Und wieder gibt es ein Verbot für Google Glass und dieses Mal mit dem Caesars Palace von einem weltberühmten Spiel-Casino in Las Vegas – und das dürfte nur die Speerspitze sein.

Las Vegas: Caesars Palace bestätigt Verbot für Google Glass

Der Widerstand gegen die Datenbrille aus Google-Fertigung nimmt langsam Gestalt an und wie erwartet werden die Casinos in den Vereinigten Staaten allesamt ein Verbot an ihren Spieltischen aussprechen. Das hat nichts damit zu tun, dass man das Google Glass Projekt für Teufelswerk hält oder Google nicht mag, sondern schlicht damit, dass man bestrebt ist, die Privatsphäre der Kunden zu schützen.

Auch mit Cams und Smartphones dürft ihr in diesen Etablissements nicht fotografieren und filmen und somit ist das Tragen dieser ständig film- und fotografier-bereiten Brille eben auch untersagt. Schon vor einigen Wochen wiesen wir euch darauf hin, dass sich die Dinge gerade in Casinos und Nachtclubs so entwickeln würde und zuvor gab es bereits eine Kneipe in Seattle, die (ich unterstelle hier aber schon ein wenig Heischen nach Aufmerksamkeit) vor Monaten ein Verbot aussprach.

Jetzt also äußert sich das Caesars Palace öffentlich und bestätigt das Verbot der Brille, wie jetzt ein Sprecher des berühmten Caesars Palace gegenüber Computerworld erklärte:

Gaming regulations prohibit the use of computers or recording devices by persons who are gambling. Therefore, individuals wearing Google Glass would not be allowed to gamble. If they attempted to do so, would be subject to arrest under various state gaming regulations.

Somit dürft ihr davon ausgehen, dass ihr die Brille zwar in Vegas auf den Straßen tragen dürft, aber weder Casino noch Nachtclub damit betreten dürft. Das wird dann logischerweise auch den Rest des Landes betreffen, welches zumindest in diesem Zusammenhang dann wohl eher nicht für seine “unbegrenzten Möglichkeiten” steht. Aber keine Bange – auch hierzulande wird sich der Protest regen, wenngleich ich das dumpfe Gefühl habe, dass sich vor Casinos etc zunächst mal die Politik melden wird. Die wird aktuell sicher noch nicht ahnen, was für eine Welle an wearable Computing Devices da auf sie zurollt, aber spätestens dann werden sie ganz arg die Datenschützer-Keule schwingen, davon geht mal aus.

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  • phil

    “aber spätestens dann werden sie ganz arg die Datenschützer-Keule schwingen, davon geht mal aus.”

    Und das ist meiner Meinung nach auch gut so!

    Haters gonna hate.

    • http://www.facebook.com/patrick.blumberg.1 Patrick Blumberg

      Diese ganze Einstellung von wegen “Wozu braucht man auch Privatsphäre” wie sie nur zu gerne von Befürwortern dieser obstrusen Datenkraken wie Google und Apple betrieben wird ist echt unmöglich. Selbst (oder gerade besonders) die Techblogs machen immer weniger auf die Folgen davon aufmerksam.
      Es gibt einfach zu viele Gefahren und Privatsphäre-Einschränkungen die durch diese “dauernd online, dauernd vernetzt, dauernd Daten (auch von anderen) hochladenden Geräte” aufkommen. Gerade Google Glass ist da das Paradebeispiel für den gläsernen Bürger der Zukunft.
      Mich wundert echt, dass da nicht schon mehr gegen protestiert wird.

  • http://wishu-blog.net Wishu Kaiser

    Gerade in Kasinos finde ich es sogar ziemlich sinnvoll. Man nehme einfach mal an, jemand schreibt eine App zum Karten zählen beim Blackjack. Mit Google Glass braucht man sich das nicht beizubringen, sondern setzt sich hin und die Brille rechnet für einen aus, wie sinnvoll es ist, noch eine Karte zu nehmen, zu splitten oder was auch immer.
    Ich finde diese Nachricht so spannend wie die, dass Handykameras damals verboten wurden. Und Videokameras.
    Nachtclubs, Kasinos, Kinos etc. All das sind Orte, an denen man nicht zu filmen hat und somit sind aufnahmefähige Geräte schlichtweg zu verbieten. Warum man das ausgerechnet bei Google Glass an die große Glocke hängen muss und die Menschen noch verrückter deswegen machen muss, ist mir echt ein Rätsel.

  • Leo

    Google Glass mag tolle Technik sein und eine schöne digitale Vision aufzeigen. Allerdings ist es wirklich schwach, kritische Töne, Einschränkungen oder gar Verbote in einem Technikblog mit einer anderen Art von “Keule” zu bedienen. Am Ende wird schimpfen alle über diese bösen, bösen Datenkraken – nur der User ermöglicht es doch…

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