Das Samsung Galaxy S4 kostet in der Herstellung etwa 244 Dollar, vermeldet IHS iSuppli. Damit wäre das Smartphone nicht nur mehr als 30 Dollar in der Herstellung teurer als der Vorgänger, sondern auch deutlich teurer als ein Apple iPhone 5.

Herstellung des Samsung Galaxy S4 kostet 244 Dollar

Der Preis gilt für die minimal teurere 3G-Version und beinhaltet auch die Kosten für das Zusammenbauen in Höhe von 8.50 Dollar. Das Apple iPhone 5 kostet lediglich 207 Dollar in der Herstellung, obwohl wir es hier mit viel wertigeren Materialien zu tun haben als beim “Plastikbomber” Galaxy S4.

Auf den ersten Blick scheint sich das Design und die Hardware gar nicht mal so sehr verändert zu haben, wo kommen also die deutlichen Mehrkosten her? IHS iSuppli gibt an, dass das zum einen dem wesentlich besseren (und größeren) Display geschuldet ist. Darüber hinaus fordern auch der stärkere Prozessor und die neu verbauten Sensoren ihren Tribut. Das führt nun in der Summe dazu, dass die Herstellungskosten für das Galaxy S4 etwa 15 Prozent mehr betragen als für den Vorgänger Galaxy S3. Dafür muss man fairerweise aber auch anerkennen, dass es Samsung gelungen ist, uns diese bessere Technik inklusive deutlich größerem Display in einem nahezu identisch großen Gehäuse anzubieten. Abschließend seht ihr hier in der Übersicht die einzelnen Posten. Bedenkt dabei, dass es sich hier nur um ein virtuelles Teardown handelt – es kann also leicht abweichen, wenn man dann tatsächlich ein Galaxy S4 auseinander nimmt und die einzelnen Komponenten betrachtet.

2013 03 19 Samsung S4 Table1 Herstellung des Samsung Galaxy S4 kostet 244 Dollar 2013 03 19 Samsung S4 Table2 Herstellung des Samsung Galaxy S4 kostet 244 Dollar

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  • http://twitter.com/MichaelB_1 BMichael_1

    Kein Wunder das Samsung langsam Apple ähnliche Gewinne macht… 400$ wären angemessen.

    • http://forum.mobilegeeks.de/members/andre/ Andre

      plus Maschinen, plus Marketing….

      • http://twitter.com/MichaelB_1 BMichael_1

        Stimmt Google hat jetzt auch angefangen für Apple das Betriebsystem zu schreiben…

      • numi

        weil da noch einiges dazu kommt, wären $400 angemessen. Sonst wären es schließlich nur $244.

    • optimismprime

      Teile und Arbeit sind ja nur die direkten Kosten. Entwicklungskosten für das Gerät an sich, das Display, die CPU, etc., Konfiguration der Fertigungsstätten, und ca. 20% Marketing kommen ja nochmal dazu. Erst was DANACH dann noch über ist, ist ja wirklich Gewinn.

      • http://twitter.com/MichaelB_1 BMichael_1

        Gut das Apple diese Kosten nicht hat. Die haben Stores, schreiben ein Betriebssystem etc.. Und Werbung in der Champions League Halbzeit kostet auch mehr als 6,50 ;) – Fakt ist das Samsung dicke Gewinne fährt… Kann man doch nach lesen, jetzt weis man auch warum.

        • http://www.facebook.com/patrick.blumberg.1 Patrick Blumberg

          Und Apple macht das anders? Die fahren genauso hohe gewinne ein und das seit Ewigkeiten (ein Blick auf Apples reale Cashreserven und die Gewinne jedes Jahr verdeutlichen das). Ich nehm hiermit Samsung nicht in Schutz, aber gerade du verteidigst ja immer schön Apple obwohl die genau diese übertriebenen Gewinnmargen durch ihre willigen iSheeps einziehen.
          Und nur mal zur Info: Betriebssystem-Entwicklungskosten hat Samsung auch (Android Anpassungen aber besonder die alternativen Betriebssysteme wie Tizen, Bada, Sailfish etc).

          • http://twitter.com/MichaelB_1 BMichael_1

            Ich sagte: “Kein Wunder das Samsung langsam Apple ähnliche Gewinne macht…” – was ist da pro Apple? Ich verteidige nicht Apple, ich halte mich an die Fakten.

