HTC scheint bei seinem neuen Flaggschiff, dem “One”, ziemlich viel richtig gemacht zu haben. Das Interesse an dem Quadcore-Boliden ist sehr groß und trotz der “Ultrapixel-Probleme”, mit denen manche Smartphones zu kämpfen haben, fielen bisherige Testberichte in der Regel sehr positiv aus. Was unsere Meinung zum HTC One HTC One im ausführlichen Test ist, das könnt Ihr hier nachlesen.

HTC One im ausführlichen Test

Nachdem HTC im letzten Jahr auf “Masse statt Klasse” gesetzt hat – selbst eingefleischte Tech-Fans bei den diversen One X, One Y und One Z Smartphones den Überblick verloren haben -, wird in diesem Jahr alles auf eine Karte gesetzt: Das “One (and only)” soll das Ruder herumreißen, das taiwanische Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Ein augenscheinlich guter Plan, der auch aufgehen könnte, das ist HTC zumindest zu wünschen. Es gibt auf jeden Fall sehr viel, was man an dem Smartphone einfach mögen muss und letztendlich nur recht wenig, das man dem HTC One größer ankreiden kann.

Hardware, Design und Verarbeitung

Schon nachdem man das HTC One das erste mal in der Hand hat, möchte man es eigentlich nicht mehr aus derselben legen. Das Unibody-Gehäuse aus gebürstetem Aluminium – nur durch zwei schmale Streifen Polycarbonat auf der Rückseite unterbrochen, unter denen sich die Antennen des Smartphones befinden – wirkt extrem hochwertig und fühlt sich nebenbei noch sehr gut an. Das HTC One liegt klasse in der Hand, obwohl das doch recht glatte Aluminium durchaus dazuführen kann, dass einem das Gerät bei einhändiger Bedienung entgleitet – allerdings nur, wenn man das Smartphone fast senkrecht hält. Nutzt man das Gerät mit beiden Händen, schmiegt es sich – bedingt durch die abgerundeten Ecken und die Tatsache, dass es recht schmal ist – sehr angenehm in die eine Handfläche, während man es mit der anderen Hand bedient.

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Hat man das HTC One in der Hand, dürfte wohl einer der ersten Blicke auf die Stereolautsprecher auf der Vorderseite des Smartphones (FTW!!!) treffen. Diese machen, unterstützt von Beats Audio Klangtechnologie, einen tollen Sound, sind davon abgesehen sehr laut, ohne dabei zu verzerren.

HTC One Test Hardware 12 605x340 HTC One im ausführlichen Test

 

Auch wenn Beats Audio definitiv Geschmackssache ist (manch einem bestimmt zu künstlich mit den spitzen Höhen und den fetten Bässen, allerdings lässt sich dieses Feature auch deaktivieren), sind die Lautsprecher des HTC One ein Alleinstellungsmerkmal des Gerätes, auf das man so schnell nicht mehr verzichten möchte. Wer beispielsweise gerne Videos auf seinem Smartphone (über Lautsprecher) schaut, der wird das One alleine wegen des Boom Sound – so nennt HTC seine Lautsprecher inkl. Beats Audio Technologie – lieben.

Rechts neben dem oberen Lautsprecher befindet sich die Front-Kamera, links davon die üblichen Sensoren für Display-Abschaltung (wenn Smartphone am Ohr) und automatische Helligkeit. Direkt über dem Lautsprecher am unteren Rand befinden sich die Android-Bedientasten, bei denen HTC einen Button zensiert hat – hier muss man sich erst einmal auf die neuen Begebenheiten einstellen (mehr dazu unter “Display”).

Am oberen Rand des Smartphones befindet sich der Ein/Ausschalter, der auch gleichzeitig ein Infrarot-Sender ist. Mit diesem lässt sich TV, Receiver & Co. in Verbindung mit einer speziellen App direkt vom Smartphone aus bedienen (mehr dazu unter “Software”). Die Position des Power-Buttons dürfte für manch einen gewöhnungsbedürftig sein. Die Lautstärkewippe findet sich auf der rechten Seite des HTC One, auf der linken Seite findet sich der micro-SIM-Karten-Slot, der sich mithilfe eines speziellen Tools öffnen lässt. Auf der Rückseite befindet sich dann noch die Ultrapixel-Kamera, mit der HTC – durchaus ein mutiger Schritt – ganz neue und eigene Wege bezüglich Smartphone-Kameras geht.

