Intel steht nach anfänglichen Erfolg bei den Netbooks in Sachen Strategie am Scheideweg, während die Nachfrage für Tablets und günstige Notebooks mit größeren Bildschirmdiagonalen zunimmt, so Greg Welch, Director für Mobile Client Platforms bei Intel, gegenüber PCWorld. Seiner Auffassung nach wollen die Kunden nicht mehr die allergünstigsten PCs erwerben, aber sie erwarten eine ordentliche Leistung und bessere Ausstattung bei den etwas teureren Geräten. Netbooks hatten Welch zufolge vor allem wegen ihrer niedrigen Preise zunächst Erfolg, doch mittlerweile wollen die Kunden leistungsfähigere Notebooks erwerben.

Intel überdenkt Netbook-Strategie & gibt Fehler zu

intel atom d410 d510 4681 429x550 Intel überdenkt Netbook Strategie & gibt Fehler zu

Welch gestand unter anderem ein, dass die Netbook einige Kunden enttäuschten, wenn es um das Nutzungserlebnis geht. Die Entwicklung habe bei den Geräten vielleicht nicht mit der Innovation in anderen Bereichen mitgehalten, so der Intel-Manager. Mit den kommenden “Cedar Trail” Atom-CPUs und deren Nachfolgern will man dies nun wiedergutmachen. Dazu werden neue Funktionen integriert. Langfristig hofft man bei Intel, mit den Netbooks weiterhin eine Lücke zwischen den Ultrabooks und den reinen Tablets zu füllen. Der Netbook-Markt wird daher weiter bedient, auch um herauszufinden, was sich die Kunden wirklich wünschen.

Mit Blick auf den ARM-Markt sagte Welch weiter, dass derartige Chips zwar in Sachen Energieeffizienz noch die Nase vorn haben, doch noch bleibe Intels Atom in Sachen Leistung führend. Die Herausforderung für die ARM-Chips sei also, mit den x86-Chips bei der Performance gleichzuziehen. Gerade die Leistung ist aber eben auch bei den Netbooks ein Problem. Mancher Kunde habe zwar zunächst den Eindruck, die Geräte würden sich wie Notebooks anfühlen und auch so aussehen, doch nach dem Kauf werde oft festgestellt, dass die kleinen, günstigen Netbooks eher wie “mein Notebook vor fünf Jahren” wirken, so Intels Welch. Die Reaktionsfreudigkeit und Medienunterstützung war bisher nicht im erhofften Maße vorhanden, so seine Einschätzung.

Quelle: PCWorld

Newsletter abonnieren

RSS-Icon Immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere unseren RSS-Feed!
  • Anonymous

    “Die Reaktionsfreudigkeit und Medienunterstützung war bisher nicht im erhofften Maße vorhanden, so seine Einschätzung.”

    Kann ich bestätigen. Ich war vom EEEPC T101MT damals sehr angetan, aber die Aussicht kaum vorhandener Leistungssteigerung hat mich von einem Neukauf abgehalten. Insbesondere, dass nicht die volle native Auflösung von 22″-Monitoren unterstützt wurde. Inzwischen sind dann noch negative Erfahrungen mit VGA dazugekommen (flimmerndes Bild oder nicht-unterstützung von nativen 1680×1050 bei manchen Monitoren).

  • http://www.facebook.com/h.szepanski Henning Szepanski

    Also mein NC10 liegt mittlerweile irgendwo im Schrank… Fand die CPU immer Mist…

Trackbacks & Pingbacks