So schnell vergeht die Zeit: Ich erinnere mich noch lebhaft, wie ich mich im Frühjahr mit Sascha in Berlin traf und er mir in einem Café das damals allererste Android 3.0 „Honeycomb“-Tablet, das Motorola XOOM, zeigte. Tja, nun bin ich der Großvater steht mit dem XOOM 2 der Nachfolger in den Startlöchern und die Kollegen von engadget.com haben das 10 Zoll-Tablet bereits einen ausführlichen Test unterzogen:

Im Fazit kommt man drüben bei Engagdet zu dem Schluss, dass das XOOM 2 ein optischer ansprechenderer und vor allem in Sachen Verarbeitungsqualität deutlich verbesserter Nachfolger ist. Alleinstellungsmerkmale der eingebaute IR-Sender (auch wenn das Sony Tablet S einen solchen ebenfalls besitzt) und das außergewöhnliche Design mit den abgeflachten (nicht abgerundeten!) Ecken.

Prozessor-seitig kommt das XOOM 2 mit einer 1,2-GHz Dualcore-CPU unbekannten Typus’, die auf 1 GB RAM zurückgreifen kann – damit reißt das 10 Zoll-IPS-Tablet natürlich keine Bäume mehr aus, interessanterweise scheint es aber – vielleicht eine erste Frucht der Motorola-Google-Zusammenarbeit – beim Browsen im Internet sogar das Vierkern-Tegra 3-Kraftwerk ASUS Transformer Prime hinter sich zu lassen: 1060 Punkte ergab der Vellamo-Browser-Benchmark; dass Prime kam nur auf 953 Punkte.

Leider fällt das XOOM 2 hinsichtlich seiner unterdurchschnittlichen Kamera-Software (kein Tap-to-focus, schlechter Autofocus) ebenso durch wie ob der fehlenden Möglichkeit den mit 16 GB mickrigen internen Speicher via MicroSD-, SD- oder USB irgendwie zu erweitern – Käufer des Tablets müssen ihre Daten also beinahe zwingend in der Cloud lagern.

Und absolutes K.O.-Kriterium: Das XOOM 2 soll tatsächlich 620 Dollar kosten – in Zeiten, in denen ein ASUS Transformer Prime mit 32 GB, einem Tatstatur-Dock und Tegra 3-SoC für 599 Dollar über den Ladentisch geht.

In einem Satz, und hier zitiere ich Engadget mit stiller Zustimmung: „Das XOOM war eine Zeit lang das beste Honeycomb-Tablet – und zwar solange es das einzige Honeycomb-Tablet war. Heute ist die Konkurrenz viel härter und besser; auch wenn Motorola sich mit dem XOOM 2 gesteigert hat, reicht das nicht für die Spitze.“

Der detaillierte Testbericht des XOOM 2 kann bei engadget.com nachgelesen werden.

Dieser Artikel wurde im Rahmen von Saschas Urlaubsvertretung verfasst. Autor ist Amir von androidnext.de.

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  • Mark Baumgartl

    Mit den abgeflachten Ecken siehts irgendwie sehr stark nach Acer aus.Und sollte das XOOM 2 nicht einen Subwoofer bekommen?Hatte das nur deshalb noch als alternative aufm Zettel.Und zu dem Preis sag ich mal nix…gute Verarbeitung hin oder her,so wird das doch nix mit dem Hit.

  • http://pulse.yahoo.com/_TX5K55YMJPQCSYB5GZGFNW2P6A Amko

    Da ist ja das Xoom1 interessanter!

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