Der US-Chiphersteller Qualcomm arbeitet seit geraumer Zeit an einer eigenen Technologie namens Mirasol für stromsparende Displays, die in der Sonne ablesbar sind und dennoch eine gute Farbwiedergabe bieten sollen. Dabei gab es jedoch einige Verzögerungen, so dass die Displays bisher nicht die gewünschte Farbstärke bieten können und zudem noch ein ganzes Stück von der Verfügbarkeit im Massenmarkt entfernt sind. Anlässlich der Uplinq 2011 Konferenz hat Qualcomm-Chef Paul Jacobs nun ein Update zu Mirasol gegeben und sich trotz aller Hürden zuversichtlich gezeigt.
Jacobs zufolge war ursprünglich geplant, zusammen mit einem Gerätehersteller einen E-Reader mit Mirasol-Display auf den Markt zu bringen. Daraus wurde jedoch nichts, da dem Qualcomm-Chef das Konzept des geplanten Produkts unter Verwendung der aktuellen Displays mit Mirasol-Technologie nicht zusagte. In Taiwan läuft jedoch derzeit die Produktion der entsprechenden Displays in kleinem Maßstab. Außerdem wird die Fabrik inzwischen weiter ausgebaut, doch dabei gab es einige Verzögerungen. Wegen des Erdbebens in Japan seien die benötigten Fertigungsanlagen nicht im Rahmen des ursprünglichen Zeitplans geliefert worden. Jacobs hofft nun, dass die Produktionsstätte innerhalb der nächsten sechs bis acht Monate einsatzbereit ist.
Auch dann wird es aber wohl noch dauern, bis die Fertigung der Mirasol-Displays im großen Maßstab anläuft, denn zunächst müssten die Produktionsprozesse für ein größeres Volumen angepasst werden. Das dadurch entstehende Vakuum will Qualcomm nutzen, um weitere Verbesserungen an Mirasol vorzunehmen. Nach Angaben des Firmenchefs versucht man, die richtige Balance zwischen einer guten Farbdarstellung und maximaler Sparsamkeit bei der Leistungsaufnahme zu finden. Dafür habe man ja leider noch genug Zeit, weil die Fabrik noch nicht fertig ist.
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