Bei der 128GB Version des Microsoft Surface Pro sollen nur 83GB Speicher für eigene Apps und Daten nutzbar sein, in der 64GB Version bleiben dem User gerade mal 23GB. Den restlichen Platz benötigen Windows 8, die vorab installierten Apps und die Recovery-Partition des Systems.

Microsoft Surface Pro mit deutlich weniger nutzbarem Speicher als beworben

Wir sind es inzwischen ja schon gewohnt, dass die Hersteller-Angaben von Speichergrößen nicht ganz mit dem übereinstimmen, was das jeweilige Betriebssystem verwendet. Während die einen mit 1.000 Byte pro KB rechnen, nehmen die anderen 1.024 Byte pro KB – und entsprechend so weiter. Dieser Unterschied summiert sich im GB-Bereich ganz schön zusammen. So hat ein „64GB iPad“ dann doch nur 57,5GB Speicherplatz. Der Unterschied zwischen den beworbenen 64GB und den freien 23GB beim Microsoft Surface Pro fällt da aber noch ein ganzes Stück heftiger aus.

speicherplatz ipad 64gb 605x453 Microsoft Surface Pro mit deutlich weniger nutzbarem Speicher als beworben

Natürlich gibt es Möglichkeiten den Speicherplatz zu erweitern, am einfachsten durch den Anschluss eines externen Speichers per USB 3.0 oder über eine microSDXC Karte, aber zumindest eine externe Festplatte per USB 3.0 würde die Mobilität des Tablets doch deutlich einschränken. Etwas mehr internen Speicher kann man sich verschaffen, indem man ein externes Backup-Medium erstellt und die Recovery-Partition löscht:

“The 128 GB version of Surface Pro has 83 GB of free storage out of the box. The 64GB version of Surface Pro has 23GB of free storage out of the box. Of course, Surface Pro has a USB 3.0 port for connectivity with almost limitless storage options, including external hard drives and USB flash drives. Surface also comes pre-loaded with SkyDrive, allowing you to store up to 7GB of content in the cloud for free. The device also includes a microSDXC card slot that lets you store up to 64GB of additional content to your device. Customers can also free up additional storage space by creating a backup bootable USB and deleting the recovery partition.”

Aber trotz dieser Möglichkeiten bleibt der deutliche Unterschied zwischen Werbung und Realität bestehen: Über 40GB weniger nutzbarer Speicher als angegeben und selbst für erfahrene User noch einiges weniger, als man erwarten würde (trotz der Kenntnis um die unterschiedlichen Größenangaben und das Wissen, dass auch Betriebssysteme Speicherplatz benötigen).

Für uns in Deutschland bleibt das aber alles erstmal unwichtig: Wann wir das Microsoft Surface Pro überhaupt kaufen können steht noch nicht einmal fest, da brauchen wir uns wirklich keine Gedanken darüber machen, wie es mit dem Speicherplatz aussieht.

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13 Gedanken zu “Microsoft Surface Pro mit deutlich weniger nutzbarem Speicher als beworben

  1. Wenn man ein Notebook besitzt weiss man ja auch, dass man bei 500GB nicht volle 500GB zur Verfügung hat…
    MS hätte lieber ein noch grösserer Speicher eingebaut, 23GB frei ist schon echt mager wenn man bedenkt, dass das Win8 ohne Tweeks Fotos, Videos und Musik auf der SD Karte nicht erkennen will.

  2. Interessant wäre zu wissen, wie groß die Recovery Partition ist. Abhängig von deren Größe verfalle ich dann in Fail-Rufe oder nicht.

    Mal im Ernst, packen sie eine Recovery-DVD dabei meckern die Leute über das fehlende Laufwerk. Ist es ein Thumbdrive, werden immer noch welche meckern, dass es umweltschädlicher ist als DVDs (und schlechter zu stapeln).

    So habe ich eine Wahl, welches Recovery-Medium ich anlegen möchte – bzw. die Wahl, die Partition zu behalten.

    Und dass ich für Software und OS bei einem PC mit 30GB Plazbedarf rechnen darf, ist keine große Überraschung. Zumindest nicht, wenn man System und Nutzerdaten in getrennten Backups sichert.

    Wenn ich einen PC mit mickrigen 64GB kaufe, dann darf ich mich nicht wundern, wenn kaum Speicherplatz frei ist. Das ist ein PC, kein Modeaccessoir.

  3. Pingback: Microsoft Surface Pro: Wie beim Surface RT weit weniger Speicherplatz als offiziell angegeben - TabletCommunity.de

  4. “So hat ein „64GB iPad“ dann doch nur 57,5GB Speicherplatz.”

    Wenn man schon auf Teufel komm raus Apple-Produkte in einen MS-Artikel packen muss, dann doch bitteschön jene, die ein Desktop-Betriebssystem vorinstalliert haben.

  5. Ja ne is klar. Audi, BMW und Mercedes bewerben auch Autos mit einem zulässigen Gesamtgewicht, was für eine Frechheit, habe gerade festgestellt ich darf gar nicht soviel in den Kofferraum packen weil das Auto ja schon selbst was wiegt.
    Tzzz selten so einen Mist auf einer Technikseite gelesen. Der Vergleich mit einem iPad ist dazu schlechter als mein Autovergleich, aber die Fehler wurden ja bereits weiter oben erläutert.

  6. Abseits des Gemotzes finde ich schon, dass wir hier an der Grenze zur Verbauchertäuschung sind. Man darf eben NICHT vorraussetzen, das dieser mitdenkt oder sich informiert. Ich könnte gar nicht mehr sagen, wieviel Kunden mich früher schon angesaugt haben, weil ihre 20 GB Platte unter Windows gar keine 20 GB hat. War vor 13 Jahren so, ist in den Foren noch heute so. Da gibt es genug wütenden Beiträge ob des verschwundenen Speichers.

    Noch blöder, weil der Systemordner wächst.

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