Bubble Shooter haben bei Videospielen eine lange Tradition. In unzähligen Varianten, mit ähnlichen Namen, es gibt wohl kaum jemanden, der noch nie mit einem davon in Berührung gekommen ist. Mein Favorit war seinerzeit Bust-A-Move auf der PlayStation, das ist nun fast zwei Jahrzehnte her. Facebook hat die Welt der Casual Games revolutioniert und so langsam wagen sich die Entwickler auch daran, erfolgreiche Spiele auf die iDevices zu portieren. Bubble Witch Saga zählt zu den zehn erfolgreichsten Spielen auf Facebook und schickt sich an, diesen Erfolg auf der iOS-Plattform fortzusetzen. Eine Verbindung zu Facebook ist allerdings nicht Pflicht.
Gameplay und Story
Willkommen im Land der Hexen, dass Du so schnell nicht wieder verlassen wirst. Eine Story ist in diesem Spiel kaum vorhanden. Drei Hexen tummeln sich um einen Kessel und bilden somit den Hintergrund für die Level. Es geht darum, die Blasen zu entfernen. Diese hängen in Gebilden von der Decke. Nach der Einführung, die die Steuerung und die ersten Extras erklärt, arbeitet man sich durch verschiedene Gebiete. Jedes Gebiet wartet dabei mit einer neuen Schwierigkeit auf. Blasen, die nicht entfernt werden können, Bomben, die innerhalb einer bestimmten Anzahl von Zügen entfernt werden müssen, Ketten die gesprengt werden müssen. Natürlich können diese Unwegsamkeiten auch geballt vorhanden sein.
Wie es sich in solchen Spielen etabliert hat, gilt es auch hier, möglichst drei Sterne zu erreichen. Die Sterne sind wichtig, um die Extras freizuschalten. Die Extras sind Helferlein wie extra Deckenlöcher, extra Goldspinnen, mehr Blasen oder eine Universalblase. Die Helfer sind zahlreich vorhanden, bewirken die verschiedensten Dinge und können mit erspieltem Geld gekauft werden. Das Spielgeld erhält man wesentlich leichter, wenn man das Spiel mit Facebook verbindet und sich diverse Boni von Freunden schicken lässt. Man kann es aber auch per In-App-Kauf erwerben.
Um ein Level abzuschließen, muss man in der obersten Reihe des Blasengebildes neun Blasen entfernen. Alles was dann noch im Spiel war, fällt in kleinere Hexenkessel und sorgt für extra Punkte. Zwischendrin befinden sich noch Spinnen, die als Multiplikator dienen. Ein Stern ist Pflicht, eine nicht immer einfach lösbare Aufgabe. Erwischt man Todesblasen oder schafft es nicht eine Bombe rechtzeitig zu lösen, ist das Level sofort beendet und man verliert ein Leben.
Der Spieler hat je nach Fortschritt im Spiel bis zu acht Leben. Schafft man ein Level wird keines abgezogen, nur wenn man es nicht schafft. Alle 30 Minuten bekommt man wieder ein Leben dazu, es ist also halb so tragisch, wenn man einmal nicht weiter kommt. Alternativ kann man sich, wenn man das Spiel mit Facebook verbindet, von Freunden mit neuen Leben versorgen lassen.
Während man bei aktiver Facebook-Verbindung neue Abschnitte von Freunden freischalten lassen muss, ist dies bei der iOS-Version ohne Verbindung nicht der Fall. Das scheint aber auch der einzige Vorteil zu sein, den man ohne Facebook hat. Zusätzlich gibt es auch noch Game Center-Achievements. Warum man hier nicht auch die Highscore Liste realisiert, ist mir schleierhaft. So werden irgendwelche fiktiven Highscores herangezogen, die man schlagen kann.
Die momentan 165 Level der iOS-Version werden mit der Zeit sehr schwer und sind ohne Hilfsmittel kaum zu schaffen. Wie sich das auf erzwungene In-App-Käufe für ein Weiterkommen auswirkt, kann ich nicht beurteilen, die Probleme hat man mit Facebook-Verknüpfung eigentlich kaum. Die Entwickler versprechen jede Woche neue Level, dieses Versprechen wird aber nicht immer eingehalten. Wahr ist, dass das Spiel seit geraumer Zeit mit frischen Leveln in unregelmäßigen Abständen versorgt wird. Der Umfang, der momentan geboten wird, übersteigt ähnliche Spiele aber schon, insofern ist das zu verschmerzen.
Grafik und Sound
Die Grafik ist schick gemacht und entspricht dem, was man von einem Bubble Shooter erwartet. Animationen des Hintergrunds, flüssige Spielabläufe, nichts Spektakuläres, aber auch nicht so, dass man wegrennen möchte. Es ist alles relativ übersichtlich, spezielle Blasen lassen sich auch auf dem kleinen iPhone Screen noch gut unterscheiden. Der Sound ist hexentypisch und passt zur gegebenen Szenerie. Mit der Zeit kann er einem durchaus auf die Nerven gehen, dafür lassen sich Musik und Soundeffekte getrennt voneinander deaktivieren.
Steuerung
Die Steuerung ist gut an den Touchscreen angepasst. Egal ob auf dem iPad oder dem iPhone, ein präzises abschießen der Blasen ist jederzeit möglich. Per Swipe wird gezielt, ein Tap schießt die Blase ab. Per Tap auf den großen Hexenkessel lassen sich die zwei letzten Blasen tauschen. Mehr gibt es während des Spiels nicht zu beachten. Auf der Kartenübersicht bewegt man sich wie gewohnt per Swipe und Tap zwischen den Leveln hin und her.
Fazit
Bubble Witch Saga ist ein klassischer Bubble Shooter. Es macht zwischendurch immer wieder Spaß. Der mit steigenden Leveln höhere Schwierigkeitsgrad bietet auch für geübte Spieler eine Herausforderung. Dass das Spiel auch ohne Verbindung zu Facebook funktioniert, ist für viele sicherlich ein Plus. Die Vorteile, die man durch die Verbindung hat, überwiegen aber. Die vielen Extras, die man einsetzen kann, werten das Spiel noch einmal auf. Ebenso wie der große Umfang und die kontinuierliche Erweiterung mit neuen Leveln. Ob einem das Hexenthema zusagt oder nicht, ist bei diesem Game eher zweitrangig. Man konzentriert sich sowieso nur auf die Blasen. Das Spiel ist kostenlos als Universal-App verfügbar, kann aber über In-App-Käufe vereinfacht werden. Für Gelegenheitsspieler mit Hang zu Retro Games kann man hier uneingeschränkt eine Empfehlung aussprechen.
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