Apples iWatch lässt noch auf sich warten, Samsung stellt seine Galaxy Gear bald vor. Trotzdem ist der Smartwatch-Markt auch jetzt schon einigermaßen bevölkert. Wir schauen auf die Geräte, die es bereits jetzt oder bis Ende des Jahres geben wird.

Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

Sony mit der Smartwatch 2 und Motorola mit der Motoactv sind zwei der großen Namen, die auf diesem noch neuen Markt bereits aktiv sind. Aber wie oben schon erwähnt, erwarten wir eines dieser Wearable Devices auch von Apple und auch Unternehmen wie LG, Microsoft und viele mehr arbeiten hier bereits fieberhaft, um möglichst schnell Teil dieses Marktes zu werden.

Darüber hinaus gibt es einige Projekte von weniger bekannten Unternehmen, die oftmals über Crowdfunding-Portale wie Kickstarter oder Indiegogo finanziert werden sollen. Davon werden nicht alle erfolgreich, manche überstehen gar nicht mal die Finanzierungsphase, aber Geräte wie die Pebble Smartwatch beweisen, dass man auch ohne großem Namen hier erfolgreich durchstarten kann.

Wir wollen euch hier eine kleine Übersicht liefern über die Smartwatches, die schon am Markt sind, haben aber auch Devices wie die Samsung Galaxy Gear auf dem Schirm, die schon in wenigen Tagen vorgestellt werden dürfte und Geräte, die bereits finanziert/vorgestellt sind und noch in diesem Jahr erscheinen. Komplett ist die Übersicht mit Sicherheit noch nicht, daher würden wir uns darüber freuen, wenn ihr uns weitere verfügbare Smartwatches einfach in den Kommentaren nennt.

Omate TrueSmart

omate teaser Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

Fangen wir an mit der Omate TrueSmart! Das Teil ist erst vor wenigen Tagen bei Kickstarter an den Start gegangen und hat dort bereits jetzt schon schwer abgeräumt: 100.000 Dollar wollte man einsammeln, weit über 400.000 Dollar sind es jetzt schon und die Geschichte läuft dort noch über drei Wochen. Wir haben vor einigen Tagen auch bereits ausführlich berichtet und es zeichnet sich ab, dass hier ein ernsthafter Konkurrent für die Arrivierten auf dem Weg ist.

Was macht die Smartwatch so interessant? Sie funktioniert sowohl als Ergänzung zu einem Smartphone oder Tablet, aber auch eigenständig. Dazu hat sie ordentliche technische Daten vorzuweisen:

  • Dual-Core Cortex A7 mit 1.3 GHz
  • Omate UI 1.0 / Android 4.2.2 Jelly Bean
  • 1.54’’ TFT-Display von LG Display mit einer Auflösung von 240 x 240 Pixeln
  • kapazitiver Multi-Touchscreen
  • Konnektivität:
    + 2G Quad Band: 900/1800/ 850/1900 GSM, GPRS, EDGE
    + 3G Mono band: 2 versions: 2100 (Europa) or 1900 (US) UMTS,
    HSDPA,HSUPA, HSPA, HSPA+
    + WiFi: IEEE 802.11b/g/n
    + Bluetooth 4.0
  • GPS
  • Embedded 5Mpixel camera
  • Speaker & Mikrophon
  • 512 MB interner Speicher
  • 4 GB  mit microSD-Karte um bis zu 32 GB erweiterbar
  • Slot für MicroSIM-Karte
  • 600 mAh Akku
  • wasserdicht (IP67-zertifiziert)

Die Uhr wird zudem vollen Zugriff auf Google Play haben und wenn das Stretch-Goal bei 500.000 Dollar erreicht wird (was wirklich nur eine Frage der Zeit ist), dann wird das Display sogar von Saphirglas geschützt sein, welches besonders widerstandsfähig ist und eure TrueSmart noch kratzfester macht.