Wie schon erwähnt, liegt das Smartphone sehr gut in der Hand, einhändige Bedienung funktioniert bei einem Gerät mit 4,7-Zoll-Display (die genauen Abmaße betragen 137,4 mm × 68,2 mm × 9,3 mm) natürlich nur bedingt gut. Sowohl Verarbeitung, als auch Look & Feel (prinzipiell natürlich Geschmackssache, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass irgendjemand das HTC One als hässlich bezeichnen würde, oder aber etwas an den verwendeten Materialien auszusetzen hätte) des Smartphones sind allererste Sahne. In diesen Punkten hat HTC ganze Arbeit geleistet.

Technische Daten des HTC One

  • CPU: 1,7 Gigahertz Quad-Core-CPU (Qualcomm Snapdragon 600)
  • GPU: Adreno 320
  • RAM: 2 Gigabyte
  • ROM: 32 Gigabyte
  • Display: 4,7-Zoll-Display (SLCD3) mit  1920 × 1080 Pixel
  • Hauptkamera: 4,1 Megapixel (HTC Ultrapixel Technologie)
  • Frontkamera: 2,1 Megapixel
  • Akku: 2300 mAh
  • OS: Android 4.1.2
  • Weitere Daten: LTE, Bluetooth 4.0, NFC, FM-Radio, MHL

Speicher

Das HTC One verfügt über 32 Gigabyte internen Speicher, von dem 25 Gigabyte zur freien Verfügung stehen. Da das Smartphone keinen micro-SD-Slot besitzt, lässt sich der interne Speicher nicht erweitern, mit dem vorhandenen Platz muss man also auskommen. Es wird allerdings auch noch eine 64-Gigabyte-Variante des neuen HTC Flaggschiffs geben (bislang bei uns nicht erhältlich), die dann natürlich noch mal ein gutes Stück teurer ist, als die Version mit 32 Gigabyte internem Speicher.

Display

Das 4,7-Zoll-Display (SLCD3) des HTC One löst mit 1920 x 1080 Pixel auf und bietet somit eine Pixeldichte von 468 ppi. Damit dürfte so langsam die “Fahnenstange der Displayauflösung(en)” erreicht sein – höhere Pixeldichten bei einem “Um die 5-Zoll-Display” wird das menschliche Auge wohl nicht mehr wahrnehmen können. Genaugenommen ist der Unterschied zwischen einem Display mit HD-Ready-Auflösung (720p) und dem Display des HTC One – zumindest was sichtbare Pixel angeht – eher gering, das “mehr an Schärfe” meint man aber trotzdem wahrzunehmen.

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Aber nicht nur, was Auflösung, und dadurch bedingt Schärfe, angeht, kann das HTC One punkten, auch die Farbdarstellung des Displays ist allererste Sahne. Diese ist nur schwer in starrem oder bewegtem Bild einzufangen – man muss das Smartphone einfach mal in der Hand gehabt haben und wird ihm dann ohne mit der Schulter zu zucken eines der besten Displays auf dem Markt bescheinigen. Dass HTC bei solch einem tollen Display dann auch bei der Berührungsempfindlichkeit nicht geschlampt hat, ist nicht weiter verwunderlich – Fingereingaben werden präzise erkannt und umgesetzt.

