Die Samsung Galaxy Gear ist in aller Munde auf der IFA, dennoch gibt es – Beispiel die Qualcomm Toq Smartwatch – ausreichend Konkurrenz auf diesem neuen Markt. Wir vergleichen die beiden Smartwatches miteinander.

IFA: Qualcomm Toq Smartwatch und Samsung Galaxy Gear im direkten Vergleich [Video]

Man kann der Galaxy Gear Smartwatch von Samsung vielleicht nachsagen, dass noch nicht jeder erkannt hat, wozu man so ein Gadget überhaupt benötigt. Allerdings hat Samsung dennoch den absolut richtigen Moment erwischt, um das Ding vorzustellen: Auf allen Kanälen sehen wir Berichte von der IFA und fast jeder Bericht über die Veranstaltung macht auf mit der Galaxy Gear. Wenn diese IFA vorbei ist, wissen deutlich mehr Menschen was mit dem Begriff “Smartwatch” anzufangen, so viel ist mal klar.

Qualcomm und Samsung wählen unterschiedliche Ansätze für ihre Uhren, wenngleich beide nicht eigenständig arbeiten und eher eine Erweiterung eurer Smartphones darstellen. Im Video werdet ihr sehen, dass auch das Design sich bei beiden Modellen unterscheidet, so hat Qualcomm die etwas schlankere Uhr, weil man den Akku auf der anderen Seite am Verschluss des Armbands untergebracht hat.

Größter und vielleicht entscheidender Unterschied zwischen den beiden Geräten ist das Display: Samsung setzt auf die Super AMOLED-Technologie, die uns absolut knallige Farben liefert, allerdings im Sonnenlicht deutlich zu kämpfen hat. Qualcomm hingegen setzt auf sein hauseigenes Mirasol-Display, am ehesten mit einem E-Ink-Panel vergleichbar. Das bedeutet, dass die Darstellung schlechter als bei der Konkurrenz aus Korea ist, aber dafür sehr energiesparend gearbeitet wird und ihr auch im hellen Sonnenlicht immer noch das Display ablesen könnt. Im Video zeigt euch Roland, dass ihr bei der Qualcomm-Uhr auch eine sehr innovative Möglichkeit findet, die verschiedenen Screens aufzurufen – ein Fingertipp auf eine bestimmte Stelle des Armbandes genügt.

Die Toq Smartwatch braucht noch ein wenig, bis sie auf den Markt kommt und wird zunächst einmal in den USA zu haben sein. Preislich liegt man da unterhalb der Region, in der die Galaxy Gear zu haben ist – 299 Euro werden fällig für die Smartwatch von Samsung und ihr könnt sie bereits in diesem Monat kaufen. Seht hier unseren Vergleich der beiden Smartwatches:

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  • M. Gast

    Endlich kommt die Smartwatches ins rollen …

  • Mario Hachemer

    Meines Erachtens ist die Galaxy Gear ein Spielzeug im vergleich zur Toq. Die Toq erfüllt mit ihren 5 Tagen Akkulaufzeit die echten Anforderungen einer Smartwatch, während mich die 1.9 Megapixel Kamera und das Lautsprecher Mikrophonpaket der Samsung Uhr an ein Mickey Maus Agenten-Gadget erinnern, lustig aber nicht wirklich sinnvoll. Da ist die Lösung über zusätzliche Bluetooth Ohrstecker deutlich praktikabler. 5 Tage Akkulaufzeit und ein Display das bei Sonnenlicht besser funktioniert als ohne, das ist für so ein Gerät die Mindestanforderung.

  • jrn

    Ui, mit der Toq hat Qualcomm definitiv den richtigen Weg bereitet. Daran sollten sich andere Hersteller orientieren – gefällt sehr gut!

  • Yavin

    Ich habe gelesen, dass die Samsung Smartwatch bisher nur mit bestimmten Telefonen kommuniziert. Wie sieht das bei der Toq aus?

    • testgift

      Jedes Android Gerät ab 4.0.3 soll mit der Uhr funktionieren zu Iphone WP oder BB steht noch nix fest

  • Dave

    Mich würde mal interessieren wie die ganzen Smartwatches mit WhatsApp funktionieren.
    Da wird zwar immer auf SMS eingegangen, aber WhatsApp wird mit keinem Wort erwähnt, obwohl das doch in der heutigen Zeit bei den meisten Menschen (gerade denen, die sich eine Smartwatch kaufen) häufiger genutzt wird, wie ich denke.

    • testgift

      Ja weil bisher ja hauptsächlich die System Apps unterstützt werden bei Samsung kannst du dir sicher sein das Whatsapp funktionieren sollte wenn nicht von Whatsapp selber dann von irgendeinem Programmierer bei Toq weiß ich nicht genau wie einfach das ist.

  • Wastl

    Erinnert sich noch jemand an die Origami PCs:
    Damals wurde ein riesen Wind um diese frühen Tablets gemacht: das war die Technik von Low-End-Notebooks inkl. nicht-Tablet-geeignetem Betriebssystem als 7″-Tablet. Trotz der ganzen Aufmerksamkeit die man damals bekommen hatte – und Samsung dachte wohl auch den richtigen Moment erwischt zu haben: gekauft hat die Dinger niemand. Der Erfolg kam dann erst, als die Industrie angefangen hat Smartphone-Technik hochzuskalieren (anstatt Notebook-Technik runterzuskalieren).

    Bei den Smartwatches jetzt ein ähnliches Spiel: Low-End-Smartphone-Technik wird in ein Uhrengehäuse gestopft: das Ergebnis (lt. ersten Reviews): schlechte Usability, eine Akkulaufzeit, die im Videomodus im Minutenbereich liegt und trotzdem ist die Leistung der CPU so schlecht bzw. der Ressourcenverbrauch der Software so hoch, dass alles ruckelt. Und der Mangel, dass man um die Urzeit abzulesen erstmal einen Knopf drücken muss, besteht wohl nach wie vor.

    Nein, Samsung hat nicht den richtigen Augenblick erwischt bzw. es zeigt sich, dass Innovation für Samsung bedeutet, in einfach alles an Technik reinzuquetschen in ein bestehendes Produktkonzept reinzuquetschen, was gerade so verfügbar ist – ohne auch nur irgendeinen Gedanken daran zu verschwenden, ob nicht doch eine Innovation auf Gesamtproduktebene notwendig wäre.

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