Egal, ob man sich aktuelle Zahlen oder ominöse Prognosen für die nächsten drei, vier Jahre anschaut. Alle sprechen eine klare Sprache und die sagt uns, dass Android nicht anstinken kann gegen das iPad von Apple. Obwohl das Unternehmen lediglich drei Generationen eines einzigen Tablets auf den Markt gebracht hat, können die unzähligen Android-Konkurrenten aktuell noch nicht dafür sorgen, dass man die Vorherrschaft übernehmen könnte.

Aber wie Digitimes berichtet, tut sich im fernen Asien diesbezüglich Einiges. Zwar reden wir hier nicht von den Highend-Geräten, über die wir hier gerne berichten, sondern über die sogenannten White Box-Modelle, die dort günstig und in rauen Mengen zusammengeklöppelt werden. Diese White Box-Tablets – zumeist ohne Labels – werden derzeit millionenfach hergestellt – Digitimes spricht von drei Millionen in einem einzigen Monat – und dann zumeist in China selbst, Südostasien, dem mittleren Osten oder in Lateinamerika angeboten.

Nur einige wenige Ausnahmen schaffen es nach Europa, wo sie natürlich zu den Budget-Geräten gezählt werden dürfen. Bei einem durchschnittlichen 10 Zoll-Tablet kommt dort zum Beispiel ein Display mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln und 4 GB interner Speicher zum Einsatz, ebenso wie ein zumeist nicht mehr ganz taufrischer Prozessor. In dieser Kombination legt man dann etwa 100 Dollar auf den Tisch, wovon scheinbar zunehmend mehr Gebrauch gemacht wird.

Es handelt sich hier um eine Steigerung von immerhin 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erstaunlicherweise kommen die meisten dieser Geräte ab Werk bereits mit Android Ice Cream Sandwich. Das sind dann natürlich allesamt nicht die Flagship-Devices, mit denen Google für sein OS werben würde, aber auf diese Weise werden die Marktanteile gerade auf den genannten Märkten dem Konkurrenten aus Cupertino keine Chance lassen.

Quelle: DigiTimes via Androidcommunity

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  • Alexander Sälzer

    Wenns sogar die White Box Hersteller schaffen Ice Cream Sandwich zu verwenden, warum schaffen es die großen Hersteller dann nicht?
    Ich glaube, dass sie es könnten, es sich aber für die High-End Modelle aufsparen, als Verkaufsargument.
    Würde man Geräte, die nicht mit der aktuellsten Version ausgeliefert werden, boykottieren, dann wärs das mit der Verknappung.

    • m. scheyhing

       man könnte es ja auch einfach selbst installieren…. nur irgendwie scheint android nicht so universell nutzbar zu sein wie windows. vielleicht kommt das ja in zwei drei jahren, wenn wir dann 150 eur für jedes android update zahlen müssen :D

      • Alexander Sälzer

        Naja, ich habs schon erlebt dass mir Leute von CM vorgeschwärmt haben, alles würde super laufen, alles super…und dann erwähnen sie in einem Nebensatz, dass Videoaufnahmen oder GPS nicht funktionieren…
        Vom Garantieverlust noch garnicht zu reden…

  • UkausB

    Bezeichnenderweise hat mit Archos ein “mittelgroßer” Hersteller mit am schnellsten ICS geliefert.
    Die Gründe m. E. kleiner=gleich beweglicher. Und; der Verzicht auf eigene Zusätze oder gar Oberflächen macht das Update einfacher, letzteres gilt vor allem für Smartphones.

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