Die Early Bird-Angebote (179 und 189 Dollar) sind schon allesamt vergriffen, aber für 199 Dollar könnt ihr noch zuschlagen. Wer ernsthaft Interesse an der TrueSmart hat, sollte das auch tatsächlich in Erwägung ziehen, denn im freien Handel wird sie später 299 Dollar kosten. Erscheinen soll das Gerät übrigens im November 2013.

Ganz wichtig!! Diese Smartwatch ist fraglos uneingeschränkt zu empfehlen, dennoch hat die Kickstarter-Geschichte für uns in Deutschland einen ganz unschönen Haken: Schon bei der Pebble Smartwatch, zu der wir als nächstes kommen, hat sich gezeigt, dass der Zoll oftmals was dagegen hat, ein solches Gadget auszuliefern. Schlimmstenfalls kauft ihr also eine Uhr, die vom Zoll dann vernichtet oder wenigstens returniert wird. Investiert ihr also in so ein Projekt, habt ihr leider derzeit keinerlei Gewissheit, dass euch das verschickte Gerät tatsächlich erreicht!

 

Pebble Smartwatch

photo watchfaces Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

 

Die Pebble ist nicht nur eine der recht wenigen Smartwatches, die bereits verfügbar sind, sondern eine, die sich darüber hinaus sehr ordentlich verkauft. Nicht zuletzt hat sie auch für einen Paukenschlag bei Kickstarter gesorgt – mit über 10 Millionen Dollar ist es nämlich nach wie vor eines der erfolgreichsten jemals über Crowdfunding finanzierten Projekte.

Über 275.000 mal wurde sie vorgestellt, mehr als ein Drittel davon wurde bereits ausgeliefert – die wenigsten davon allerdings nach Deutschland. Hier sperrt sich der Zoll dagegen und verweist auf fehlende EU-Konformität. Tausende deutsche Vorbesteller warten deshalb noch auf ihre Geräte und Pebble hat derzeit auch leider keine Lösung parat und die Auslieferung nach Deutschland aktuell sogar eingestellt. Aus dem Grund können wir euch zwar von der Smartwatch berichten, die ansonsten ja durchaus empfehlenswert ist, ein Kauf oder eine Kaufempfehlung ist aber nicht drin.

Schauen wir aber drauf, was die Uhr überhaupt kann: Sie besitzt ein entspiegeltes E-Paper-Display mit 144 x 168 Pixeln, ist wasserdicht und verfügt über Bluetooth 4.0 sowie einen Akku, den ihr nur einmal in der Woche aufladen braucht. Eigenständig bringt euch das Teil nichts, ihr müsst es also per Bluetooth mit dem passenden Device verbinden. Habt ihr das getan, vibriert Pebble, falls beispielsweise ein Anruf aufläuft. Die Nummer des Anrufers wird euch auf dem Display angezeigt. Bei einer SMS wird euch der Name des Absenders angezeigt, zudem auch der Text der SMS. Weiter könnt ihr beispielsweise Musikwiedergabe starten, Songs skippen etc.

Die Pebble ist also sowas wie der verlängerte Arm eures Smartphones, zeigt zudem Twitter- und Facebook-Nachrichten an, E-Mails, Wetterdaten und Kalender-Benachrichtigungen. In der Funktionalität hinkt sie also deutlich der oben vorgestellten Smartwatch hinterher, kostet dafür mit 150 Dollar aber auch weniger.

Wie oben schon erwähnt: Uns in Deutschland bringt das nichts, wenngleich ich davon ausgehe, dass es hier auch für unser Land in absehbarer Zeit eine zufriedenstellende Lösung geben wird.

 

Samsung Galaxy Gear

Samsung Challenges Apples iWatch With its Own Smart Watch Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

 

Lasst euch durch das obige Bild nicht verunsichern – die Samsung Galaxy Gear hat sich noch nicht auf einem offiziellen Foto blicken lassen leider. Lange müssen wir uns aber hier nicht mehr gedulden, denn am 4. September wird die Smartwatch der Koreaner beim Unpacked-Event in Berlin vorgestellt.

