Bisher sind die mir bekannten Smartwatches allesamt in eher futuristischen Designs erhältlich, die wohl eher nicht dem Geschmack von Geschäftsleuten entsprechen, oder bei offiziellen Anlässen getragen werden könnten, bei denen ein Dress-Code gilt. Mancher will sich auch vielleicht einfach keine Uhr ans Armgelenk hängen, die aussieht, als wäre sie von Playmobil (wenn ich das jetzt mal so drastisch ausdrücken darf). Die kalifornische Start-Up-Firma Vachen will dies nun mit aufwändig designten Smartwatches ändern.

Vachen Android-Smartwatch mit Wechselgehäuse – Edel, Techie oder Bling Bling?

Die Vachen Smartwatch basiert auf einer 1 Gigahertz schnellen CPU, zu der die Entwickler leider auf Kickstarter keine Angaben machen. Außerdem sind WLAN und Low-Power-Bluetooth integriert. Als Betriebssystem läuft eine Variante von Google Android 2.3.x “Gingerbread”, wobei natürlich auf eine baldige Aktualisierung zu hoffen ist. Das Display misst 1,54 Zoll und löst mit 240×240 Pixeln auf. Es kann 65.000 Farben und bietet eine Touch-Oberfläche. Mit im Gehäuse des Smartwatch-Moduls steckt ein 700mAh-Akku zusammen mit einem Vibrationsmotor. Durch eine Funktion, die die Hintergrundbeleuchtung nur dann einschaltet, wenn es wirklich notig ist, soll die Akkulaufzeit verlängert werden. Im Schlafmodus hält die Uhr so bis zu 120 Stunden durch, bevor sie per USB geladen werden muss. Langfristig wollen die Entwickler auch ein NFC-Modul integrieren.

Durch die Verwendung von Android kann die Vachen Smartwatch eigenständig oder in Verbindung mit einem Smartphone betrieben werden. Ist sie mit einem Smartphone verbunden, wird der Besitzer über eingehende Anrufe, SMS und E-Mails informiert. Auch ein Abgleich mit dem Google Kalender ist möglich. Hinzu kommt die Option, mit dem Gerät einen Smart-TV oder ein Smartphone zu steuern. Darüber hinaus gibt es einige andere Software-Features, zu denen zu allererst natürlich eine Kollektion von austauschbaren Uhren gehört. Die Vachen Smartwatch kann außerdem Notrufe absetzen oder informieren, wenn das verbundene Smartphone sich zu weit von der Uhr selbst entfernt.

vachen smartwatch 13 Vachen Android Smartwatch mit Wechselgehäuse   Edel, Techie oder Bling Bling?

vachen smartwatch 12 Vachen Android Smartwatch mit Wechselgehäuse   Edel, Techie oder Bling Bling?

Praktischerweise ist der “smarte” Teil der Vachen Smartwatch vom Gehäuse getrennt. Die Technik steckt in einem eigenständigen Modul, so dass man verschiedene Uhr-Gehäuse verwenden kann. Der Kunde kann also auf Wunsch später weitere Designs nachkaufen und der Hersteller kann sich langfristig auch von dem für manche Kunden vielleicht nicht unbedingt ansprechenden Edel-Look entfernen. Für die Damen gibt es Cases mit Svarovski-Kristallen und rosa Armband und für die Herren entweder Cases im Retro-Stil, oder eben im futuristischen Alu-Look. Insgesamt ist die Uhr mit 13 Millimetern Bauhöhe nicht unbedingt dünn, aber dies soll sich laut Vachen mit der weiteren Entwicklung noch ändern. Alle 45 Tage will man zudem jeweils ein neues Case anbieten, so dass die Kunden ständig eine “neue” Uhr erhalten können.

Die ersten Vachen Smartwatches für den Massenmarkt sollen im August vom Band laufen, wenn die Entwickler ihr Ziel, bis zum Ende des Monats 100.000 Dollar von Kickstarter-Spendern zu erhalten, erreichen. Bisher sieht es ganz gut aus, denn knapp 50.000 Dollar sind bereits zusammengekommen. Das günstigste Paket, das die die Vachen Smartwatch im Alugehäuse für Männer zusammen mit zwei Armbändern und einer Ladestation enthält, geht an Spender, die mindestens 169 Dollar geben.

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  • http://twitter.com/weltraumpirat Claus not Han Solo

    Was mich am meisten bei allen bisher gezeigten Designs fasziniert, ist der Irrglaube der Hersteller, dass man sich so einen schrecklichen Klotz um das Handgelenk binden möchte.
    Da kann man nur hoffen, dass eventuell Apple aus den bisherigen Designs was lernt und etwas flaches präsentiert (also, falls die eine Smartwatch bauen sollten).

    • Wastl

      Zumindest von den Abmessungen her gibt es eine Reihe an Uhrenherstellern, die mit diesem Irrglauben gutes, Geld verdienen.

      Trotzdem habe ich nach wie vor so meine Zweifel, ob diese Smartwatches so wirklich gebrauchstauglich sind … da helfen auch ein pseudoschweizer Name, eine stilisierte Breitlinge-Schwinge als Logo und abgekupferte Designs (Bild 15) nichts.

  • Simon

    “wobei natürlich auf eine baldige Aktualisierung zu hoffen ist.” – sorry aber ich glaube das ist ein ziemlicher Fehlschuss. Aktualisierung != Verbesserung

    Vom normalen Android sieht man hier sowieso wenig bis gar nichts, zudem braucht Gingerbread weit weniger Performance als ICS oder JB. Zeit und Geld auf eine unsinnige Aktualisierung zu verplempern ist für dieses Firma und dich als User sowieso doch erstmal nebensächlich, weil man davon nachher wenig sieht, wichtig sind die Features (die Sicherheitsfixes neuerer Version kann man ja zum Teil migrieren, für eine Smartwatch ist das jedoch auch nicht ganz so wichtig)

    Aber hauptsache mal “Ich will” geschrien ! Bitte nochmal überdenken!

    • http://twitter.com/ChattsInfos Chatt

      Sehr guter Kommentar!

    • http://twitter.com/mindbreak Tom

      Ja stimmt da muss ich dir aber mal recht geben. So Ankündigungen wie “das kommt mal in Zukunft” hört man nicht gerne. Ist ja auch ähnlich wie bei der Pebble Smartwatch.

      Vor einem Jahr haben sie offiziell bekannt gegeben, “Hey RunKeeper” ist unser offizieller Partner. Und dann war ein Jahr lang nix. Und jetzt erst seit gestern hat RunKeeper eine Pebble Integration ;(

      Lg

  • http://twitter.com/mindbreak Tom

    Ja mal sehen, was das Ding kann.

    Was ich mich wundere, warum hier “Won Rhee” (Initiator) euch noch kein Kommentar hinterlassen hat. Irgendwie schreibt der grad massig Kommentare bei allem was mit Smartwatches zu tun hat:
    http://www.smartwatch-infos.de/wer-arbeitet-alles-an-einer-smartwatch/#comments

    Lg

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