Studenten kennen das Problem: Notizen lassen sich mit Stift und Papier am schnellsten und einfachsten anfertigen, doch fürs Lernen, die Archivierung und weitere Verarbeitung müssen die Mitschriebe irgendwie digitalisiert werden. Der neue Sky Wifi Smartpen von Livescribe schickt sich an, die Lücke zwischen analogen Notizen und digitaler Verarbeitung zu schließen.

Livescribe Sky Wifi Smartpen im Unboxing: Das ideale Tool für Studenten?

Dabei ist der Sky Wifi Smartpen nicht das erste Produkt dieser Art aus dem Hause Livescribe. Bereits mit dem Pulse und Echo Smartpen – Letzteren nutze ich täglich – hatte das Unternehmen “intelligente” Stifte im Programm. Das Prinzip: Ihr schreibt auf speziellem Papier, dass im Hintergrund ein feines Punktmuster hat. Dieses Punktmuster erkennt die im Stift eingebaute Kamera und kann so alle Inhalte erfassen, die ihr mit dem Stift schreibt oder zeichnet. Der Preis für die Spezialblöcke – ihr könnt das Papier mit einem guten (!) Laserdrucker auch selbst herstellen – ist gar nicht mal so hoch, ein Vierer-Pack liegt bei knapp über 20 Euro.

Vor allem in Vorlesungen und bei Besprechungen kann der Livescribe Smartpen – und damit meine ich jede Generation – seine Stärken ausspielen. Denn neben der Digitalisierung der Notizen können die Smartpens gleichzeitig auch Audio aufnehmen. So könnt ihr Euch im Nachhinein noch mal anhören, was während Eurer Notizen gesagt wurde. Mit der Paper-Replay-Funktion könnt ihr Euch die so genannten Pencasts – Notizen und Audio – in Echtzeit anzeigen lassen.

Der neue Sky Wifi Smartpen behebt zwei der größten Probleme, die ich – und zahlreiche andere Nutzer – mit dem Echo Smartpen hatten. Erstens kann der Smartpen die Notizen jetzt endlich direkt per W-Lan synchronisieren, das lästige Kabel – das im täglichen Einsatz doch sehr genervt hat – fällt damit weg. Zweitens hat Livescribe auch seine – sorry – grottige Desktop-Software in die Wüste geschickt und setzt jetzt auf Evernote als Desktop-Programm. Wer Cloud-Diensten skeptische gegenüber steht, wird damit sicherlich seine Problem haben, doch ich als Evernote-Junkie begrüße diese Entwicklung (natürlich).

Ob sich der Kauf des doch recht teuren Smartpens – die Preise beginnen ab 190 Euro für die 2 GB Version – lohnt, erfahrt ihr in wenigen Tagen in meiner Review.

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  • Jan Goldbeck

    “Das ideale Tools”?
    Soll das Deutsch sein? :(

    • Christian Müller

      Nope, aber ein Tipp-Fehler. Ist korrigiert, danke. Auch wenn ich mir einen etwas freundlicheren Ton gewünscht hätte. ;-)

  • Thomas Schmidt

    Für kaum Inhalt und nichts zu sehen ganz schön langes Video. Wenn das Ding Pixel- oder besser Vektorgrafiken in einem angenehmen Format speichert und über SCP oder so zur Verfügung stellt, ist das eine tolle Sache. Auch zum Zeichnen oder für Notizen unterwegs. Bin auf den Bericht gespannt.

    • Christian Müller

      Dafür gab’s ja was zu hören ;-). Im Ernst, der Vergleich mit dem Vorgänger-Modell war mir wichtig, um einige Unterschiede zeigen zu können.

  • cornel

    und zusätzlich gibt zum Livescribe Sky gibts noch ein gratis Evernote Premium Account für 5 Jahre oder so? Dann wäre ich sofort dabei. Wenn ich schon mit Evernote arbeiten muss, könnten sie für den Preis sicher noch ein paar Jahre Premium Abo drauflegen.

    • Christian Müller

      Den Evernote-Premium-Account gibt es jedoch nur beim 8GB-Paket, bei der 2 und 4 GB Variante ist der leider nicht dabei.

  • Ikke

    Hab schon das gesamte Review auf engadget.com gesehen. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht warum man dann nicht gleich ein Tab mit aktivem Digitizer kauft( wahrscheinlich auf Grund der mangelnden Auswahl?!)…. Dann brauch man meiner Meinung nach nicht nochmal knapp 200€ für so ein Gadget auszugeben und kann dann vom Tablet auch die Notizen syncen. Zumindest würde ich es so machen!

    • Christian Müller

      Livescribe verfolgt eben den Ansatz, klassisch mit Stift und Papier zu arbeiten. Das ist Geschmacksache, in Besprechungen und Coaching-Sitzungen finde ich das Mitschreiben auf Papier jedoch deutlich unauffälliger und weniger störend, als auf einem Tablet.

      • Ikke

        Aber auch nur dann wenn du kein Kabel hast^^

        • Christian Müller

          Was meinst du mit Kabel? Das Synchronisieren findet bei den “alten” Smartpens ja auch nur im Nachhinein statt, nicht während des Schreibens.

          • Ikke

            Stimmt! Habs grade gesehen, sorry! Ändert aber nix an meiner Haltung ^^

          • Christian Müller

            Deshalb schrieb ich auch, das es sich um Geschmacksache handelt. Ich kann deine Haltung durchaus nachvollziehen.

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