinem Andoid einen anderen Account. Eben nicht mehr Max Mustermann, sondern Max Technik! So kannst du als “Max Technik” alles so bewerten, wie du willst und als “Max Mustermann” deine privaten Kontakte pflegen. Es hat vllt auch noch andere Vorteile, getrennt Profile zu nutzen: Thema Diebstahl.
          Wenn dir z.B. die Facebook app zu viele Rechte fordert (lesen aller Kontaktdaten), dann nutze den Service via Browser! Da kann man auch ein Lesezeichen aufn Screen legen.
          Ein soz. Netzwerk braucht keine Telefonnummer oder Adresse von dir! Gib’ sie deinen Bekannten persönlich. Alle Anderen (bei z.B. FB) sind eh nur virtuelle Freunde, werden also so schnell nicht bei dir zu Hause vorbei kommen wollen.
          Falls du doch mal um eine App nicht herum kommst, dann schau mal nach der App “SRT Appuard”. Die ist zwar nicht mehr im PlayStore, jedoch noch als apk verfügbar. So kann man sich dem Thema des “Entziehens von Rechten” nähern …
          “Wer A sagt, muss auch B mögen.” heißt also in diesem Fall: Wenn du einer App zu viele Rechte gibst, dann lebe auch damit! Oder: Wenn du dir ein so komplexes Gerät (wie ein Smartphone) kaufst, dann setze dich auch mit deren Möglichkeiten auseinander. Und das hat bei einem Smartphone auch was mit Informatik, Quellcodes, Custom-Roms oder dem Bezahlen mit persönlichen Daten zu tun.
          Gerade bei Android hat der Nutzer vieles selber in der Hand und befindet sich nicht in einem goldenen Käfig. Deswegen hilft hier eher ein “Oppostion”, die mehr modded, anpasst, frickelt und programmiert, als sich einfach nur zu beschweren.

  • Jaheira

    Ich werde nicht unter meinem richtigen Namen Rezensionen schreiben, weil ich im Internet dann ein Gefühl von Kontrollverlust habe. Natürlich dürfen meine Freunde wissen, welches Spiel oder Buch ich geschmäht habe. Es soll aber nicht JEDER (Chef?) und für LANGE ZEIT herausfinden dürfen, welche Produkte ich konsumiere, wie ich meine Freizeit verbringe und welche Ansichten ich vertrete.

    Und manchmal mache ich einen peinlichen Fehler, schreibe Nonsens oder bewerte unfair. Ich möchte nicht für einen spontanen Lapsus auf ewig zur Verantwortung gezogen werden können.

  • daniode

    Hab kein Goggelplus, will kein Goggelplus, krieg kein Goggelplus und Goggel kriegt halt keine Bewertungen mehr von mir, werden sie kaum drunter leiden. Is mir aber Pumpe, die Qualität der Bewertungen wird nicht besser, nur weil es nicht mehr anonym ist.

  • jehaa

    grad testet als …. bewertet.!!! mich interessiert google plus nicht und wenn ich nur bewerten kann, wenn mir dies aufgezwungen wird, dann bewerte ich erstens garnciht und zweitens bekomm ich hass auf google.

    ich mag ja eigentlich google aber diese aktion find ich zum brechen. ich finde google beschränkt hiermit extrem die meinungsfreiheit, was somit eigentlich googles prinzipien widerspricht.
    diese zwangsmaßnahme empfinde ich als absolut schlechte entscheidung.

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  • peter

    Mein erster Gedanke war: tja, dann gibt es wohl keine Bewertungen mehr von mir, genau wie bei amazon.

  • nicki nixda

    Google scheint jezt auch die Android-User immer mehr ver”apple”n zu wollen.

    “Damit die Bewertungen besser werden” – so ein Schwachsinnsargument
    vorzuschieben, damit das üble privatsphärenignorierende Google+ gepusht
    wird, ist krank. Leute, wann merkt Ihr endlich, wie gläsern ihr für
    Profitmaschinen, wie Google werdet. Wir wäre es mit einem Boykott von
    den Datenkraken ?

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