Das Leistungsschutzrecht soll nach der Meinung der Mehrheit der deutschen Verleger Einzug halten und das wuerde vor allen Dingen bedeuten, dass Google in Zukunft fuer die Indexierung und Darstellung von Artikel-Ausschnitten zahlen soll. Mountain View begegnete dieser Entwicklung erst am gestrigen Dienstag mit einer Kampagne fuer ein freies Internet. Das Echo unserer Publisher liess nicht lange auf sich warten.

Kommentar: Leistungsschutzrecht oder der Offenbarungseid der deutschen Verleger

Immer wieder einmal hauen Grossteile der deutschen Mainstreammedien abstruse Vorstellungen in die Oeffentlichkeit, die mich wieder zurueck in den Schuetzengraben des Blogger vs Holzmedien-Schlachtfelds ziehen. Eigentlich sollte man vermuten, dass die Entwicklung der letzten 15 Jahre fuer ein wenig gesunden Menschenverstand bei den Verlagsoberen gesorgt haette aber nein, die Informations-Monopolisten, die ueber Jahrzehnte dominierende Content-Mafia hat nichts, aber auch gar nichts dazu gelernt.

Im Jahre 2012 hetzen der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) gegen ein freies Internet und verlangen in ihrer voellig der Realitaet entloesten Grosskotzigkeit doch tatsaechlich, dass Google in Zukunft fuer die Indexierung ihrer Seiten und der darauf folgenden Darstellung dieser Suchergebnisse (ueber die inhaltliche Komplexitaet dieser 140 Zeichen Snippets kann sich jeder im Suchergebnis ueberzeugen lassen) zahlen soll.

Die Medien, die den Grossteil ihres Traffics kostenlos ueber Google beziehen (und damit auch ueberhaupt erst einmal die Moeglichkeit bekommen, ihre Inhalte zu monetarisieren) verlangen also von einem Multiplikator und Marketingtool, dass dieses sie gefaelligst dafuer bezahlt, weil man sich erdreistet kostenlos fuer sie Werbung zu machen.

Richtig spannend wird es aber erst, wenn man sich die Reaktion der Verleger und Politik auf Googles Kampagne anschaut:

Es sei ein Unding, dass der Suchmaschinenkonzern seine marktbeherrschende Stellung einseitig für die eigenen Ziele nutze

Da wird von einer “historisch beispiellosen politische Kampagne” und “uebler Propaganda” gefaselt.

Marktbeherrschende Stellung? Propaganda? Politische Kampagne?

Moment… Kann es sein, dass ich genau diese Floskeln immer wieder mit den deutschen Zeitungen in Verbindung gebracht habe? Sind es nicht diese Heuchler in den Chefetagen der Totholzmedien, die seit der Erfindung des Buchdrucks das Monopols des Publizierens verteidigten? Sind es nicht diese Medien, die ihre politischen Kampagnen vor jeder Land- und Bundestagswahl dreist und frech in die Oeffentlichkeit posaunen und sind es nicht genau diese Medien, die sich so gerne unabhaengig nennen, aber das Faehnchen immer wieder gerne in den Wind haengen.

Eine minimale Aenderung in der robots.txt Datei wuerde ausreichen und die Onlineangebote dieser Trafficvampire wuerden nicht mehr indexiert. Der Google-Traffic wuerde innerhalb kuerzester Zeit gen Null gehen und ich garantiere, dass innerhalb der ersten 6 Monate der “Entgooglefizierung” der deutschen Medienlandschaft, mehr als 90% dieser Angebote sich ins digitale Nirvana verabschieden.

Liebe deutsche Verleger, bitte tut mir den Gefallen und zieht endlich den Stecker raus. Verabschiedet euch aus dem Google Index und zeigt der Welt da draussen, welch nachhaltigen Businessplan ihr in euren Glaspalaesten des Qualitaetsjournalismus ausgeheckt habt.

Es koennte doch alles so einfach sein, stattdessen schwingt ihr euch noch einmal als greiser Don Quichotte auf den klapprigen Esel der Druckindustrie und blast ein letztes Mal zum Sturm auf die global vernetzten, digitalen Muehlen. Wohlwissend, dass diese euch zerhexeln werden.

Was ein Wahnsinn!

