Intel will offenbar in Kürze einige neue Celeron-Prozessoren für sparsame Notebooks auf den Markt bringen, die einige Fragen aufwerfen, weil sie das Namensschema der Atom-Reihe übernehmen. Konkret handelt es sich um die folgenden Chips: Intel Celeron N2805, N2810 und N2910. Unter ihnen ist sogar ein vierkerniger Prozessor.

Intel Celeron N2910 Low-Power Quadcore-CPU aufgetaucht – “Ateron” als Nachfolger der Atom-Chips?

Wie PCInpact berichtet, liegt seit kurzem eine neue Preisliste von Intel für seine Prozessoren vor, die um einige neue Chips ergänzt wurde. Auf ihr tauchen auch die neuen Celeron-Varianten auf. Der Intel Celeron M N2805 bietet zwei Kerne ohne HyperThreading, die mit 1,46 Gigahertz takten und durch insgesamt 1 MB L2-Cache ergänzt werden. Der zweite neue Chip Intel Celeron M N2810 taktet mit 2 Gigahertz deutlich schneller, ist aber sonst gleich ausgestattet. Das auffälligste neue Modell ist der Intel Celeron M N2910, der über ganze vier Kerne verfügt. Diese arbeiten mit maximal 1,6 Gigahertz und hat zwei MB Cache an Bord. Auch hier gibt es kein HyperThreading. Intel fertigt die neuen Prozessoren allesamt mit 22 Nanometern Strukturbreite und es handelt sich um Ultra-Low-Voltage CPUs.

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Bisher ist noch vollkommen unklar, wie die neuen Celeron-CPUs einzuordnen sind. Es handelt sich um vergleichsweise teure Chips, denn alle drei Modelle kosten trotz der unterschiedlichen Leistung 132 Dollar bei Abnahme von 1000 Stück durch einen Gerätehersteller. Betrachtet man jedoch den Umstand, dass die in den aktuell günstigsten Notebooks mit Intel-CPU im ultramobilen Bereich CPUs wie der Intel Celeron 847 stecken, der mit 134 Dollar ebenfalls recht teuer ist, dann scheint klar zu werden, dass Intel mit den neuen N2805, N2810 und N2910 möglicherweise deren Ablösung plant. Auf diese Weise könnte Intel AMDs neuen “Temash” und “Kabini” Plattformen etwas entgegensetzen.

Gleichzeitig könnte mit den nun als Celeron-CPUs vertriebenen neuen Prozessoren der N-Serie (die eigentlich Teil der Atom-Marke war) der Abschied der Atom-CPUs aus dem PC-Bereich erfolgen. So will Intel möglicherweise künftig nur noch “Atom” draufschreiben, wenn es sich um einen Embedded-, Smartphone- oder Tablet-Prozessor handelt, während das PC-Segment nur noch mit Celeron und “höher” (also Pentium, Core) bedient wird. Vielleicht handelt es sich sogar um die ersten CPUs auf Basis der neuen “Silvermont”-Architektur, die für Low-Power-Prozessoren gedacht ist, aber eben nicht zwingend immer unter dem Namen “Atom” vermarktet werden muss.

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  • miweru

    Also einen Quadcore Silvermont würde ich gerne in meinem Tablet haben. Wie das Ding heißt ist mir völlig egal ;)

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