Die Android-Bedientasten befinden sich beim HTC One nicht als “On Screen Buttons” auf dem Display, sondern als haptische Tasten darunter. Da HTC anscheinend keinen besseren Platz für das Logo gefunden hat, wurde einfach der Mittlere (eigentlich Home-)Button weggelassen. So gibt es nur zwei Android-Bedientasten, wobei man die “zuletzt genutzten Anwendungen” durch einen “Doppelklick” auf den Home-Button aufrufen kann. Um Google Now zu starten, muss man ebenfalls doppelklicken, dann jedoch den Finger auf dem Home-Button liegen lassen. Beides funktioniert bei einhändiger Bedienung nur suboptimal, aber auch wenn man das Smartphone in einer Hand hält und mit der anderen bedient, benötigt es etwas Einarbeitungszeit, bis man den Doppelklick einigermaßen beherrscht. Man gewöhnt sich zwar an die Bedienung des Gerätes auf diese Art, allerdings hätte ich mir doch hier die Standard-Tastenanordnung gewünscht (ich hätte dafür auch gerne auf das HTC Logo verzichtet, zumal es sich auch auch noch auf der Rückseite des Smartphones befindet).

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Das HTC One besitzt zwar keinen HDMI-Ausgang, das Smartphone lässt sich allerdings per MHL-Adapter über den micro-USB-Anschluß an einen TV anschließen, um Inhalte vom Gerät auf dem TV betrachten zu können. Dies hat im Test problemlos funktioniert.

Performance und Benchmarks

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Die Kombination von Snapdragon 600 Quadcore-CPU und 2 Gigabyte RAM sorgen für eine Performance, die über jeden Zweifel erhaben ist. Das ganze System läuft absolut flüssig, von Denkpausen hat das HTC One noch nie etwas gehört. Die sehr gute Leistung lässt sich natürlich auch in messbaren Werten ablesen, wo sich das neue HTC-Flaggschiff von vielen anderen aktuellen Smartphones sehr deutlich absetzt. Bei den Grafikperformance-Werten kann sich das HTC One zwar nicht so beeindruckend von der Konkurrenz abheben, im Test liefen allerdings alle angespielten aktuellen Games absolut flüssig.

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Benchmark-Ergebnisse

  • CF-Bench: 26939 / 20580 / 23123  (Native / Java / Overall)
  • Smartbench 2012: 6651 / 2767  (Productivity / Gaming Index)
  • AnTuTu v3.2.2: 22109
  • Vellamo: 775 / 2371 (Metal / HTML 5)
  • Quadrant:  12475
  • Epic Citadel Unreal Engine Benchmark: 41,7 FPS (High Performance)
  • NenaMark 2.4: 47,1 FPS

Software

Auf dem HTC One läuft das Sense-UI in der neuesten Version 5. HTCs Vorstellung davon, wie ein gutes User Interface auszusehen hat, wirkt im positiven Sinne nüchterner, als die älteren Sense-Versionen. Leider sind im Zuge der “Verschlankung” auch manche nützliche Features – wie beispielsweise der Schnellzugriff auf Bluetooth, WLAN & Co. in der Benachrichtigungsleiste – verschwunden und in die Einstellungen verbannt worden. Andere Features, die man schon von älteren Sense-Versionen kennt – z. B. Apps vom Lockscreen aus starten zu können – gibt es nach wie vor.

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Als eines der größten Software-Features von Sense 5 preist HTC den Blinkfeed an, der den eigentlich Homescreen ersetzt. Hier trudeln Neuigkeiten aus den verschiedensten Quellen (z. B. Facebook, Twitter, Flickr, LinkedIn und ausgewählte Schlagzeilen) ein, tiefer gehende Einstellungen um festzulegen, welche News genau angezeigt werden, gibt es hier jedoch nicht.

HTC One Test Screenshots Blinkfeed 1 340x605 HTC One im ausführlichen Test

Auch RSS-Feeds lassen sich beispielsweise nicht manuell hinzufügen, man muss hier mit dem Leben, was angeboten wird. Zum Glück zwingt HTC jedoch niemanden, den Blinkfeed zu nutzen, wenn sich dieser auch nicht komplett deaktivieren lässt. Legt man einen anderen “normalen” Screen als Startseite fest, kann man den Blinkfeed (im wahrsten Sinne des Wortes) einfach links liegen lassen. Die ganze Sache ist zwar schon eine ganz nette Idee von HTC, solange man den Blinkfeed allerdings nicht besser personalisieren kann, dürfte dieser wohl den meisten nur recht wenig Mehrwert bieten.

