Nach dem Abschied von Leo Apotheker als CEO von Hewlett-Packard überdenkt der IT-Konzern laut einem Bericht des Wall Street Journal unter Führung der neuen Chefin Meg Whitman (früher eBay) tatsächlich die ursprünglich geplante Ausgliederung der PC-Sparte. Neue Analysen haben nach Angaben von HP-nahen Quellen ergeben, dass die Kosten der Abspaltung der PC-Sparte eventuell schwerer wiegen als die zu erwartenden Vorteile. Noch sollen weder Whitman, noch der Vorstand von HP eine endgültige Entscheidung getroffen haben, Whitman hat jedoch bereits öffentlich angekündigt, dass man bis Ende Oktober zu einem Ergebnis kommen will. HP hatte ursprünglich im August angekündigt, dass man nach Alternativen für die Strategie im PC-Bereich suche und dabei eine Trennung von der Sparte nicht ausgeschlossen sei.

Die nun vorliegenden neuen Analysen sollen zeigen, dass HP wohl besser dran wäre, wenn man das PC-Geschäft nicht abspaltet. Zuletzt hatte die HP Personal Systems Group (PSG) 40,1 Milliarden Dollar zum Gesamtumsatz und zwei Milliarden Gewinn beigetragen, was rund 30 Prozent des gesamten Gewinns des Unternehmens entspricht. Durch eine Abspaltung würd HP vor allem Nachteile beim Einkauf von Komponenten, eine Verkomplizierung der Lieferkette und geringe Gewinnmargen bei einigen Produkten erwarten können. Verliere man die “Buying Power” und andere Vorteile, sei ein Spin-off der PC-Sparte einfach nicht mehr lohnenswert, so eine der Quellen des WSJ. HP ist weiterhin der größte PC-Hersteller der Welt. Allein im zweiten Quartal des Jahres 2011 verkaufte das Unternehmen fast 15 Millionen PCs und 720.000 Server.

Quelle: Wall Street Journal

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