 

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  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100000081267308 Martin Geuß

    Ich bin in der Sache natürlich Deiner Meinung. Aber genau deshalb bin ich auch der Auffassung, dass man jetzt genau das tun sollte, was die Printmedien wollen. Lasst sie die Gesetze selber ausarbeiten, damit auch ja keine Forderung unberücksichtigt bleibt. Sollen sie ihre Inhalte doch so vor der Öffentlichkeit verstecken dürfen, dass niemand mehr kostenlos ran kommt.
    Und dann warten wir einfach ab, was sie in spätestens zwei Jahren zu zahlen bereit sind, um den alten Zustand wieder zurück zu erlangen. Der Mensch lernt nur durch Schmerz, also lasst sie ruhig ungebremst gegen die Wand rennen und versucht sie nicht weiter mit Argumenten zu verwirren ;-)

    • Markus

      Genau so sehe ich das auch. Auch wenn es dann in den ersten Monaten auf der Google-News-Seite leider etwas leer werden würde. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass sich das recht schnell wieder ändern würde und diese Diskussionen würden endlich durch moderne Geschäftsmodelle abgelöst. Und vielleicht würde ja sogar die Medienindustrie was davon lernen!? Okay, sorry! Aber träumen wird man ja wohl noch dürfen ;-)

      Aber eine Frage habe ich noch. Wollen die Verleger dann eigentlich auch jedem Laden in dem Zeitschrifen oder Zeitungen frei zugänglich rumliegen Gebühren abnehmen? Immerhin sind die ja so dreist und geben jedem Menschen die Möglichkeit auf das Titelblatt zu gucken – und das OHNE zu bezahlen!!!

  • http://benjaminwagener.de/ Benjamin Wagener

    Sehr schön auf den Punkt gebracht, Danke!

  • Murdo09

    Vielleicht sollte Google mal einen Probelauf machen. Einfach mal wahllos ein paar der großen Kämpfer für das LSR rausspicken und für 1 Monat aus dem Index nehmen. Mal sehen ob sie die abfallenden Userzahlen/Werbeeinnahmen auf Dauer verkraften können.

    Was nützt einem ein Internet, mit all seinen Informationen, ohne die Möglichkeit diese zu finden..

  • http://www.androidmag.de/ Raphael Schön

    Angeblich soll es ja auch “Totholzmedien” geben, die sich für die Pläne des Pensionistenvereins BDZV null interessieren. Dass Google erst eine Monetarisierung von vielen Online-Angeboten erlaubt, ist sicherlich eine Sichtweise, die man genau so gut als extremes Abhängigkeitsverhältnis zu einem der wenigen großen Internetkonzerne deuten kann. Ich halte die Pläne in Bezug auf das Leistungsschutzrecht natürlich für Blödsinn, aber dieses ewige gebashe zwischen “Bloggern” und “Journalisten” fängt langsam aber sicher zu nerven an. Wir sitzen alle im gleichen Boot, die einen verkaufen Online-Angebote und leben von Klicks, die anderen (ja, man glaubt es kaum) tatsächlich noch erfolgreich Zeitschriften, bzw. PDFs und ePapers. Langfristig wird sich Qualität durchsetzen, egal in welchem Medium …

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      Sorry, dass Gebashe geht mir ebenso auf die Nerven und das habe ich erst gestern wieder in meiner Session auf dem Conventioncamp ausfuehrlichst dargestellt (zuvor auch auf der re:publica, dann auf der Campus Party und mehrfach in den Kommentaren).

      Aber Ehre wem Ehre gebuehrt und ein gerader und ehrlicher Bash ist mit alle male lieber als hinterhaeltige Heuchlerei

      • http://www.androidmag.de/ Raphael Schön

        Mir ist ein offener und fundierter Rant wie dieser auch lieber, als die ständig mitschwingende Überheblichkeit vieler anderer, mit der alle Printmedien in einen Top geworfen werden. Manche Journalisten und Herausgeber haben es sicherlich wirklich verdient gebasht zu werden, ich wollte aber klarstellen, dass es darunter auch welche gibt die nicht in den 80ern stecken geblieben sind. ;)

  • http://twitter.com/ArsTwo Two

    Ich würde mich ja wegschmeißen, wenn die Medienvertreter das ganze dann doch durchgeboxt bekommen. Kurze Überlegung was Google machen wird? Ganz klar einfach die Leute aus dem Index schmeißen. Google kanns sich finanziell locker leisten, und nach ein paar Monaten kommen die Herren mit Sicherheit angekrochen weil irgendwie ihre Umsätze dramatisch eingebrochen sind.