Das HTC One lässt sich zwar prinzipiell recht gut auch als Fernbedienung nutzen, die Software hierzu ist jedoch noch stark ausbaufähig – sie verspricht viel mehr als sie hält. Es war überhaupt kein Problem meinen TV und meinen Sat-Reciever über die TV-Software hinzuzufügen, um beides mit dem Smartphone steuern zu können. Eigentlich will die entsprechende App aber viel mehr sein, als “nur” eine Fernbedienung und da muss noch ordentlich nachgebessert werden.

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Die HTC One TV-App ist auch als Programm-Zeitschrift gedacht, was schon mal nicht funktioniert, wenn man einen Sat-Reciever nutzt. Es lassen sich nur Kabelanbieter auswählen, um dann die entsprechenden Kanäle und das TV-Programm angezeigt zu bekommen. Aber selbst wenn man Fernsehen über Kabel schaut, funktioniert die Mischung aus elektronischer Programmzeitschrift und Fernbedienung (einfach Sendung antippen und diese wird gestartet, was ja schon eine coole Sache ist) nur, wenn man die Sender nicht manuell umsortiert hat. Innerhalb der TV-App auf dem HTC One lassen sich diesbezüglich keine Einstellungen vornehmen und die App erkennt auch keine geänderten Sender-Plätze.

Da die Kritikpunkte hier nur bei der (TV-Zeitschrift-)Software liegen, bleibt zu hoffen, dass HTC hier noch ordentlich nachbessert. Die reine Fernbedienungs-Option funktioniert sehr gut, wobei es auch hier keine größeren Einstellungsmöglichkeiten gibt (bsp. um an bestimmte TV-Menü-Optionen zu gelangen). Aber alleine die “Basic-Tasks” wie “Einschalten”, “Lautstärke anpassen”, “Sender durchskippen” und “Sender durch Anwahl der Nummer auswählen” vom Smartphone aus steuern zu können, das hat schon was.

Was die Software des “One and only” angeht, ist auf jeden Fall noch HTCs Sicherungs-Feature (das per Dropbox realisiert wird) erwähnenswert, das sehr gut funktioniert. Da wir das HTC One aufgrund einer defekten Kamera umtauschen mussten, ich das Smartphone jedoch schon ein paar Tage genutzt hatte, konnte ich die Wiederherstellung nach Inbetriebnahme eines Austauschgerätes testen. Nach wenigen Minuten befand sich das HTC One wieder in dem Zustand, in dem es mich verlassen hatte, obwohl es ein komplett neues Gerät war. Zwar bietet Android von Haus aus auch ein solches Feature, was aber bei meinen diversen Versuchen einer Wiederherstellung eines Smartphones maximal nur teilweise (manchmal wurden nur ein paar Apps wiederhergestellt, manchmal nur hier und da eine Einstellung) funktioniert hat. Da hat HTC mit seinem Sicherungs/Wiederherstellungs-Feature einen besseren Job als Google gemacht.

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Akkulaufzeit

Ein 1,7-Gigahertz-Quadcore-Prozessor und ein 4,7-Zoll-Full-HD-Display benötigen einiges an Energie. So ist der Akku des HTC One mit 2300 mAh zwar auch recht ordentlich bemessen, Wunder darf man bezüglich der Laufzeit des Smartphones jedoch trotzdem nicht erwarten. Maximal 4 Stunden “Display On” bei einer Laufzeit von knapp 17 Stunden – bei meinem Nutzungsverhalten (was halt so geht, wird fleißig im Hintergrund aktualisiert) kein soo schlechter Wert, aber auch nicht herausragend (4 Stunden “Display On” war während des Tests der Bestwert, ich habe das Smartphone auch schon mal mit 2 ½ Stunden klein gekriegt).

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Während man bei “humaner Nutzung” des Gerätes recht entspannt über den Tag (vielleicht sogar zwei) kommt, sollte man als Power-User entweder zwischendurch mal den Akku auftanken, oder ein externes Akkupack dabei haben – Akku wechseln ist nicht, der ist beim HTC One fest verbaut.

