Überraschend ist es nicht, aber laut Informa haben Messenger-Apps wie WhatsApp, Facebook Messenger und andere 2012 erstmals SMS bei mobilen Textnachrichten überholt: 19 Milliarden pro Tag gegenüber „nur noch“ 17,6 Milliarden SMS. Diese Abkehr von der SMS ist natürlich vor allem für Netzbetreiber unschön – sind SMS bei vielen doch immer noch relativ teuer und bringen dementsprechend Geld in die Kassen.

Messenger überholen erstmals SMS

Laut Informa gehen die Umsätze mit SMS schon länger nach unten, eine andere Untersuchung von Ovum schätzt, dass die Netzbetreiber $23 Milliarden Umsatz durch die Messenger verloren hätten. Natürlich sind solche Schätzungen immer mit Vorsicht zu geniessen, schließlich kann keiner sicher sagen, dass eine Chat-Nachricht alternativ per SMS geschickt worden wäre, wenn es die jeweilige Messenger-App nicht gegebn hätte.

Ebenfalls wenig überraschend ist die Schätzung von Informa, dass in Zukunft Messenger-Apps einen immer schnelleren Zuwachs bekommen sollen. 50 Milliarden Chat-Nachrichten pro Tag sollen 2014 21 Milliarden SMS gegenüber stehen. Alleine die Zahl zeigt, dass SMS deswegen immer noch nicht tot sind. Es wird natürlich auch in Zukunft Menschen geben, die ein Handy ohne Datentarif nutzen. Außerdem ist und bleibt SMS immer noch die einzige wirklich plattformübergreifende Möglichkeit Kurznachrichten zwischen Mobiltelefonen auszutauschen ohne sich darauf verlassen zu müssen, dass der Kommunikationspartner die richtige App auch installiert hat.

Aus diesen Gründen sollen die Einnahmen der TelKos aus dem SMS-Versand bis 2016 von $115 Milliarden im letzten Jahr auf $127 Milliarden steigen. Uns werden SMS also sicher noch länger erhalten bleibn.

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