    Wenn die Zeitungen überleben wollen, dann bleibt ihnen nur eins: deutlich besser Qualität liefern, als der Kunde in generischen Internet-Blogs vorfindet. Was machen die Medien aktuell? Von den Blogs ungeprüft und unreflektiert abschreiben. Warum soll ich als Leser dann Geld für einen Satz Papier ausgeben, auf dem das selbe steht wie das, was ich gestern schon in einem Blog gelesen habe?

    • http://www.androidmag.de/ Raphael Schön

      Zeitungen lassen sich den Großteil ihrer Artikel von Agenturen wie APA oder Reuters schreiben, inwiefern qualitativ hochwertige Zeitschriften wie brand eins, Business Punk oder Geo Epoche (fallen mir spontan ein) von Bloggern abschreiben, musst du mir erklären. Es sieht eher so aus, dass 99% der Blogs von 1% der Blogs abschreiben.

      • http://twitter.com/ArsTwo Two

        Das hochwertige Zeitungen nicht von Bloggern (respektive APA/Reuters) blind abschreiben war ja genau meine Aussage, darum werden diese auch mit Sicherheit so bald nicht aussterben. Warum aber soll ich das Bummelsheimer Käseblatt lesen, in dem genau das drin steht (teilweise mit Rechtschreibfehler übernommen), was ich am Tag zuvor im Internet gelesen habe? Und jetzt pochen die sogar noch darauf, dass gezahlt werden muss wegen ihren ach so wertvollen Beiträgen.

  • Dominik

    Danke.

  • Andreas Gottbehüt

    Braucht man nicht mehr dazu sagen, Danke

  • Christian Eckhardt

    Schön zusammenfasst Sascha, ich bin auch der Ansicht das man diese Bagagge doch einfach mal mit dem blanken Gesicht und mit vollem Schwung gegen die Betonmauer rennen lassen sollte. Momentan scheint ja der finanzielle Druck so dermaßen hoch zu sein das versucht wird alles auszupressen wie es nur geht. Erinnert mich an die Musik- und Filmindustrie die es jahrelang versäumt hat auf ansprechende Onlineangebote umzustellen und nun versuchen ihr verlorenes Geld irgendwie wieder reinzubekommen… selbst die Urheberrechtsjuristen sprechen sich gemeinschaftlich gegen diesen “Wisch” aus und das mag schon was heißen.
    Dazu empfehle ich mal fefes Blogpost mit der pdf Datei der Juristen. Ganz großes Kino.
    http://blog.fefe.de/?ts=ae4bc129
    Ich frage mich wer eigentlich bei den Verlagen sitzt und sowas prüft, bzw. sowas vorschlägt…

  • http://www.facebook.com/mo.yeeruck Mo Yeeruck

    Bezogen auf den Streit mit den Suchmaschinenanbietern lässt sich die Debatte ganz einfach zusammenfassen: verkehrte Welt.

    Herausgeber von Branchenverzeichnissen, wie z.B. den gelben Seiten, lassen sich vom Handwerker bezahlen, dass dieser im Verzeichnis auftaucht. Der Handwerker tut dies, wird im Verzeichnis von potentiellen Kunden gefunden, generiert darüber Aufträge und Umsatz. Das Prinzip ist einfach und ließe sich theoretisch auch auf Google und die Verlage 1:1 anwenden.
    Mit einer nicht nachvollziehbaren Begründung versuchen die Verlage dieses Prinzip nun umzukehren und scheinen sich der (sicheren) Folgen offenbar wirklich nicht bewusst zu sein. Wäre es nicht so traurig, man müsste drüber lachen.

    Anders sieht es beim Leistungsschutzrecht aber meiner Meinung nach aus, wenn man sich diverse Newsportale im Netz anschaut, die Zeitungsartikel, Artikel aus Onlinemedien oder auch Fernsehinterviews einfach 1:1 kopieren und selbst veröffentlichen. Hier wird nämlich im Gegensatz zu den Suchmaschinen nicht auf die Quelle verlinkt und der User dorthin geleitet, sondern der komplette Content auf den eigenen Seiten veröffentlicht und natürlich auch entsprechend monetarisiert. Das ist eine (gängige) Praxis, die die Verlage zu Recht kritisieren.