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Um die Akkulaufzeit des Smartphones noch verbessern zu können, lässt sich über die Benachrichtigungsleiste ein Energiesparmodus aufrufen und einschalten. Dank Optionen wie “CPU-Nutzung einschränken” und “Standbymodus aktivieren, wenn Display deaktiviert ist” kann man hier noch die ein oder andere Minute aus dem HTC One herauskitzeln.

Kamera

Mit dem klangvollen Namen “Ultrapixel” hat HTC die Kamera des One, die “nur” 4 Megapixel besitzt, tituliert. Ganz simpel steht Ultrapixel für große Pixel, die mehr Licht einfangen können, als es normalerweise bei Smartphone-Kameras der Fall ist. So soll HTCs “nur” 4-Megapixel-Kamera der Konkurrenz mit bis zu 13-Megapixel-Kameras ebenbürtig sein, und das bei weniger Bildrauschen.

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Das User-Interface der HTC One Kamera ist sehr übersichtlich geraten. Über entsprechende Buttons am rechten Display-Rand kann man direkt Bilder oder Videos aufnehmen, wozu sich auch diverse Live-Effects auswählen lassen. Auf der linken Seite kann man den Blitzmodus wechseln, den “Zoe Modus” starten (dazu gleich mehr) und unten links die Einstellungen aufrufen.

HTC One Test Kamera UI 1 605x340 HTC One im ausführlichen Test

In den Einstellungen finden sich unter anderem diverse Szenenmodi, aber auch tiefer gehende Einstellungsmöglichkeiten für Belichtung, Kontrast, Sättigung & Co. Natürlich finden sich hier auch andere Standard-Optionen wie Geotags aktivieren und Kamera-Auslöserton deaktivieren.

Im “Zoe Modus” lassen sich mit einem Klick bis zu 20 Bilder inklusive eines kurzen Videos aufnehmen. In der HTC One Galerie sorgen diese “Zoe Shots” dann für Leben, was optisch durchaus was hermacht. Aus den im “Zoe Modus” aufgenommen Clips lassen sich außerdem auch einzelne Bilder “herauspicken”, durchaus eine praktische Sache. Einen Nachteil haben im “Zoe Modus” aufgenommen Clips allerdings – wer Google+ oder Dropbox Bilderupload nutzt, der findet dann pro “Zoe Shot” auch die 20 Bilder und ein kurzes Video einzeln vor. Auf dem HTC One wird die Galerie nicht durch Unmengen von Bildern überflutet, hier sind die mit Zoe aufgenommenen Clips jeweils einzeln vorzufinden.

Aber auch ohne “Zoe Clips” aufzunehmen, kommt man in den Genuss dieses “Bewegte Galerie”-Features. Innerhalb der HTC One Galerie werden alle aufgenommenen Videos und Bilder nach Tagen in einzelnen Ordnern abgelegt, wo nach Anklicken des ersten Shortcuts automatisch ein kurzes 30-sekündiges Video aus verschiedenen Sequenzen der dort enthaltenen Inhalte (man kann hier zwischen verschiedenen Presets wählen) erstellt wird. Das funktioniert übrigens auch, wenn sich im entsprechenden Ordner nur Bilder befinden.

Foto- und Videoqualität

HTC hat in der Tat keinen schlechten Job mit der Ultrapixel-Kamera gemacht, wenn diese auch nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen hat. Während z. B. Nahaufnahmen in der Regel sehr ansehnlich werden, sehen Landschaftsaufnahmen nicht ganz so glanzvoll aus. Nachfolgend könnt Ihr Euch selbst ein Bild von der Kamera-Qualität des HTC One machen:

Fazit

HTC hat trotz des ein oder anderen Kritikpunktes an dem Gerät mit dem One ein Smartphone auf den Markt gebracht, das man gar nicht mehr hergeben möchte, wenn man es mal in der Hand hatte. Das liegt vor allem daran, dass das HTC One, was „Look & Feel“ angeht, zu begeistern weiß, ebenso was das HD-Display und die Performance angeht. Aber auch die (Boom Sound) Stereolautsprecher auf der Vorderseite des Smartphones sind nicht zu verachten. Die Ultrapixel-Kamera mag nicht die beste Smartphone-Kamera auf dem Markt sein, aber sie bietet in einigen Bereichen sehr ansehnliche Ergebnisse, während die Akkulaufzeit des Gerätes ruhig etwas ausladender sein dürfte.