Während wir bei den ersten vorgestellten Modellen mit handfesten technischen Daten arbeiten konnten, sind wir hier ein wenig spekulativer unterwegs. Da Samsung sich aber anschickt, schon in wenigen Tagen die Tür für die Wearable Devices ganz weit aufzumachen, wollen wir gerade dieses Gerät hier nicht unter den Tisch fallen lassen.

Beim Display gibt es Vermutungen, die von 1.67 Zoll bis 2.5 Zoll reichen, das AMOLED-Panel soll mit 320 x 320 Bildpunkten auflösen. Unter der Haube befindet sich wohl ein Samsung Exynos 4212 Dual-Core mit 1.5 GHz, für die Grafik wäre in dem Fall die Mali 400 GPU zuständig. Weiter spekulieren wir mit 1 GB RAM, Bluetooth 4.0, NFC und einer 2 Megapixel-Cam.

Auch hier handelt es sich um ein Device, welches seine Stärken dann ausspielt, wenn sie an euer anderes Gerät angekoppelt ist. Auch hier gibt es Gerüchte, dass Samsung dafür sorgen könnte, dass nur Samsung-Devices mit der Uhr zusammenarbeiten, ich hoffe jedoch, dass sich Samsung an dieser Stelle nicht selbst so limitiert.

Die Samsung Galaxy Gear ist vermutlich wohl die am dringlichsten erwartete Smartwatch, weil hier das Smartphone-Schwergewicht dafür sorgen soll, dass der globale Startschuss für diese Art Gerätschaften ertönt, bezogen auf den Massenmarkt. Deshalb blicken wir auch schwer gespannt auf den 4. September, wenn wir das Ding in Berlin zu sehen bekommen.

 

Sony Smartwatch 2

Sony Smartwatch 2 Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

Gegenüber Samsung haben die Japaner von Sony deutlich die Nase vorn, in den nächsten Wochen erscheint mit der Smartwatch 2 schon die zweite Version einer Sony Smartwatch. Die erste hat nicht gerade für riesige Begeisterungsstürme gesorgt, also blicken wir direkt auf das Modell, welches ab dem September für 199 Euro zu haben sein wird.

Das Display ist 1.6-inch groß und löst mit 220 x 176 Pixeln auf, auch hier verbindet ihr euch wieder per Bluetooth oder NFC mit einem Smartphone. Die Smartwatch 2 ist 42 x 9 x 41 mm groß und wiegt 122 Gramm. Wie viele andere Sony-Devices ist sie auch wasserdicht und staubgeschützt, beim Material hat man sowohl auf Kunststoff als auch Aluminium gesetzt.

Sony will mit speziell auf die SW2 ausgerichteten Apps punkten. Natürlich habt ihr auch hier die Anrufe im Blick, die auf dem verbundenen Smartphone auflaufen, habt aber zudem eine große Zahl an Apps, mit denen ihr die üblichen Kommunikations-Plattformen im Blick habt, E-Mails offline lesen könnt, darüber hinaus gibt es Navigations-Services, Fitness-Apps und sogar die Möglichkeit, über die Uhr die Kamera eures Smartphones anzusteuern. Im Gegensatz zu den obigen Geräten konnten wir auch schon einen persönlichen Blick auf die Smartwatch 2 von Sony werfen, hier ist unser kurzes Hands-on:

Neptun Pine

neptun pine 01 Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

Die Neptun Pine ist noch ein ganz frischer Kandidat, klingt aber durchaus vielversprechend. Im Gegensatz zu den meisten anderen Smartwatches legt Netpun Wert darauf, dass die Pine auch eigenständig funktioniert und nicht nur gekoppelt mit einem Smartphone. Daher haben wir es auch hier mit Spezifikationen zu tun, die durchaus an ein Einsteiger-Smartphone erinnern:

