Beim MWC in Barcelona haben Visa und Samsung eine Vereinbarung angekündigt, mit dem Ziel gemeinsam NFC-Zahlungen weltweit voranzutreiben. Diese  baut auf der bereits laufenden Zusammenarbeit der Unternehmen in diesem Bereich auf, „in die Visa seine Zahlungsexpertise und Samsung seine Technologieführerschaft bei mobilen Endgeräten einbringt“.

MWC: Samsung-Smartphones künftig mit Visa NFC-Payment Unterstützung – auch das Galaxy S4

Im Rahmen der Allianz sollen Banken und Sparkassen Zahlungskontoinformationen sicher auf NFC-fähige Samsung-Geräte laden, die zukünftig direkt ab Werk alle mit der Visa payWave Technik ausgestattet werden. Über diese App können kontaktlose Zahlungen per NFC durchgeführt werden. Das betrifft natürlich nicht nur aktuelle, sondern auch zukünftige Devices, wie das Samsung Galaxy S4. Man könnte sich vorstellen, dass Samsung dieses Feature auch prominent bewirbt, immerhin hat Lieblingskonkurrent Apple nicht mal NFC im iPhone.

Das mobile Zahlen per NFC entwickelt sich – wenn man den Prognosen glauben möchte – mittel- bis langfristig zu einem lukrativen Geschäft: Immerhin 1,95 Milliarden NFC-fähige Endgeräte sollen 2017 ausgeliefert werden, von diesem Kuchen wollen sich die beiden Unternehmen gemeinsam ein großes Stück abschneiden. Dabei kümmert sich Visa um die eigentliche Zahlungsabwicklung, die Partnerschaften mit den Banken und um die Software für die Zahlungen, während Samsung natürlich vor allem entsprechende Endgeräte in großen Stückzahlen auf den Markt bringt, die jetzt direkt mit der notwendigen Software von Visa ausgestattet sind.

Die komplette Pressemitteilung:

Visa und Samsung schließen weltweite Vereinbarung, um NFC-Zahlungen voranzutreiben

Finanzinstitute können Zahlungskontoinformationen sicher auf mobile Endgeräte von Samsung herunterladen

San Francisco/Barcelona, 25. Februar 2013 – Visa und Samsung bauen ihre bestehende Zusammen­arbeit bei NFC-Zahlungen weiter aus, um mobiles Bezahlen weltweit anbieten zu können. Beide Unternehmen haben eine Allianz geschlossen, in die Visa seine Zahlungsexpertise und Samsung seine Technologieführerschaft bei mobilen Endgeräten einbringt.

Durch die Vereinbarung können Banken und Sparkassen über den Visa Mobile Provisioning Service1 sicher Zahlungskontoinformationen auf NFC-fähige Samsung-Produkte herunterladen. Darüber hinaus stattet Samsung seine NFC-fähigen Geräte zukünftig ab Werk mit der Visa payWave Technologie aus. Visa payWave ist die mobile Bezahl-App von Visa, mit der Verbraucher kontaktlos mit mobilen Endgeräten einkaufen können.

Wir freuen uns, die Zusammenarbeit mit Samsung weiter auszubauen. Samsung und Visa bilden hier eine starke Partnerschaft. Gemeinsam werden wir mobiles Bezahlen für Verbraucher in aller Welt anbieten“, sagt Mariano Dima, Executive Vice President von Visa Europe.

Samsung ist seit 2005 Pionier bei NFC-fähigen Endgeräten. Mit der Vereinbarung bereiten wir den Weg für mobiles Bezahlen. Die Vereinbarung mit Visa ist ein wichtiger Schritt zu einer weltweiten mobilen Bezahlplattform“, betont Dr. Won-Pyo Hong, President und Head of Media Solution Center bei Samsung Electronics. „Damit schaffen wir großen Mehrwert für Banken und Sparkassen, die Verbrauchern mobiles Bezahlen mittels NFC anbieten wollen.“

Die Nahfeldkommunikation (Near Field Communication/NFC) ist der globale Standard für die sichere Kommunikation zwischen mobilen Endgeräten und Kassenterminals. Das Marktforschungsunternehmen ABI Research prognostiziert, dass im Jahr 2017 rund 1,95 Milliarden NFC-fähige Endgeräte ausgeliefert werden2. Die weltweite Kooperation zwischen Samsung und Visa ist die erste ihrer Art zwischen einem führenden Anbieter von mobilen Endgeräten und einem globalen Zahlungstechnologienetzwerk. Sie ebnet den Weg für die Umsetzung von neuen Programmen zum mobilen Bezahlen:

  • Globale strategische Allianz

Visa und Samsung arbeiten gemeinsam an der Entwicklung der nächsten Generation von NFC-fähigen Samsung Endgeräten mit Visa Zahlungstechnologie. Darüber hinaus werden Partnerschaften mit Banken und Sparkassen geschlossen, um mobile Zahlungsmöglichkeiten weltweit auf den Markt zu bringen.

