Mit dem Surface RT hat Microsoft den Tablet-Markt gerade ganz frisch (wieder) betreten. Das Windows 8-Gegenstück wird folgen und natürlich erwartet sich Microsoft davon, über kurz oder lang ein ansprechendes Stück vom Tablet-Kuchen ergattern zu können, trotz starker Konkurrenz seitens iOS- und Android-Tablets. Dabei setzt das Unternehmen aus Redmond aber auf eine andere Strategie.
Amazon und Google hauen ihre Geräte zu Kampfpreisen raus. Das hat teilweise damit zu tun, dass man wirklich jeden möglichen Cent eingespart hat und sich das zum Teil auch in den verbauten Komponenten widerspiegelt. Teilweise aber kann man diese Preise auch nur deswegen halten – Beispiel Amazon – weil man auf den Gewinn nahezu verzichtet. Man möchte die Kunden auf seine Seite holen und natürlich auch über das eigene Ökosystem Gewinne generieren, daher verzichtet man schon mal auf satte Gewinne bei der Hardware.
Microsoft – das zeigt der Teardown des Surface RT neulich – fährt hier eine ganz andere Schiene: die verbauten Einzelteile ergeben einen Wert von 271 Dollar, während das Gerät ab 499 Dollar im Handel kostet. Das ergibt demnach eine Differenz von 228 Dollar – die entspricht einem Gewinn von 146 Prozent pro verkauftem Microsoft Surface. Damit ist man strategisch eher so ausgerichtet wie Apple, die ebenfalls hohe Gewinnmargen erzielen. So werden beispielsweise beim iPad mini bei einem Mindestpreis von 329 Dollar auch satte 141 Dollar Gewinn gemacht.
Microsoft versucht hier also nicht, mit Gewalt seine Geräte unters Volk zu jubeln und scheint somit selbstbewusst genug, dass die Kombination aus Microsoft-Hardware und eigenem Betriebssystem so attraktiv ist, dass man die Produkte nicht subventionieren muss.
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