  • Qualcomm Snapdragon S4 1.2GHz Dual- Core
  • 2.4-inch TFT-Display mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln
  • 512 MB RAM
  • 16 bzw 32 GB Speicher
  • Android 4.0 Ice Cream Sandwich
  • Micro-SIM
  • WLAN
  • GPS
  • Bluetooth 4.0
  • 5 Megapixel Cam mit LED-Blitz hinten (wo immer auch ‘hinten’ bei einer Uhr ist, bezogen auf die Kamera), VGA-Cam vorne
  • 900 mAh Akku

Ihr merkt schon, für so ein winziges Gerät steckt da ordentlich was drin und ich frage mich, wie sich das auf die Akkulaufzeit auswirken wird. Beim Betriebssystem handelt es sich nicht um reines Android, sondern eine angepasste Version namens Leaf OS. Hier müsst ihr ein bisschen tiefer in die Tasche greifen, bei 335 Dollar geht es los für die 16 GB-Version, für die Ausführung mit 64 GB legt ihr nochmal schlappe 60 Dollar drauf.

Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen, die lediglich eine Art weitere Anzeige fürs Smartphone darstellen, könnt ihr hiermit aber eben auch ganz normal telefonieren, Fotos machen, surfen, etc. Vorbestellen könnt ihr die Dinger sowohl in schwarz als auch in weiß bereits jetzt, verfügbar sollen sie dann im Dezember sein. Vielleicht noch erwähnenswert: Die Neptune Pine ist im Gegensatz zu den meisten anderen Smartwatches nicht über Crowdfunding finanziert worden.

Cookoo

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Die Cookoo Smartwatch ist ein ziemlich spezieller Kandidat. Das geht schon damit los, dass sie ein klassisches Ziffernblatt neben einer digitalen Anzeige hat und hört damit auf, dass sie nur für iOS-Devices zu haben ist (allerdings ist Unterstützung für andere Devices in Arbeit). Ans iPhone gekoppelt erinnert sie euch an Termine, vibriert oder klingelt bei eingehenden Telefongesprächen auf dem Smartphone, informiert über eingehende Tweets, Facebook-Meldungen oder Mails – der übliche Smartwatch-Funktionsumfang eben.

Das Ziffernblatt ist 44 mm groß, die Uhr etwa 16 mm dick. Ihr verbindet euch hier wieder mit Bluetooth 4.0, braucht aber die entsprechende App aus dem App Store. Über einen Akku verfügt die etwas andere Kuckucksuhr nicht, stattdessen befindet sich in ihr eine Knopfbatterie. Übrigens: Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, wird die Uhr stilecht im Kuckuckshäuschen ausgeliefert. Apropos ‘ausliefern’: Für knapp 120 Euro könnt ihr die Uhr beispielsweise bei Amazon erstehen.

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Cookoo CKW-SK002-01 Armbanduhr für Apple iPhone/iPad silber/schwarz

Price: EUR 124,90

stars 2 0. V192193420  Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon (21 customer reviews)

1 used & new available from EUR 124,90

Kreyos

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Mit der Kreyos Meteor befinden wir uns jetzt wieder bei einer Smartwatch, die das nötige Kleingeld anhand einer Crowdfunding-Kampagne zusammengekratzt hat. Das lief auch erstaunlich gut: Statt 100.000 Dollar kamen nämlich fette 1.5 Millionen Dollar bei Indiegogo rein. Dabei will die Kreyos Meteor sich ein wenig von den Wettbewerbern absetzen und ist derzeit das einzige Modell, welches ihr zusätzlich zur normalen Bedienung auch per Sprache und Gesten steuern könnt.