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  • Thraciel

    Klasse Test!
    Wenn ich jetzt noch wüsste ob ich schwarz oder silber will…

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      ich fuerchte die Entscheidung koennen wir dir nicht abnehmen

      • Thraciel

        Ich befürchte es auch :D aber erst mal schauen ob ich heute überhaupt eins bekommen würde.

        • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

          ehrlich mein Tipp waere silber. Ich finde das sieht sehr sehr schick aus

          • danielXY

            weiss man denn schon ob die schwarze variante auch nur so beschichtet ist wie das iphone 5?

          • Cedrik L

            stimme Danny zu. Habe lange mit mir gerungen, mich aber für Silber entschieden.
            – Kratzer sieht man schlechter als auf dem schwarzen Gerät (hoffe ich, ich habe noch keine^^)
            -Fingerabdrücke viel schwächer zu erkennen als bei dem schwarzen Gerät
            -schwarzes One sieht irgendwie… langweilig aus. Wie jedes andere schwarze Phone. Das silberne ist ein Hingucker!

        • Danny Weinert

          Ich kann dir empfehlen, einfach mal bei deinen MediaMärkten / Saturn etc in der Nähe zu schauen. Einige haben vereinzelt welche.

          Und, mein Tipp wär auch Silber, Edel, schick, keine Patscher sieht man drauf, macht was her.

          Danke für den Test :)

  • William Somerset

    Super Beitrag.

    Wie sieht es mit den Kratzern am Telefon aus. Ich spiele hier auf das iPhone 5 an. Dort weiss man ja nun mittlerweile das es sehr schnell Kratzer am Body gibt. Gibt es da schon Erfahrungsberichte?

    • Cedrik L

      hatte die gleiche Frage wie du. Besitze mein One mittlerweile exakt einen Monat und ich habe keinen einzigen Kratzer. Ist das erste Phone bei dem ich das geschafft habe, das Desire HD und das Samsung Galaxy Note hatten binnen 2 Wochen kleine Kratzer auf dem Display. Am Gehäuse habe ich auch noch nichts, obwohl ich das Gerät kaum aus den Händen gelegt habe bis jetzt :)

  • DanielJust

    silber! ist n bissl matter! man sieht die fingerabdrücke nicht!

    was ich gerne wissen würde, ab wann man mit der 64GB version rechnen darf?

    • Walteer

      garnicht

    • Marco

      Leider haben sich die Großhändler dafür entschieden, dieses nicht in ihr Sortiment zu nehmen, da dieses keine große Zielgruppe hier erreicht.
      HTC kann dafür nichts…
      Tipp: Full HD Filme für die Reise o.ä. einfach auf einen USB-Stick machen :)
      So sollten auch 32 GB locker reichen ;)

      • DanielJust

        und wie vom stick aufs handy bekommen?

        • Marco

          Man benötigt dafür ein so genanntes USB OTG Kabel. Das Gerät muss dafür nicht gerootet sein.
          Bsp: http://www.amazon.de/High-Speed-OTG-Datenkabel-unterst%C3%BCtzen/dp/B008PAW41U/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1365514818&sr=8-2&keywords=usb+otg
          Manchmal kann es zu Problemen mit der Kompatibilität der Kabel kommen man sollte sich also erkundigen ob es auch für das eigene Gerät geeignet ist.
          Dann sollte das ganze mit jedem Dateimanager funktionieren. Man kann auch Dateien direkt vom USB Stick abspielen.

          • DanielJust

            Dachte das HTC One kann kein USB OTG!?

          • Marco

            Hab zwar das One leider selbst noch nicht, aber habe schon von einigen gehört, dass es funktioniert. Lediglich einer hat sich beschwert dass er seine Spiegelreflex nicht über USB auslösen konnte, an was das liegt kann ich auch nicht sagen.
            Gibt eigentlich auch keinen Grund warum es nicht gehen sollte, das können schließlich so gut wie alle HTCs.

