Als ASUS heute sein neues Fonepad vorstellte, das zum Preis von gerade einmal rund 220 Euro ein 7-Zoll-Display mit ordentlicher Auflösung, recht viel Speicher und eben sogar ein 3G-Modem und Telefoniefunktionen bietet, kam offenbar nicht nur bei mir die Frage auf, wie so ein günstiges Gerät möglich ist, wenn Smartphones, die ja eigentlich für’s Telefonieren gemacht sind, meist mehr kosten oder für den gleichen Preis eine schlechtere Ausstattung bieten.
Die Kollegen von Cnet haben deshalb bei ASUS nachgefragt, um zu erfahren, wie es den Taiwanern möglich ist, das ASUS Fonepad günstig anzubieten, während die meisten Smartphones noch immer mehr kosten. Wie schafft es ASUS also, ein Riesen-Smartphone zum halben Preis eines High-End-Telefons anzubieten? Nach Angaben von Jonathan Santaub, Regional Director bei ASUS, ist bei den kleineren Geräten oft mehr Entwicklungsaufwand, mehr Ingenieurarbeit und mehr Erprobung notwendig, um die Komponenten sinnvoll in einem kompakten Gehäuse unterzubringen, ohne dass es zum Beispiel Hitzeprobleme gibt und man immer noch die bestmögliche Leistung bieten kann. Insgesamt seien die Kosten für Entwicklung und Herstellungsvorbereitung wohl leicht höher, so Santaub.
Bei den Smartphones gebe es derzeit ein Spec-Wettrennen, in dem sich die Anbieter in Sachen Ausstattung überbieten, also zum Beispiel 1,7 GHz schnelle Quad-Cores, 2 GB RAM und die maximal möglichen Kameraauflösungen integrieren. All diese Features würden jedoch Geschwindigkeit, Leistung und Akku-Management verlangen. Beim Fonepad habe man mit dem Intel Atom Z2420 jedoch einen Low-End-Chip mit ausreichender Leistung statt etwa eines Qualcomm Snapdragon 600 wie beim ASUS Padfone Infinity verwendet. Es gehe also um Kompromisse, die den Preis drücken, aber dennoch ein optimales Erlebnis bieten sollen. Letztlich sei der Unterschied eben auch in den Kosten für die verwendeten Komponenten zu finden.
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