Dass man eine breite Brust hat, sieht man auch auf der Kampagnen-Seite, wo man die Fähigkeiten des eigenen Produkts mit denen der Konkurrenz vergleicht. Bei der Sony Smartwatch sieht das beispielsweise so aus:

comparesony Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

 

Die Kreyos verfügt über ein 1.26-inch Display mit einer Auflösung von 144 x 168 Pixeln und ist bis fünf Meter Tiefe wasserdicht. Auch hier verbindet ihr euch wieder per Bluetooth mit anderen Geräten, danke ANT+ ist die Smartwatch aber auch bestens für den Fitness-Einsatz geeignet. Ihr könnt die eigentliche Uhr vom Armband lösen und alternativ mit einem Clip an der Kleidung anbringen oder euch sogar um den Hals hängen.

Im November soll die Kreyos Meteor ausgeliefert werden, nachdem die Early Bird-Exemplare weg sind, dürfte der Preis bei 130 Dollar liegen.

KREYOS: The ONLY Smartwatch With Voice & Gesture Control from Kreyos on Vimeo.

Vachen

vachen uhr Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

Auch die Vachen Smartwatch verdankt ihr Kapital einem Crowdfunding-Projekt, in diesem Fall Kickstarter. Diese Uhr im klassischen Design sollte eigentlich bereits seit letztem Monat verfügbar sein, offensichtlich verschiebt sich das aber ein wenig nach hinten.

Das Touch-Display misst 1,54 Zoll und löst mit 240×240 Pixeln auf, im Gerät ist eine 1 GHz CPU, ein 700 mAh Akku und wie bei den meisten anderen habt ihr auch hier Konnektivität via WLAN und Bluetooth gewährleistet. Das Betriebssystem Android Gingerbread ist natürlich ein bisschen sehr antiquiert – vermutlich passend zu den klassischen Zifferblättern ;)

vachen Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

Ihr habt wieder doppelte Funktionalität: Also Kalender abgleichen, über Nachrichten informieren lassen etc, wenn die Vachen mit einem Smartphone verbunden ist, ansonsten aber funktioniert sie auch eigenständig. Klar, dass ihr hier die Möglichkeit habt, das Design des Zifferblattes zu verändern, aber auch beim Gehäuse wird euch nicht langweilig. Den eigentlichen “Uhr”-Teil der Vachen könnt ihr aus dem Gehäuse lösen und euch nach Belieben weitere Cases dazu kaufen. So wird es beispielsweise für Frauen Modelle mit Svarovski-Steinchen geben. Außerdem gibt es auch massig verschiedene Armbänder – man setzt hier also mehr auf Style als auf Technik. Definitiv ein Merkmal, mit dem sich dieses Modell von der Konkurrenz unterscheidet und mit dem Vachen punkten möchte.

169 Dollar soll eines dieser Teile kosten, kommt dafür aber auch mit Ladestation und zwei Armbändern. Alle 45 Tage soll ein weiteres Case hinzukommen, also drückt mal die Daumen, dass diese Uhr wirklich bald erscheint – viel individueller geht es zumindest bei Smartwatches derzeit nicht.

 

I’m Watch

im watch Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

 

Mit der i’m Watch haben wir hier auch erstmals ein Modell aus Italien am Start. Auch hier haben wir es wieder mit einer Smartwatch zu tun, die nicht eigenständig funktioniert, sondern im Zusammenspiel mit eurem Smartphone. Im Innern befindet sich ein schnuckelig kleiner IMX233 Prozessor mit 128 MB RAM und 4 GB Speicher. Das TFT-Display ist 1.54-inch groß und löst mit 240 x 240 Pixeln auf, was einer Pixeldichte von 220 ppi entspricht. Der 450 mAh Akku soll bei normaler Verwendung 5 Stunden lang durchhalten. i’m Droid nennt sich das Betriebssystem, welches eine Variante von – wer kommt drauf – Android ist, normale Android-Apps laufen auf dem Ding allerdings nicht.

