Nach HTC will Microsoft nun auch von dem koreanischen Elektronikkonzern Samsung Lizenzgebühren für die Verwendung von Android auf dessen Smartphones und Tablets verlangen. Laut einem Bericht der Zeitung Maeil Business strebt Microsoft eine Abgabe in Höhe von rund 15 Dollar für jedes Android-Gerät an, das Samsung verkauft. Hintergrund sind Patente auf Smartphone- und Web-Technologien, die Microsoft durch Android verletzt sieht. Jüngst hatten die Redmonder bereits eine Reihe ähnlicher Patentabkommen durchgesetzt, in deren Rahmen die Hersteller für die Nutzung von Android auf ihren Produkten blechen dürfen.
Samsung versucht dem Vernehmen nach, die drohenden Lizenzzahlungen auf rund 10 Dollar pro Gerät zu drücken und soll im Gegenzug zusagen wollen, künftig verstärkt Microsofts eigenes Smartphone-Betriebssystem Windows Phone einzusetzen. Schon im April 2010 hatte Microsoft ein Patentabkommen mit HTC abgeschlossen, da der taiwanische Hersteller ebenfalls zu den wichtigsten Anbietern von Android-Smartphones gehört. HTC zahlt unbestätigten Angaben zufolge jeweils 5 Dollar für jedes Android-Gerät an Microsoft. Im Gegenzug verzichtet Microsoft auf Patentklage wegen der in Android genutzten geschützten Technologien. Der Softwarekonzern kann dadurch Millionen mehr einnehmen und von der Popularität von Android sogar profitieren.
Quelle: Reuters
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