Microsoft hält sich mit harten Zahlen zum Surface RT und seinen Abverkäufen erwartungsgemäß zurück. Das hindert die Analysten-Zunft aber nicht daran, sich selbst ein Bild des Verkaufserfolgs zu zeichnen – und das dürfte Microsoft nicht sonderlich gefallen.
Analyst Brent Thill war bis kurzem noch davon ausgegangen, dass Microsoft in besagtem Quartal etwa doppelt so viel – also zwei Millionen Surface RT – unters Volk bringen könnte. Nun. hat er diese Zahl auf die Hälfte nach unten korrigiert – das ist keine Garantie für irgendwas, aber zumindest als Indiz zu werten, dass der Rubel nicht so rollt wie gewünscht. Dass Analysten aber nun auch gerne mal daneben liegen, muss ich euch auch nicht erzählen. Solange Microsoft nicht selbst verlauten lässt, was über die Ladentheken gegangen ist, sollten wir mit dem Abgesang auf die erst im Oktober erschienene Kombination aus Tablet und Keyboard-Dock vielleicht noch ein klein wenig warten.
Unabhängig von den tatsächlichen Zahlen müssen wir berücksichtigen, dass Microsoft selbst mit einer sehr eingeschränkten Verfügbarkeit dazu beigetragen hat, dass man so überhaupt keine Verkaufsrekorde brechen konnte. Einige Retail-Shops, dazu der Online-Handel – klar, dass die Zahl der verkauften Geräte da einigermaßen überschaubar bleibt. Unter diesem Gesichtspunkt ist eine Zahl jenseits der Millionengrenze vielleicht sogar doch zumindest als Teilerfolg zu werten.
In Redmond wird man sicher auch nach Ursachen forschen, wieso die Käufer Microsoft nicht gerade die Bude einrennen. Ein sehr hoch angesetzter Preis, ein wenig akzeptiertes Betriebssystem und verunsicherte Microsoft-Kunden, dazu dann die schlechte Verfügbarkeit – vermutlich ist es eine Mischung aus all dem. Ich glaube immer noch daran, dass Microsoft schwer erfolgreich sein kann mit dem Surface – allerdings dann in der Pro-Version, die bald zu haben ist. Das aber auch nur dann, wenn man keine Mondpreise ansetzt.
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