        • http://twitter.com/roenuCH Ronald A. Herren

          Um etwas klar zu stellen: 1. Apple hat auch diese Kosten. Die Entwicklungskosten sind sicher auch beim iPhone drin, sonst gäbe es keine Retina Displays, A-Prozessoren usw. Natürlich wird die Hardware nicht von Apple selber gebaut, trotzdem braucht es Leute die dies Entwickeln. Und Samsung schreibt ja auch eigene Programme auf das von Samsung verbesserte Android. Alle S-Anwendungen werden ja nicht umsonst Programmiert ;)

          2. Jeder Hersteller ob Samsung, Apple oder HTC, Sony verkaufen das Smartphone um einiges mehr als die Herstellungskosten. Ein HTC One kostet sicherlich keine 250$ und wird für über 700.- verkauft. Da kommen natürlich noch die Nebenkosten dazu (Werbung, Entwicklung, Marketing, usw). Gewinn sind dann ein paar 100$ pro Gerät. Für mich Logisch und auch keine richtige Abzocke, weil wenn du auch Produkte herstellst, möchtest du auch mehr Gewinn machen und nicht etwa 1$ pro Gerät.

    • Quiltifant

      Samsung verkauft aber im Gegensatz zu Apple nicht nur hochpreisige Smartphones. Das läuft dann eher auf eine Mischkalkulation raus.

      • http://twitter.com/MichaelB_1 BMichael_1

        Die Quartalsberichte von samsung zeigen aber steil nach oben

        • Quiltifant

          Das ändert nicht an dem Fakt, dass Apple mit rund 20 Prozent Marktanteil bei Smartphones etwa 70 Prozent der Gewinne des Marktes absaugt. Unangemessen sind also nicht Samsungs Preise, sondern Apples Preise.

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=1426963292 Mark Baumgartl

    Wie kommen die denn auf den Preis für das Display?Das wird doch von Samsung selber hergestellt und auch nicht an Dritte verkauft?

    • Laand

      Das interessiert mich auch. Ich glaube kaum, dass ein Display 75$ in der Produktion kostet. Erscheint mir sehr verwunderlich die Rechnung.

      • IngoMC

        Das ist ein Amoled Full HD, ganz frisch aus der Entwicklung, das gabs bisher noch nicht in Massen, klar dass es da sehr teuer ist… und man darf ja auch diese Floating touch nicht vergessen, wo man ohne berührung quasi berührt… und auch mit Handschuh funktioniert, das Display is schon wirklich ein Meisterwerk, auch wenn es manche verfluchen wegen Blau stick… und mittlerweile unnötigerweise wegen PenTile

        • numi

          Floating Touch kann das Xperia Sola schon und das kostet keine 200€. Deshalb glaube ich kaum, dass das den Preis stark hochdrückt.

          • IngoMC

            Komische Antwort… da steht erstens mal Dollar… und zweitens mal kostet das Display nicht 200€… nicht mal annähernd 200$…

        • Laand

          Da hast du vollkommen Recht. Der S3 Bildschirm kostet nur 10 $ weniger. Aber wird schon so passen. Wie unparteiisch sind die den bei IHS iSuppli? Wenn das Display bei Apple nur 20 $ kostet, frag man sich natürlich schon, wie die das aus externer Produktion so erwerben können? (Ich weiß, geringere Größe/Auflösung… aber deswegen 50 Euro, weniger Herstellungskosten?)

    • optimismprime
    • http://twitter.com/roenuCH Ronald A. Herren

      Vergleiche ein Display mit einem Stuhl und du bist Schreiner. Was brauchst du? Holz. Ist es Kostenlos? Nein. Dazu kommen noch andere Materialien wie Lack, Schrauben, usw. hinzu die auch Geld kosten. Beim Display das gleiche. Das Gorilla-Glas kostet auch Geld und alle weiteren Einzelheiten auch. Evtl. sind da noch Entwicklungskosten inbegriffen? Kann sein. Und von woher sie die Infos haben, wissen auch nur sie :)

  • derflo

    Ich vermute mal, dass die Entwicklungskosten nicht mit eingerechnet sind?!?

  • diesdas

    Nur mal so allgemein. Wenn ein Gerät 750€ kostet, dann sind davon alleine 142,50€ Mehrwertsteuer, 30€ Einfuhrsteuer, 36€ gehen pro Gerät an die Gema, eine ähnliche Summe geht für Lizenzen und Patentnutzungsrechte drauf, pro Gerät fallen noch Lagerung und Transport an (einmal um die Welt), der MediaMarkt bzw. Mobilfunkanbieter will auch locker seine 50-100€ abhaben….

