Wer heute auf einem Tablet längere Texte schreiben muss, sehnt sich oft schon nach wenigen Sätzen nach einer ganz normalen physischen Tastatur, wie wir sie von Notebooks und Netbooks kennen. Zwar gibt es bereits einige gute Onscreen-Tastaturen, an die Tippgeschwindigkeit normaler Keyboards kommt man damit jedoch nicht heran. Ausgerechnet der Softwarekonzern Microsoft hat nun ein Patent auf ein neuartiges Touch-Display mit taktilem Feedback angemeldet, das normale Tastaturen zumindest in einigen Bereichen überflüssig machen könnte.

Um dem Nutzer beim Berühren des Touchscreens ein taktiles Feedback – also eine mit den Fingern spürbare Reaktion zu geben – setzt Microsoft auf eine Folie mit Shape-Memory-Eigenschaften. Die Polymere der Folie reagieren laut Microsoft auf ultraviolettes Licht bestimmter Wellenlängen, so dass sie auf Wunsch fest und hervorstehend oder bei einer anderen Wellenlänge weich werden können. So kann man immer dort eine Textur auf der Touchscreen-Oberfläche entstehen lassen, wo sie vom Finger des Nutzers berührt wird oder berührt werden soll.

Bei Bedarf ließe sich so eine Art physische Tastatur simulieren, die deutlich leichter zu betippen wäre als die bisher verwendeten Onscreen-Keyboards. Die Erfinder der Technologie wollen mit ihr zunächst vor allem Geräte mit großen Touchscreens ausstatten, Tablets, Smartphones und andere mobile Geräte stehen bei den von ihnen angestrebten Nutzungsszenarien hintenan. Für Patrick Baudisch von der Uni Potsdam, der an der Entwicklung von Microsofts Multitouch-Tisch Surface beteiligt war, stellt der neue Ansatz jedoch die Grundlage für einen möglichen Durchbruch im Bereich der Onscreen-Tastaturen dar, denn endlich würde taktiles Feedback auf eine brauchbare Art und Weise möglich.

Quelle: New Scientist via WinFuture

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  • Anonymous

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