  • Benny

    Und wo kann das das gute Stück (schwarz) kaufen zum von HTC empfohlenen Preis ohne wochenlang warten zu müssen?

    • Cedrik L

      O2. Kostet 660€, dafür kann es dort “auf Raten” ohne Zinsen gekauft werden. urBeats Kopfhörer im “Wert” von 99€ gibt’s kostenlos dazu.

      • Benny

        Und wenn man nicht bei O2 ist oder sein möchte?

        O2 hat leider auch keine in schwarz.

        • Cedrik L

          stimmt, sind momentan wieder weg.
          Habe bei o2 lediglich eine monatlich kündbare internetflat, also nicht wirklich ein Vertrag.

  • Frank_Schuster

    Weil es nicht lieferbar und ich nicht mehr warten konnte/wollte, habe ich mich für die silberne Variante entschieden und es überhaupt nicht bereut :).

    Mein bestes Smartphone bisher und ich habe schon so Einige benutzt (alle iPhone’s außer das 5er, aktuell noch das 4s,Touch HD, HD2, HD7, Galaxy S/S2, LG P990, HTC One X usw.).

    Die Kamera stellt mich als Hobbyfotograf recht zufrieden. Bei 4MPx kann man keine Wunder erwarten, was mir aber bei meinem One gefällt ist die natürlichere Farbwiedergabe.

    Als MB pro Nutzer denke ich manchmal das das eigentlich das neue iPhone hätte sein sollen, schon allein wegen der Materialwahl, dem Design und der Verarbeitungsqualität. Es gibt wahrscheinlich auch nicht ohne Grund iPhone5 user, die sich ein One angeschafft haben :).

    Übrigens Google Now ist auch durch langen Druck auf die Hometaste aufrufbar und Medieninhalte lassen sich auch per DLNA an passende Endgeräte übertragen.

  • dispoo

    Weiß man denn schon, was ein Display- und ein Akkuwechsel kosten?

  • http://www.facebook.com/people/Marc-Moore/100003819189178 Marc Moore

    Wie ist eigentlich die Kamera im Vergleich zum Lumia 920 – sind ja beides stabilierte Systeme (was z.b. längere Belichtungen zulassen müsste)?

  • Dark Knight

    Mir gefällt nicht, dass es so keine Möglichkeit gibt, das Gerät mal auseinander zu schrauben – das Gehäuse ist gänzlich geklebt. Bei ifixit hat es deswegen den schlechtesten Wert erhalten, was bedeutet, ohne es zu beschädigen lässt es sich nicht öffnen.

    Ansonsten ist das aber ein sehr schickes Telefon! Die Kamera kommt anderswo übrigens auch ein bisschen besser weg.

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  • RaphiBF

    …wenn man sich etwas mit der Kamera auseinandersetzt wird schnell klar, dass diese Kamera auf ihre Art tatsächlich doch eine der besten Smartphonekameras ist. Mit diesem Gerät kann man in Situationen Fotos schießen, in denen andere Handys nur noch Schwärze oder bunte Punkte raushauen. Die einzige Smartphonekamera die da meines Erachtens rankommt ist das Nokia 808, allerdings ist das eine großartige Kamera die an einem absolut obsoleten Smartphone hängt und zudem unfassbare Datenmengen produziert. HTC hat es geschafft, vergleichbare Qualität bei wesentlich kleineren Dateigrößen zu realisieren. Unterm Strich ist das alltagstauglicher, vor allem aber ist das Smartphone indem diese Kamera sitzt ein absoluter Knaller. Ich war heute Nacht unterwegs, kein Mondschein, komplette Dunkelheit abgesehen von den Straßenlaternen. Die Fotos wurden von mir nicht anders bearbeitet als ich es mit DSLR-Fotos auch gemacht hätte. Ich habe sogar deutlich weniger gemacht. Ich denke, die Fotos sprechen für sich selbst: https://plus.google.com/photos/104385777107407581731/albums/5875369903303783985?authkey=CNGtion5l8rjoQE

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