Der Brettspiel-Klassiker Monopoly, den es auch schon in diversen Varianten auf den iDevices gibt, geht in die nächste Runde. Ein schnelles Spiel, viel Glück und jede Menge Bling-Bling verspricht der Titel. Beim Rennen um die Million ist alles erlaubt, doch kann das Game auch einen Spieleabend überstehen?

iOS Game der Woche (KW 42): Monopoly Millionaire – Swag im Penthouse

Gameplay

Der erste Unterschied zum klassischen Monopoly fällt sofort auf. Anstatt pro Seite zehn Felder zu haben, sind es bei Monopoly Millionaire nur acht. Theoretisch kann man so das Spielfeld in drei Zügen umrunden, das macht sich auch während des Spiels bemerkbar. Statt Badstraße und Schlossallee heißt es hier Blenderstadt und Paradiesinsel. Schnöde Farben, um Straßenzüge zu markieren fehlen ebenfalls, alles glitzert und funkelt. Es gibt Ereignis- und Vermögensfelder. Diese wirken sich nicht immer positiv aus, können aber für schnellen Reichtum sorgen.

Ziel ist es, als erster Spieler eine Million anzuhäufen. Das Startkapital in Höhe von 372.000 Monopolygeld (das Geld hat keine Währungsbezeichnung?) muss geschickt eingesetzt werden, um reich zu werden. Die teuerste Straße kostet 200.000, insofern sind 372.000 nicht gerade viel. Auch das typische Häuser und Hotels bauen ist möglich, oftmals aber gar nicht nötig, da das Spiel bereits davor zu Ende ist. Wem das Zielkapital zu niedrig ist, kann die Summe, die nötig für einen Sieg ist, auch verdoppeln.

Gewürfelt wird mit zwei Würfeln, dreimal in Folge ein Pasch bedeutet ein Gratisaufenthalt im Knast. Hier kann man sich für 50.000 frei kaufen oder eine Gefängniskarte nutzen. Grundstücke können bei erstmaligem Betreten gekauft werden. Möchte man ein Grundstück nicht haben oder kann man es sich nicht leisten, wird es versteigert. Man kann immer selbst mitsteigern, das ein oder andere Schnäppchen ist also möglich. Besitzt man alle Grundstücke einer Farbe, kann man mit dem Bauen beginnen. Hier kommen einem die vielen Vermögensfelder zu Gute. Oftmals erhält man gratis Häuser, die man dann sofort einsetzen kann.

Monopoly Millionarie Spielbrett iOS Game der Woche (KW 42): Monopoly Millionaire – Swag im Penthouse

Alle Bezahlungen laufen automatisch ab. Eigentlich muss man nur würfeln und hoffen. Eventuell mal einen Kauf bestätigen oder, wenn es ganz hart kommt, seine Grundstücke beleihen. Landet man auf Los, erhält man den typischen Bonus. Monopoly Millionaire weist hier die Besonderheit auf, dass man seine Spielfigur aufwerten kann. Je höher die Spielfigur aufgewertet ist, desto einfacher werden die Würfelaufgaben auf den Ereignisfeldern, es kann aber auch teurer werden, wenn man bei einem Millionärsfeld etwas zahlen muss.

Auch Tauschgeschäfte sind möglich. So lassen sich Straßenzüge schneller vervollständigen. Man kann gegen andere Straßen oder Geld tauschen. Eine nette Zwangstauschkarte, die man leider nicht allzu oft erhält, zwingt den Mitspieler ein Tauschgeschäft zu akzeptieren. In diesem Fall ist es aber nicht möglich, Geld mit einzusetzen.

Spielt man gegen Computergegner, ist das Spiel sehr häufig schnell vorbei. Entweder man gewinnt mit wehenden Fahnen oder ist so schnell pleite, dass man sich fragt wie das passieren konnte. Längere Spielzeiten werden mit mehr Gegnern erzielt, noch länger wird es, wenn diese Gegner auch noch menschlich sind.

Dank der recht simplen Struktur des Spiels und den automatischen Abläufen, können auch jüngere Spieler ihren Spaß daran haben. Dies ist beim Original-Monopoly leider nicht immer der Fall, da man dort viel strategischer vorgehen muss. Außerdem gibt es ein sehr ausführliches Tutorial, das alle Vorgehensweisen erklärt. Dieses beendet sich nicht automatisch, man muss es in den Einstellungen deaktivieren.

Monopoly Millionarie Gewinner iOS Game der Woche (KW 42): Monopoly Millionaire – Swag im Penthouse

Grafik und Sound

Bling-Bling wurde eingangs schon erwähnt. Dies zieht sich durch das ganze Spiel. Alles wirkt edel, die Umgebung ist ein Penthouse am Strand. Das 3D-Spielbrett ist sauber gearbeitet, die Animationen der Spielfiguren sind ebenfalls gut. Es glitzert, blinkt und bewegt sich überall. Das kommt, zusammen mit dem On Screen Text aller Aktionen manchmal etwas unruhig daher. Die Hintergrundmusik ist nicht der Bringer, sie lässt sich zum Glück deaktivieren. Die Würfelgeräusche sind fast authentisch, die Geräusche der Spielfiguren und beim Bauen von Häusern eine nette Abwechslung. Das Spiel ist noch nicht für das Display des iPhone 5 angepasst, auf dem iPad gibt es aber nichts zu beklagen.

Bedienung

Es wird viel getoucht bei Monopoly Millionaire. Die Steuerung ist dabei sehr genau und es gibt keinerlei Probleme bei der Bedienung. Auf dem iPad sowieso nicht, auf dem iPhone aber auch nicht. In den Optionen kann man die Lautstärke für Musik und Effekte getrennt voneinander anpassen. Die Animationen können deaktiviert werden, ebenso schaltet man hier das Tutorial ein oder aus. Nettes Gimmick sind die einstellbaren Würfelfarben. Neben ein paar klassischen Farben, können diese auch auf Regenbogen gestellt werden. Einhörner gibt es im gesamten Spiel aber nicht.

Fazit

Monopoly Millionaire ist eine willkommene Abwechslung zum klassischen Monopoly. Das schnelle Spielende lädt zu kurzen Partien zwischendurch ein, egal ob gegen einen Computergegner oder in geselliger Runde. Die automatischen Abläufe sorgen für ein zügiges Vorankommen und machen Rechnen und Denken nahezu überflüssig. Einen ganzen Abend wird man mit dem Spiel wohl nicht verbringen, langweilig ist das Spiel aber nicht. Als Familienspiel ist es bestens geeignet, da auch kleinere Spieler schnell damit zurecht kommen. Leider wird das Spiel nicht als Universal-App angeboten. Erfreulich ist hingegen, dass es keinerlei In-App-Käufe gibt.

Monopoly Millionaire kann getrennt für iPhone / iPod Touch (€ 2,39) oder das iPad (€3,99) im App Store geladen werden. Ein sehr günstiger Preis, wenn man es mit einem echten Brettspiel vergleicht.

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