  • Ralf Pirle

    Das Lustige ist ja die Schizophrenie der Verleger, die auf der einen Seite den Traffic von Google wollen, der von den News kommt, auf der anderen Seite aber Geld dafür, dass Google mit den News Werbung für sie macht.

  • http://thenode.de/ TheNode

    Ich bin mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist die Verlage so sehr als angeschossenes Reh zu betrachten, das sich zudem sein eigene Grab schaufelt. Wenn am Donnerstag (oder Freitagmorgen) das LSR tatsächlich durchgewunken wird, dann zeigt das, wie sehr die die Politik an den Eiern haben (die Politiker haben nämlich Angst abgesägt zu werden, wie unsere ehemaliger Bundespräsident). Und dann halte ich es auch nicht mehr für so abwegig, dass man Google die Daumenschrauben anlegt (sie müssen die Inhalte indexieren UND dafür bezahlen). Als Hebel wird dann dazu die Ausnutzung der marktbeherrschenden Position angeführt, die in diversen Repliken zur Google-Kampagne auch jetzt schon benannt wird. Sollte das alles so kommen, dann wird man in drei bis fünf Jahren anfangen schwere Geschütze gegen Blogger aufzufahren und diese vermehrt mit Abmahnungen zu vermeintlichen Verstößen gegen das LSR einzudecken.

    Die Rolle und auch die Gefahr für Blogs fehlt mir in deinem ansonsten natürlich treffenden Artikel etwas. Tatsache ist, dass es gerade im Tech-Bereich bei den Verlagen wirklich düster aussieht. Da wird aus Blogs wie MobileGeeks abgeschrieben was das Zeugs hält, weil die meisten Zeitungen schlicht über keine eigene Tech-Redaktion verfügen. Die ganzen Germanisten und Politologen in den Redaktionen sind wirklich gut, was Berichterstattung zu Politik, Kultur und Gesellschaft angeht. Vieles andere wird heute aber durch entsprechende Blogs abgedeckt. Für diese Inhalte zu bezahlen, darauf würden die Verlage aber nie kommen.

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  • Stephan

    Ich habe mich bei der MdB meines Kreises (CDU) informieren wollen, dabei habe ich extra betont das ich wissen möchte warum es den Bürger dabei einschränkt und warum gerade die Blogs/Internetseiten und Suchmaschinen betroffen sind.
    Geantwortet hat sie mir in einer dermaßen hohen Sprache das ich als Abiturient es nur sehr schwer verstehen konnte. Sie meint das journalistische Arbeit geschützt werden müssen, ist doch auch richtig. Doch das die Verlage bitte bezahlt werden müssen, warum sie das dann frei dort rein stellen weiß ich nicht. Also insgesamt eher eine ernüchternde Antwort.

  • H2G

    Die Printmedien schießen gegen Google und Co. Find ich gut, find ich sogar sehr gut.

    Grund 1:
    Ja Ja, alle wollen freies Internet aber um Himmels Willen wenn jemand ungefragt meine Inhalte nutzt. Noch schlimmer, jemand nutzt ungefragt meine Inhalte und verdient damit auch noch Geld.

    Erinnern wir uns kurz daran was Google und Co machen.
    Man durchforstet jede Ecke des Internets, speichert diese, stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung, selbst dann wenn der ursprüngliche Inhalt nicht mehr verfügbar ist.
    Damit macht man massig Kohle.

    Nun stellen wir uns den Sascha in der Buchhandlung vor, der scannt da eine Zeitschrift nach der anderen, veröffentlicht diese und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung, über Ads oder was auch immer, verdient er nun damit sein Geld.
    Was macht man wohl mit Sascha wenn das auffliegt?

    Lassen wir erstmal den Nutzen außer acht, bis hierhin sind beide Beispiele nicht rechtens und nur weil Sascha kein Hausverbot in der Buchhandlung bekommt, wird die Sache nicht legal wenn er es dann weiter macht.

    Jeder hat das Recht auf die Wahrung seiner Rechte zu pochen und nichts anderes machen die Printmedien. Ob sie nun dabei taktisch schlau vorgehen, steht auf einem anderen Blatt. Wir sollten froh darüber sein, weil das Internet darf nicht so frei bleiben, dass große Namen auf deine Rechte scheißen dürfen.
    Warum darf Google machen was sie wollen? Weil wir es dulden, weil Google ein Teil des Internets ist. Jeder andere müsste sich dafür, mit Recht, verantworten.

