ARM hat gestern mit dem “Mali T658″ einen neuen Grafikprozessor vorgestellt, der eine noch höhere Leistung als der bisher leistungsfähigste Grafikteil aus der 400er-Serie von ARM bieten soll. Als der Chipentwickler die neue Grafikeinheit präsentierte, landete interessanterweise auch ein Slide auf dem Projektor, auf dem die Partner genannt werden, mit denen man rund um die eigenen GPUs zusammenarbeitet. Die Überraschung hierbei war, dass ausgerechnet der Konkurrent Intel als Partner unter den Halbleiterherstellern auftaucht.

Intel neuerdings ARM-Lizenznehmer – Für Grafiklösungen!

MaliEcosystemSlide Intel neuerdings ARM Lizenznehmer   Für Grafiklösungen!

Intel hat ja nun bekanntermaßen so seine Probleme, was gerade die im Ultra-Low-Power Bereich die Grafikleistung angeht. So hat man bei der jüngsten Generation der Intel Atom CPUs von Imagination Technologies mit PowerVR aus externer Quelle eine Grafiklösung lizensiert, statt diese selbst zu entwickeln. Möglicherweise will Intel nun also auch die Mali-GPUs von ARM einsetzen, wobei natürlich fraglich ist, bei welchen CPUs dies der Fall sein würde. Andererseits könnte Intel auch mehr oder weniger “zufällig” zu einem Partner von ARM geworden sein, denn im letzten Jahr hat man einen Teil des Chipentwicklers Infineon übernommen und so möglicherweise eine ARM-Lizenz miterworben.

Quelle: EETimes

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  • http://twitter.com/taschenpcs Taschen PCs

    Ich glaube bei Intel fängt man an zu bereuen ARM verkauft zu haben :D

    • Novocain

      Intel hat nie ARM besessen, wie konnten Sie die denn dann verkaufen ??? ->Sie hatten/haben ne Lizenz um ARM SOCs zu bauen…

      • Anonymous

        Ihr beide habt nicht alle Informationen und liegt beide nicht vollkommen richtig.

        ARM Holdings designed Befehlsatzarchitekturen zusammen mit passen Beispiel CPU Designs, und dazu passend andere Funktionseinheiten oder Grafikkerne “auf dem Papier” und lizensiert diese Designs an Unternehmen, welche diese als Vorlage für tatsächliche Produkte nutzen können.
        Die wenigsten ARM Lizenznehmer setzen jedoch stupide 1:1 Beispieldesigns in Silizium um, sondern entwickeln eigene Produkte mit teils eigenen Strukturen die schneller/effizienter sind, jedoch in Ein-/und Ausgabe 100% kompatibel mit dem Befehlssatz bleiben, eigenen GPUs, optimiert für bestimmte Einsatzzwecke, etc.

        Es ist richtig das Intel nie Besitzer von ARM Holdings war, jedoch hatte Intel durch aussergerichtliche Einigung mit DEC einst deren ARM Eigenentwicklung “StrongARM” übernommen, und selbst weiterentwickelt.
        Diese Weiterentwicklung nannte sich “XScale” und galt damals als eine der fortgeschrittensten und schnellsten ARM CPUs die man in mobilen Geräten wie den damaligen Windows Mobile Smartphones, BlackBerrys oder digitalen Video-/Audioplayern finden konnte.

        Intel hat jedoch Anfang 2006 die XScale PXA Prozessorfamilie komplett an Marvell abgetreten welche den meisten wahrscheinlich am ehesten als Macher von LAN/WLAN Hardware ein Begriff sein dürften.

        Taschen PCs mag also recht haben, dass Intel es bereut die einst besten tatsächlichen ARM-Chips an eine andere Firma verkauft zu haben, auch wenn sie nie Besitzer der Arm-Architektur waren. Und das lediglich 1 Jahr bevor das iPhone den “Smartphone für Jederman”-Markt erfunden hat.

        Hätte Intel an der XScale Entwicklung festgehalten und ihr auch nur einen Bruchteil des R&D Budgets der x86 Abteilung zukommen lassen anstatt sie zu verkaufen, dann wäre mit großer Wahrscheinlichkeit Intel heute der ARM König anstelle von nVidia und Samsung.

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