  • Samsung Geräte werden mit dem Visa Mobile Provisioning Service ausgerüstet

Um es Banken und Sparkassen zu ermöglichen, mobiles Bezahlen mit NFC anzubieten, wird Samsung ihnen die Möglichkeit bereitstellen, Zahlungskontoinformationen auf einen sicheren Chip zu laden, der in den mobilen Endgeräten von Samsung verbaut ist. Dazu wird der Visa Mobile Provisioning Service1 in Verbindung mit dem Samsung Key Management System (KMS) genutzt – ein Service, der Banken sichere Bereiche für die Datenaufbewahrung in mobilen Endgeräten bereitstellt.

  • Samsung erhält weltweite Visa payWave Lizenz

Ausgewählte Samsung Endgeräte der nächsten Generation, die NFC-fähig sind und über einen speziellen Sicherheitschip verfügen, werden ab Werk mit der Visa payWave Technologie ausgerüstet sein. Diese Geräte können dann direkt mit Visa Zahlungskontoinformationen personalisiert werden. Zur Registrierung nutzen Verbraucher die mobilen Bezahl-Apps ihrer Banken und Sparkassen.

 Auf dem Mobile World Congress vom 25. bis 28. Februar 2013 in Barcelona stellt Visa die Visa payWave Zahlungstechnologie für mobiles Bezahlen und den Visa Mobile Provisioning Service vor, der von Banken und Sparkassen genutzt werden kann, um sicher Zahlungskontoinformationen auf NFC-fähige Endgeräte von Samsung zu laden. Interessierte Journalisten können sich diese Technologien am Visa Stand Halle 6, Stand 6E40 demonstrieren lassen.

1 Visa Mobile Provisioning Service ist nicht auf allen Kontinenten verfügbar,

2 Quelle: ABI Research, 21. November 2012, http://www.abiresearch.com/press/nfc-will-come-out-of-the-trial-phase-in-2013-as-28

 

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  • MGTobias

    Ob das genau so ein “Erfolg” wird wie Google Wallet NFC?

  • LinHead

    Das sind Dinge, die sich in Europa nur sehr sehr sehr langsam durchsetzen werden.
    Das europäische Bankensystem mit seiner EC/Maestro-Karte und teilweise enger Verzahnung mit der Kreditkarte sind für den Großteil der Bevölkerung das einfachste und sicherste Zahlungsmittel derzeit. Damit kann ich im Euro-Zahlungsraum doch bei jedem Tante-Emma-Laden bequem und ohne Zusatzkosten einkaufen und tw. Geld abheben – während mich schon die läppische Sparkassen-App zusätzlich Geld kostet.
    In anderen Regionen wie dem Bankentechnischen Dritte-Welt-Land USA z.B. wo es oft nicht mal möglich ist von einer auf die andere Bank eine einfache Überweisung zu durchzuführen und wo der Scheck immer noch ein extrem wichtiges Zahlungsmittel ist, wird das sicher schneller kommen. Interessant sind da insbesondere die Länder auf dem afrikanischen Kontinent, wo sich ja eine Reihe von SMS-basierten Zahlungsdiensten entwickelt haben.

    Für die Banken ist das ganze ja risikolos, die Schnittstellen sind eh vorhanden und die Entwicklungskosten dürften sich im Rahmen halten.

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  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100002901538879 Volker Leibrock

    Ich persönlich kann mir nicht vorstellen diesen Bezahl dienst einmal selbst zu nutzen. Schon mit der EC Karte zahle ich mit einem schlechten Gefühl bei all diesen Betrügereien gegen die man machtlos ist. Eine Kreditkarte habe ich schon gar nicht auch wenn ich dann bei einigen amerikanischen Firmen nicht einkaufen kann. Und diese neue Methode wird mit Sicherheit in Deutschland gerade bei der älteren Generation nicht auf große Gegenliebe stoßen.

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