Verschiedene Sensoren, 3.5mm Buchse für einen Klinkenstecker, Mikro und eingebaute Lautsprecher habt ihr hier ebenfalls, alles in einem etwas klobig wirkenden Gehäuse untergebracht. Je nach Modell ist die Uhr zwischen 90 und 170 Gramm schwer, was auch daran liegt, dass ihr unterschiedliche Gehäuse-Materialien auswählen könnt. Das geht bei Aluminium los, aber auch Titan, Silber und Gold sind auswählbar. Das hat natürlich auch seinen Preis: Bei 299 Euro geht es los, für die Titan-Ausführung sind es dann schon reichliche 699 Euro, also nichts für den ganz kleinen Geldbeutel.

Die anspruchsvollen Materialien, verschiedenfarbige Armbänder, das extravagante Äußere – die Italiener wollen hier schon ein sehr eigenständiges Produkt anbieten und das gelingt ihnen zweifelsfrei auch. Bei dem Preis denke ich allerdings, dass die Konkurrenz da künftig vorbeirauschen wird, es sei denn, die i’m Watch-Uhr kann sich als Nobelmarke etablieren, was nach der Präsentation (PDF) der Gold- und Silber-Modelle auch durchaus der Anspruch des Unternehmens sein könnte.

i’m Here | The Smallest GPS Tracker Device from i’m watch on Vimeo.

 

Motorola MOTOACTV

motoactv 02 Marktübersicht: Diese Smartwatches gibt es schon

 

Der Vollständigkeit halber erwähnen wir hier mal, dass auch Motorola schon vorsichtig einen Fuß ins Smartwatch-Becken gehalten hat, mit diesem Versuch jedoch nicht sonderlich erfolgreich war. Hierzulande aktuell für ab 199 Euro noch verfügbar, wäre es jetzt nicht meine erste Empfehlung an euch, wenn ihr euch eine smarte Uhr zulegen wollt.

Schauen wir dennoch auf das Gerät: Es besitzt ein 1.6-inch Display (220 x 176 Pixel), welches durch Gorilla Glass geschützt ist und setzt – dank ANT+ – ganz auf den Schwerpunkt Fitness. Per GPS werden eure Touren aufgezeichnet, die ihr beim Joggen oder Radfahren absolviert, ihr könnt verbrannte Kalorien zählen,die Schrittfrequenz ermitteln und einiges mehr. Mit 35 Gramm ist es ein absolutes Leichtgewicht, der Akku hält maximal 5 Stunden durch und es setzt auf ein ziemlich veraltetes Android 2.3.

Per Motocast-Account könnt ihr eure ganzen Daten synchron halten, die ihr dann auf der Webseite alle komplett einsehen könnt, inklusive eurer Herzfrequenzen und all dem, was ihr mit der Motoactv erfassen könnt. Nachrichten und Anrufe entgegennehmen könnt ihr natürlich damit auch, im Fokus stehen hier aber die sportlichen Betätigungen. Vielleicht ist es meiner totalen Unsportlichkeit geschuldet, aber dieses Modell aus dem letzten Jahr ist jetzt nichts, was mich zwingend hinter dem Ofen hervorlockt, schon gar nicht zu diesem Preis. Immerhin hat sich Motorola hier aber schon mal blicken lassen und wer weiß: Vielleicht bastelt man ja bereits mit Google zusammen an der Smartwatch, die dann alle anderen alt aussehen lässt.

 

Wie eingangs angekündigt ist diese Auflistung hier nun keinesfalls komplett. Lasst es uns a) wissen, was ihr von diesen Modellen haltet und b) welche Smartwatches ihr hier noch vermisst und wir legen dann nochmal nach (nur, falls euch die aktuellen 2.200 Wörter im Artikel noch nicht reichen, sorry for that ^^). Schon in kurzer Zeit wird allein schon Samsung dafür sorgen, dass dieser Markt komplett umgekrempelt wird und die anderen großen Namen werden nachziehen – spätestens dann lohnt sich ein weiterer, gründlicher Blick auf den Smartwatch-Markt.