    Kommen wir aber zum 2. Grund.
    Die Printmedien schießen sich damit selbst ins Knie, dass dürfte jedem bewusst sein. Aber hab ich daraus einen Nachteil?
    Man stelle sich vor, die Printmedien fliegen tatsächlich aus dem Google Index und man würde nur noch Online Medien finden. Ich könnte dann zum Kiosk laufen und mir die Connect holen, oder ich google, lande beim Palle auf der Seite und bekomme fundierte Informationen zum gesuchten Thema.

    Ich glaub ich muss nicht sagen, welche Variante ich vorziehe. Trotzdem wäre ich froh wenn wir ein offenes, aber auch geschütztes Internet vorfinden und unser Richter nicht “robots.txt” heißen muss.

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      sorry aber das ist so nicht richtig. google veroeffentlicht weder komplette artikel, noch stellen sie diese mit werbung der oeffentlichkeit zur verfuegung.
      140 Zeichen Snippets werden in den Suchergebnissen angefuehrt und das duerfte meiner meinung nach sogar unter das zitatsrecht fallen.

      Ohne Google sind die Online-Auftritte der klagenden deutschen Verleger tot!

      • H2G

        Wenn ich möchte, dann veröffentlicht Google mit natürlich den gesamten Artikel. Seiten Cache, Bilder werden für Thumbnails auch gespeichert, die fallen ganz bestimmt nicht unters Zitatrecht.

        Was die Online Auftritte der Verleger angeht, geb ich dir Recht.

        • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

          aber dann zieht da nicht mehr das argument der werbung. auf den google cache seiten ist naemlich keine. auf den google news seiten ebensowenig und da bekommen die verleger den meissten traffic her

          • H2G

            Die Legalität ändert sich nicht mit der Einblendung von Werbung. Mit solchen oder ähnlichen Angeboten hält man den Besucher auf der Seite, steigert die eigene Relevanz und je länger er auf dem Angebot bleibt, steigt die Wahrscheinlichkeit das er auf Werbung stößt.

            Fakt ist, die Suchanbieter, nicht nur Google, haben eine Monopolstellung, die sie gnadenlos ausnutzen. Überspitzt scheißen sie auf Rechte und niemand hat den Anreiz oder wirksame Mittel um dagegen vorzugehen.

            Theoretisch ist es so, Google hat jeden Urheber erst zu fragen, ob sein Inhalt, vollständig oder in Auszügen, verwendet werden darf.
            Man stelle sich dieses Szenario vor, wie wichtig wäre Google dann?

          • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

            Halt die Suchmaschinen haben eine Monopolstellung?
            Haben dann auch Autohersteller eine Monopolstellung oder Orangensaftpressen? Das ist doch reichlich abstrus.

            Wenn du nicht von Google indexiert werden willst, dann aender deine robots.txt und das Thema ist durch.

            Gegen welche Gesetze verstoesst Google noch einmal genau, wenn es Content indexiert der von Seiten bereitgestellt wurde, die diesen auch noch fuer die Indexierung optimiert haben und davon leben?

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100000134938339 Fluw Alleip

    In der Wortwahl etwas drastisch, in der Sache gebe ich dir aber 100prozentig recht. Die Verleger können strampeln wie sie wollen, Google sitzt hier am längeren Hebel. Zwar geht ihnen dann einiges an Content verloren, wenn sie die Zeitungsartikel aus dem Index schmeißen – aber dann tritt vielleicht wertvoller Content zutage, den der User sonst nur schwer gefunden hätte. Dass Google gegen das Leistungsschutzrecht wettert, um ihre attraktive Newsseite zu erhalten, ist klar. Und dass sie die Freiheit des Internets auf ihren Schild schreiben, auch.

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      Wenn die versammelte Presse Googles Kampagne als ueble Propaganda tituliert, muss man auch mal ein wenig direkter werden. Ich fuerchte jedoch, dass bei den Herren/Damen in den Vorstaenden der LSR unterstuetzenden Medien, dies eh nicht an deren Einstellung ruetteln wird.
      Google kann man in der Tat nur empfehlen diese Plattformen aus dem Index zu verbannen und ich wette, dass dann das Gejammere richtig gross wird. Es gibt Mainstream-Medien in Deutschland, die mal eben 70% ihres Traffics durch Google generieren

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