    …also neben den Entwicklungskosten der Hardware und des Design (Ingeneursdesign!), Entwicklung der Herstellung (Machinen, etc) der Entwicklung der Software, der Logistik, des Vertriebs, Werbung und Marketing,…

    … und vor allem Support, Ersatzteile, Ausschuss und Testgeräte für jeden Popelsladen, Austauschgeräte, usw.

    Gilt natürlich für alle Hersteller und Geräte.

    • Ingens

      Das mit den Testgeräten für jeden Popelstladen muss sich Samsung nicht mehr geben. Die sind mittlerweile so stark, dass die Mindestabnahmen ausrufen und nur noch ganz wenige Testgeräte an die Mobilfunkbetreiber geben, damit diese im jeweiligen Netz einige Tests durchspielen können.
      Aber grundsätzlich stimmt das schon mit den Samples. Da gehen allein für den Europaraum bei den Herstellern die ersten 30 – 50k raus, ohne das auch nur ein Cent verdient wurde.
      Lediglich Apple und Samsung sind so gefragt, dass die Samplelieferungen gering ausfallen.

    • numi

      Das mit den Steuern ist der Grund, warum man häufig über $ Preise spricht, da in den USA die Steuern erst danach dazugerechnet werden. Das gleicht der Wechselkurs aber mehr als aus, die $244 sind zB nur etwa 190€.

      Wie kommst du auf 142,50€ MwSt? Bei einem Verkaufspreis von 649€ (aktueller Straßenpreis) sind 103,62€ MwSt enthalten. Die Kosten sinken anteilig, wenn auch der Verkaufspreis sinken würde. Lagerung und Transport kostet fast nichts (bzw auch nicht mehr als bei einem 100€ Smartphone).

      Grundsätzlich kann man wohl sagen, dass man die Herstellungskosten etwa verdoppeln muss. Also ab einem Verkaufspreis von 380€ (inkl aller Steuern) wird man gut profitabel sein. Durch die sehr hohen Stückzahlen der Flaggschiff Geräte wahrscheinlich aber sogar schon früher, da sich die Entwicklungskosten auf mehr Kunden aufteilen.

      • diesdas

        Ich ging von 750€ aus, schrieb ich ja. Aber hab mich auch verrechnet, es sind 120€.

        380€? 70€ davon sind Steuer. 36€ Gema. Der Verkäufer will bestimmt auch 80€. Plus 190€ Material sind schon 376€. Von den restlichen 4€ wird alles andere bezahlt? Gerade der Support (Telefon, Garantie Reperatur und Austausch, Updates, usw) kostet ja nochmal gut. Und alleine Samsung hat letztes Jahr für die Galaxy Reihe 4Mrd. an Marketing ausgegeben. Bei knapp 40Mio Geräte sind das minimum 100$ pro Gerät.

        Also, mit 380€ kommt man nicht so weit.

        • numi

          Das mit der MwSt hast du nicht so raus oder? Bei 380€ sind es 60,67€ MwSt ;)
          Händlermarge von über 20% ist Wunschdenken. Gehe mal von weniger als der Hälfte aus.

          Software etc macht bei den Stückzahlen nur noch Kosten im einstelligen Euro bereich pro Gerät aus. Garantie/Austausch hängt meist von den gekauften Komponenten ab und wird auch darüber verrechnet. Die Kosten sind also schon in den Herstellungskosten. Für Support geben die Unternehmen nur sehr wenig Geld aus (was man an der Qualität des Supports auch merkt).
          Marketing kann man deutlich zurückfahren und die Geräte über den Preis verkaufen.
          Deshalb bleibe ich dabei, dass 380€ möglich sind.

          Die Sache ist aber, da Apple, HTC und Sony für ihre Geräte auch soviel verlangen gibt es keinen Grund für einen günstigeren Preis und die Hersteller investieren lieber in Werbung um ihren Namen stärker in die Öffentlichkeit zu bringen anstelle das Geld beim Verbraucher zu lassen.

    • http://xenfo.blogspot.de/ nutritio

      außerdem muss Samsung ja für die Patentklagen von Apple sparen, die jetzt auf sie zukommen.. und könnt auch noch sein, dass an Microsoft oder sonstwen noch Patentgebühren zu verrichten sind

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