Ganze 15.000 der Kleinstrechner Raspberry Pi spendet Google Schülern in Großbritannien. Die Rechner werden über die Raspberry Pi Foundation zusammen mit sechs Partnern an solche Schüler verteilt, die nach Meinung der Beteiligten am stärksten davon profitieren könnten.

Google spendet 15.000 Raspberry Pi für Schüler in UK

Offenbar gibt es in UK Probleme mit dem Nachwuchs im Bereich der Computerwissenschaften und man hofft, die Situation durch solche Aktionen aus der Wirtschaft verbessern zu können. Auf den Staat mag man nicht warten:

The really good sign is that industry has a visible commitment now to trying to solve the problem of CS education in the UK. Grants like this show us that companies like Google aren’t prepared to wait for government or someone else to fix the problems we’re all discussing, but want to help tackle them themselves.

Es müssen ja nicht immer Tablets im Unterricht sein :) Ich will mich jetzt auch gar nicht an meine Schulzeit erinnern, so ein Raspberry Pi hat wahrscheinlich alleine mehr Rechenleistung, als ein typischer „EDV Raum“ eines deutschen Gymnasiums vor 20 bis 25 Jahren. Aber zusätzlich zu der Hardware-Ausstattung gehört natürlich auch noch ein bisschen mehr dazu, um aus interessierten Schülern zukünftige Entwickler zu machen. Zu den Rechnern kommen daher noch 15.000 „teaching und learning packs“ dazu vom Projektpartner OCR.

Einerseits ist so ein Engagement von Firmen zwar positiv, andererseits muss man sich schon fragen, warum das Bildungssystem an dieser Stelle offenbar nicht so richtig funktioniert (manch einer mag von einem Totalversagen sprechen). Das Problem besteht aber nicht nur in Großbritannien, auch bei uns dauert es regelmäßig Jahre und teilweise Jahrzehnte, bis aktuelle Entwicklungen in dieser Welt in die Lehrpläne einfließen. Dabei sind die Schüler ihren Lehrern dann oft schon so weit voraus, dass die Lehrer von ihren Schülern lernen müssen. Bestes Beispiel ist die Diskussion um ein „Schulfach Medienkompetenz“ (oder früher mal „Schulfach Internet“): Noch während fleissig darüber diskutiert wurde, wurden „das Internet“ und soziale Netzwerke zum selbstverständlichen Teil des Lebens nicht nur der Schüler…

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