Samsungs koreanischer Konkurrent LG geht davon aus, dass das neue Samsung Galaxy S4 Patente auf bestimmte Technologien zum Eye-Tracking verletzen könnte. Das Unternehmen will nun prüfen, ob die bei Samsungs neuem Flaggschiff enthaltene Funktion “Smart Pause” gegen seine Patente verstößt.

LG: Samsung Galaxy S4 könnte Eye-Tracking-Patente verletzen

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap vermutet LG, dass Samsung beim Galaxy S4 mehrere Patente für Eye-Tracking-Konzepte verletzen könnte. Neben “Smart Pause”, das LG ausgerechnet am Tag des S4-Launchs mit der Bezeichnung Smart Video auch für sein Optimus G Pro ankündigte, soll auch die “Smart Stay”-Funktion betroffen sein. “Smart Pause” wird verwendet, um die Wiedergabe eines Videos anzuhalten, sobald der Nutzer den Blick vom Smartphone abwendet. Schaut man wieder auf das Gerät, wird die Wiedergabe wieder aufgenommen. Mit “Smart Stay” wird das Abschalten des Bildschirms zu Stromsparzwecken unterbunden, so lange der Nutzer auf das Display schut. In beiden Fällen wird die Kamera des Smartphones in Verbindung mit einer bestimmten Software genutzt, um anhand der Pupillen des Nutzers zu erkennen, ob er gerade auf sein Telefon blickt.

LG hatte “Smart Video” zwar erst am Tag der Präsentation des S4 angekündigt, besitzt aber nach eigenen Angaben bereits seit August 2009 ein entsprechendes Patent. Außerdem hat das Unternehmen nach eigenen Angaben auch Patente auf die bei Samsungs “Smart Stay” verwendete Technologie angemeldet. LG will nun genau prüfen, ob das neue Samsung Galaxy S4 und eventuell frühere Geräte der Galaxy-Serie gegen seine Patente verstoßen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten. Samsung hingegen wies die Vorwürfe zurück und erklärte, dass man die verwendeten Technologien selbst entwickelt habe und andere Methoden verwendet, um die beanstandeten Funktionen bei den hauseigenen Geräten umzusetzen.

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4 Gedanken zu “LG: Samsung Galaxy S4 könnte Eye-Tracking-Patente verletzen

  1. Der Inbegriff eines Patent-Trolls. Sitzt seit Jahren auf einem Patent rum, kündigt die Technologie aber erst an, als Samsung sein fertiges Gerät vorstellt.

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