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  • Rudolf

    Ich glaub ich hab mal gelesen das Microsoft auch eine Smartwatch macht. Dazu wird es wohl kaum was zu berichten geben wenn es stimmt, aber falls mal was dazu raus kommt würde ich gern was dazu wissen, da nicht unbedingt alle bei Windows Phone funktionieren

  • daniel e.

    Also ich finde die Omate und die Neptun Pine interessant, diese sind nämlich eigenständig, ich möchte beispielsweise zum joggen vermeiden mein handy mitschleppen zu müssen. Ich versteh nicht warum man 150-300 Euro für ne Uhr hinlegen soll die dann doch nur mit einem Smartphone richtig Potential entfaltet. Mal sehen was Samsung noch so zeigt.

  • http://www.facebook.com/people/Kevin-Kleebusch/1712820755 Kevin Kleebusch

    Bin ich eigentlich der einzige der die meisten Smartwatches übertrieben findet? Ich meine muss ich an einer Armbanduhr eine 5MP Kamera haben? Ich denke nicht. Ich wäre ja für ein dünnes (wichtig!) und vom Smartphone abhängiges Gerät. Und 5h Akkulaufzeit sind ja ein Witz. Ich meine damit kommt man nicht mal über den Arbeitstag. Total sinnlos in meinen Augen. Ich warte ernsthaft mal ab wie sich das entwickelt. Ich sehe den “Sinn” bzw. die Umsetzung der Smartwatches noch nicht so richtig

  • leosmutter

    Ich habe sowohl die Sony Smartwatch als auch die hier nicht erwähnte Metawatch. Bei der Sony stört mich etwas dieser Mini-Touchscreen. Die Bedienung ist jetzt nicht unbedingt die helle Freude, aber Nachrichten und Telefonate werden sauber angezeigt. Die Metawatch sieht schon etwas mehr nach Uhr aus, der Akku hält gefühlt ewig und sie läuft auch ohne Handyverbindung als normale Uhr. 3ATM Water resistant ist sie auch und angeblich soll man sogar den Akku wechseln können (Deckel mit 4 kleinen Schrauben).

  • Hans

    Engagdet hat vor kurzem die “Hot Watch” in einem Hands On gezeigt.

    - sehr dünn

    - funktioniert auch als Handy eigenständig

    - E-ink-Display! (Was ich persönlich sehr interessant finde)

    - integriert auch Bewegungsbefehle (z.B: Annehmen = Hand zum Ohr)

    - hat eine sehr interessantes Mikrophon-Konzept

    http://www.engadget.com/2013/08/21/hot-watch-smartwatch-hands-on/

  • Dani Bussmann

    Omate schreibt auf der Website: “Is there CE (needed for Europe shipments) and FCC certifications?
    CE and FCC are two of the certifications we will be doing in
    September according to our Shipment Plan. Our team of professionals
    include experts with much experience in bringing products to market
    including certifications.”
    Falls das gelingt, was durchaus denkbar ist, müsste der Zoll die Uhr wohl oder übel durchgehen lassen.

  • Shadow the2nd

    Ist ja alles ganz nett sein, sicherlich auch praktisch. Was mich wirklich daran nervt, Akku aufladen nach max. einer Woche, so ca. .

    Bin ja schon ständig mit dem aufladen meines Notebooks (max. 5 Stunden), des Tablets (max. 7 Stunden), des TP-Link 5350 (ca. 8 Stunden) und der beiden Smartphones (ca. 1Tag) beschäftgt. Jetzt noch ein Teil das ständig aufgeladen sein will.
    Meine kleine Casio Uhr läuft seit drei Jahren ohne Batteriewechsel. Wenn die Uhren auch nur einen Bruchteil davon schaffen, reden wir weiter.

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