Die Reparaturspezis von iFixit haben sich jetzt das neue Microsoft Surface Pro Tablet vorgeknöpft und dabei nicht nur einen Blick in das Innere des neuen Tablets mit Ultrabook-Technik geworfen, sondern auch feststellen müssen, dass das Gerät nur sehr schwer zu reparieren ist.

Microsoft Surface Pro Tablet im Teardown – Kleber macht Reparatur fast unmöglich

iFixit zufolge ist das Display mit schier unglaublichen Mengen von Klebstoff mit einem Innenrahmen verbunden und auch sonst spart Microsofts Vertragsfertiger nicht mit dem klebrigen Mist. Um das Tablet zu öffnen, mussten die Leute von iFixit nach eigenen Angaben über einen längeren Zeitraum mit einer Heißluftpistole auf das Gerät einwirken, damit sich der Kleber löst. Im Inneren stieß man dann auf über 90 kleine Schrauben, die die verschiedenen Einzelteile an ihrer Stellen halten.

Insgesamt vergab iFixit auf seiner bis 10 reichenden Skala für die Reparierbarkeit eines Geräts lediglich ein mikriges Pünktchen, weil das Surface Pro praktisch kaum zu öffnen ist. Außerdem riskiert man beim Versuch eine Beschädigung der Komponenten, weil zum Beispiel um das Display vier dünne Kabel verkaufen, die durchtrennt werden könnten. Der Teardown von iFixit bestätigte außerdem, dass ein Intel Core i5-3317U Prozessor mit 1,8 GHz (2,6 GHz per TurboBoost) verbaut ist. Außerdem steht die Akkukapazität fest: es ist ein 42-Wattstunden-Akku mit 7,4 Volt und 5676mAh an Bord.

Newsletter abonnieren

RSS-Icon Immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere unseren RSS-Feed!
  • David Mehren

    Der Quellenlink ist kaputt! ;)

    • http://www.facebook.com/roland.quandt Roland Quandt

      jetzt sollte er gehen

  • jehaa

    die reparaturfreundlichkeit entwickelt sich leider seit einiger zeit deutlich ins negative. bei smartphones liegt das aber auch an der verwendeten technik. man will immer dünnere handys und klebt dann display, digitizer und schutzglas zusammen. oder noch neuer werden displays verwendet, die komplett aus einem stück bestehen. wenn dann das glas über dem display in bruch geht, dann muss das ganze display getauscht werden und kostet mal schnell 170 (galaxy nexus) oder 200 euro (s3) bei samsungs vertragsreparaturdienst. da das display bei smartphones, durch eigenverschulden, öfter kaputt geht als andere komponenten ist das schon eine schmerzhafte erfahrung.

    dass das surface so extrem mit kleber behandelt wurde ist nicht reparaturfreundlich und hätte auch anders gelöst werden können. schade schade diese entwicklung.

  • http://twitter.com/Falcon2045 Severin Lochinger

    Und die Essenz der News!? Das Ding ist ordentlich verarbeitet und die “Wertung” der Herren absoluter Nonsens. Bis auf ein paar Bastler wird kein Mensch versuchen das Ding selber zu reparieren, zumindest nicht in den nächsten 2 Jahren. Und der Microsoft Support ist/war schon immer hervorragend.

    • http://forum.mobilegeeks.de/members/andre/ Andre

      Ob sich ein Gadget leicht zu reparieren lässt, ist von großer Wichtigkeit – nur es interessiert faktisch niemanden. Was sind bitte zwei Jahre? Es kann doch nicht alles auf dem Müll landen, wenn eine “Kleinigkeit” kaputt geht!

      • http://twitter.com/Falcon2045 Severin Lochinger

        2 Jahre Gewährleistung.

        • http://forum.mobilegeeks.de/members/andre/ Andre

          Und dann in den Müll?

          • http://twitter.com/Falcon2045 Severin Lochinger

            Ich sagte, dass kein Mensch das Ding innerhalb der Gewährleistung selber reparieren wird. Und viele werden sich in 2 Jahren schon wieder das nächste Gerät holen.
            Außerdem interessiert den Otto-Normalverbraucher die “Reparierbarkeit” eh nicht, weil er das gar nicht erst probiert.

          • http://forum.mobilegeeks.de/members/andre/ Andre

            Ja, das ist mir schon klar. Aber selbst wenn ich mir nach zwei Jahren ein neues Gadget hole, muss das alte irgendwo bleiben. Wenn es einen Schaden hat, ich es aber in gutem Zustand weiterverkauft will, bezahle ich unverschämte Preise für eine Instandsetzung – egal ob beim Hersteller, Drittanbieter oder DIY. Ein Display-Bruch ist dann ein Totalschaden, und das Ding landet in der Tonne.

            DAS ist das Problem, das behoben werden muss.

          • http://twitter.com/Falcon2045 Severin Lochinger

            Ja, das sehe ich wie gesagt anders. Ist für mich eher ein Zeichen dafür, dass das Ding ordentlich verarbeitet und Verwindungssteif ist. Sehe das eher positiv. Bei dem Preis eines Surface Pro würde ich übrigens auch mindestens noch ein weiteres Service-Jahr gegen Aufpreis dranhängen. Hab das damals bei meinem Dell Business-Notebook nicht bereut.

  • Julian

    kleiner Fehler im letzten Absatz

    “weil zum Beispiel um das Display vier dünne Kabel verkaufen,…” sollte wohl verlaufen heißen oder?

  • Dominic

    Dass Kleber schlecht ist, sehe ich ein. Aber Schrauben? Wo ist denn das Problem bei Schrauben? Ich denke mal der Windows Support wird schon Mittel und Wege kennen, das Tablet unbeschadet zu öffnen, dann sind Schrauben doch optimal. Das defekte Teil lose schrauben, neues rein, Schrauben rein, zugeklebt und fertig.

Trackbacks & Pingbacks