„Mach dein MacBook Pro zur SSD-Rakete“ – nicht gerade bescheiden, wie hardwrk das SATA3-Adapter-Kit anpreist. Mit diesem Kit kann man das SuperDrive in einem MacBook Pro ausbauen und durch eine Festplatte oder SSD ersetzen. Und es soll gar nicht mal so schwer sein – das habe ich dann mal geprüft.

hardwrk SATA3-Adapter-Kit für MacBook Pro

Das Kit enthält neben dem Adapter um eine HDD/SSD anstelle des SuperDrive unterzubringen auch ein externes USB-Gehäuse für das SuperDrive in Alu-Optik, eine Anleitung, ein paar Aufkleber und das komplette Werkzeug, welches man für den Umbau benötigt. Zwei Schraubendreher (Kreuz und Torx) und ein Elektronikspatel. Vorbildlich. Zusätzlich braucht man nur noch eine Festplatte oder SSD und natürlich ein aktuelles TimeMachine-Backup. Bei der Auswahl der SSD folgte ich der Empfehlung von hardwrk und habe mir eine Samsung 840 EVO mit 250GB geholt.

Ob man mit dem Adapter einfach nur für mehr Speicherplatz über eine zweite Festplatte sorgen möchte, lieber zwei SSDs einbaut oder eine Kombination aus SSD und HDD – alles möglich. Dann bleibt nur noch die Frage, wie man die beiden Laufwerke verbinden will. Eine Möglichkeit ist das Verbinden beider Laufwerke per RAID0 zu einem großen Laufwerk, egal ob es SSD oder HDD ist. Bei zwei gleich großen Laufwerken wäre RAID1 noch eine Option, hier werden die Daten auf beide Laufwerke gespiegelt – das erhöht vor allem die Datensicherheit. Und dann gibt es noch die Möglichkeit SSD und HDD zu kombinieren: Entweder als zwei Laufwerke (SSD für System und Programme, HDD für die Daten) oder man überlässt die Optimierung dem System und erstellt ein FusionDrive. Entschieden habe ich mich für die FusionDrive-Option – warum sollte ich mir Gedanken über die Aufteilung der Inhalte machen, wenn das System mir das Abnehmen kann.

Nun war also alles zusammen und es wurde Zeit, die Garantie des MacBooks zu vergessen. Anhand der Anleitung war es tatsächlich kein Problem den Umbau vorzunehmen. Auch ohne große Erfahrung im Zerlegen von Notebooks und mit mitteleuropäischen Standard-Wurstfingern war der Umbau in knapp einer halben Stunden erledigt. Es blieben auch keine Schrauben oder andere Teile übrig und das MacBook bootete nach dem Zusammenbau einwandfrei von einem vorbereiteten USB-Laufwerk ein minimales Mac OS X.

Als nächstes habe ich die beiden Laufwerke zu einem FusionDrive verbunden und die Wiederherstellung aus dem TimeMachine-Backup angeschmissen. Der Teil dauerte am längsten – es waren doch ein paar Daten, die zurück kopiert werden mussten. Nach knapp 4 Stunden war das MacBook dann mit dem neuen FusionDrive einsatzbereit.

Bleibt die Frage, was es bringt. Gefühlt ist eine deutliche Steigerung der Geschwindigkeit festzustellen – und nicht nur gefühlt. Gerade der Bootvorgang dauert bei einem MacBook gerne mal etwas, gerade wenn man beim Kauf der Meinung war, dass es lieber eine größere statt der schnellsten HDD sein sollte. Also habe ich – manuell – mal die Zeit genommen beim Booten und das dann verglichen. Das Ergebnis ist auf jeden Fall beeindruckend: Statt knapp 2 Minuten vom Drücken des Einschalters bis zum Desktop (Anmeldung habe ich dafür mal deaktiviert), braucht das MacBook mit dem FusionDrive nicht einmal ein Viertel der Zeit für den Startvorgang. Die Operation würde ich als erfolgreich und gelungen bezeichnen.

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  • doctor

    Danke für deinen Artikel. Bitte mehr davon!
    Welchen MacBookPro hast du denn und für welche Generationen ist deine Vorgehensweise möglich? Wenn du von FusionDrive schreibst, setzt das auch die aktuelle Mac OS X-Version voraus, oder?

    • http://www.hollynet.de/ Sascha H.

      Mountain Lion 10.8.2 wird wohl benötigt.

  • harmsi

    Einen Festplattenadapter für das UltraBay habe ich für 30 € gekauft. (Wohl gemerkt das Original von Lenovo, keines der billigen ab 7 €)
    Ein Kabel für das DVD-Laufwerk war auch dabei, allerdings kein Gehäuse.
    Die Festplatte wird mit 4 Schrauben fixiert. Um den Adapter rein und raus zu tun, braucht man dann aber kein Werkzeug mehr, das ist mit zwei Handgriffen erledigt.
    Eine Anleitung ist dafür nicht nötig.
    Und genau deswegen kauft man sich ja ein Thinkpad. Einfache Wartbarkeit/Modifikation ganz ohne Garantieverlust.

  • http://www.hollynet.de/ Sascha H.

    Mich würde mal der Performance-Unterschied gegenüber einer reinen SSD interessieren. Ich habe vor ca. 6 Monaten mein Early 2011 MacBook Pro mit einer 250 GB SSD ausgestattet (Samsung 840, noch ohne EVO) und bin immer noch geflasht (haha) von der Performancesteigerung. Nur der Platz wird halt knapp, von daher könnte ich mir das mit dem FusionDrive gut vorstellen – aber ist das annähernd so schnell wie SSD-only, oder “nur etwas schneller” als eine herkömmliche HD?

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