Microsoft hat einen ersten Blick auf sein neues Surface Pro Tablet zugelassen und den Kollegen von The Verge ein Vorseriengerät überlassen, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Es gibt somit erste richtige Fotos des neuen Tablets – wenn auch sehr wenige – und einige Infos zu sinnvollen Veränderungen und der Nutzbarkeit des mit Intel-CPU ausgerüsteten Microsoft Surface Pro.
Microsoft ist zwar nicht auf der CES 2013 mit einem eigenen Stand präsent, aber dennoch konnte Tom Warren von The Verge das Surface Pro schon in Augenschein nehmen. Das Gerät besitzt einen Intel Core i5-Prozessor und steckt wie die ARM-Version namens Surface RT in einem Magnesium-Gehäuse. Das Gehäuse ist mit gut 13,4 Millimetern deutlich dicker als beim Surface RT, was unter anderem dafür sorgt, dass der Aufstellwinkel beim Ausklappen des Ständers nun 26 Grad beträgt – was sich aber kaum bemerkbar macht. Das 10,6 Zoll große Display bietet mit 1920×1080 Pixeln eine sehr hohe Auflösung und soll eine sehr gute Bildqualität und dank ClearType auch eine optimale Schriftdarstellung haben.

Der beigelegte Stylus kann dank hier enthaltenem Digitizer für Stifteingaben verwendet werden, ist druckempfindlich und arbeitet sehr genau, heißt es. Er kann dank eines Magneten seitlich an das Tablet gehängt werden, wobei er sich mit einer kleinen Erhebung am Stylus selbst in den magnetischen Lade-Port des Surface Pro einklinkt. Der Stromanschluss selbst wurde verbessert, so dass er das Kabel oder den Stylus besser hält und das Stromkabel nun deutlich leichter angehängt werden kann. Beim Surface RT ist dies teilweise eine störende Fummelarbeit. Der Stylus kann bereits mit einem Abstand vom Display zur Steuerung des Tablets verwendet werden und kalibiert sich selbsttätig. Die Handballenerkennung funktioniert einwandfrei, man kann also beim Zeichnen ruhig die Hand auf das Tablet legen.

Das Gewicht des Surface Pro soll kein Problem darstellen, auch wenn das Gerät deutlich schwerer ist als das Surface RT, weil das Gewicht gut verteilt wurde. Mit einer Hand ist es dennoch schwer, das Surface Pro über einen längeren Zeitraum zu halten. In Sachen Leistung bewegt sich das Gerät dank des Intel Core i5-Prozessors auf dem Niveau aktueller Ultrabooks, bei der Akkulaufzeit muss man jedoch wegen der kompakten Bauform Abstriche hinnehmen. Letztlich sollen rund fünf Stunden möglich sein. Trotz der leistungsstarken CPU wird das Tablet nicht sonderlich warm oder gar laut, sondern der Lüfter verrichtete seinen Dienst angeblich zu allen Belastungszuständen sehr leise.

Microsoft hat den SDXC-Kartenslot umpositioniert und dem Surface Pro einen USB-3.0-Anschluss sowie einen Mini-DisplayPort verpasst. Das Netzteil hat nun einen eingebauten USB-Port, um damit zum Beispiel Smartphones zu laden. Das Kabel wurde zudem leicht verlängert. Natürlich können die Tastatur-Cover des Surface RT auch weiterhin mit dem Surface Pro verwendet werden. Wer mit den Nachteilen des Konzepts (nicht wirklich auf dem Schoß nutzbar, begrenzte Akkulaufzeit, etc.) leben kann, soll mit dem Microsoft Surface Pro ein gutes Produkt erhalten können – sobald es Ende Januar zum Preis von mindestens 899 Dollar eingeführt wird.
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