Die Deutsche Telekom bringt zusammen mit Alcatel mit dem Alcatel One Touch Fire im Sommer 2013 ihr erstes Smartphone mit Mozillas Firefox OS in Europa auf den Markt. Wie schon beim ZTE Open handelt es sich auch hierbei um ein Low-End-Smartphone, das vor allem Einsteiger ansprechen soll, weshalb man zunächst Polen bedient, bevor andere Länder folgen sollen.

MWC: Telekom bringt Alcatel One Touch Fire Smartphone mit Firefox OS im Sommer – zuerst in Polen

Das Alcatel One Touch Fire hat ein 3,5-Zoll-Display mit 480×320 Pixeln Auflösung und basiert auf einem mit 1 GHz getakteten Qualcomm-Prozessor mit nur einem Rechenkern. Es handelt sich um dem MSM7227A, der bereits einige Jahre auf dem Buckel hat. Das Gerät hat außerdem 512 MB Arbeitsspeicher, zum internen Flash-Speicher liegen keine Angaben vor, es ist aber von einem MicroSD-Kartenslot die Rede, der Speicherkarten mit maximal 32 GB unterstützt.

Das Alcatel One Touch Fire bietet außerdem eine 3,2-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, GPS, Bluetooth 3.0, MicroUSB-Port, WLAn und UMTS-Unterstützung sowie Quadband-GSM. Der Akku ist immerhin 1400mAh groß. Das One Touch Fire bringt 121 Gramm auf die Waage, ist aber mit 12,2 Millimetern recht dick. Zum Preis hat die Telekom bisher noch keine Angaben gemacht.

alcatel one touch fire 1 MWC: Telekom bringt Alcatel One Touch Fire Smartphone mit Firefox OS im Sommer   zuerst in Polen

Hier die offizielle Pressemitteilung:

Telekom bringt erstes Mozilla-Smartphone nach Europa

24.02.2013

– ALCATEL ONE TOUCH FIRE mit Firefox OS ab Sommer in Polen verfügbar
– Weitere Länder folgen in diesem Jahr
– Entwicklungspartnerschaft von Telekom und Mozilla für Offenheit und Wettbewerb der Systeme

Die Deutsche Telekom bringt als erster Mobilfunkanbieter ein Smartphone mit dem neuen Mozilla Betriebssystem Firefox OS auf den europäischen Markt: Im Sommer startet der Vertrieb des ALCATEL ONE TOUCH FIRE in Polen. Weitere Länder in Osteuropa werden 2013 folgen. Die Telekom und Mozilla arbeiten seit Längerem gemeinsam mit anderen Partnern an der Entwicklung eines offenen Standards für mobile Betriebssysteme. Ziel der Partnerschaft ist es, mehr Wettbewerb im Markt und mehr Auswahl für den Kunden zu schaffen. Mit dem ALCATEL ONE TOUCH FIRE ist das erste Etappenziel erreicht.

“Partnerschaften sind für uns ein wichtiges Mittel, um Innovationen den Weg zu bereiten. Im Sinne unserer Kunden wollen wir freie Wahlmöglichkeiten schaffen und setzen deshalb auch auf offene Plattformen”, sagte René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom auf dem Mobile World Congress in Barcelona. “Aus diesem Grund unterstützen wir Mozilla bei der Entwicklung eines innovativen und offenen Standards für mobile Endgeräte. Der Launch des ersten Smartphones mit dem neuen Firefox-Betriebssystem in Europa ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Wettbewerb der Ökosysteme.”

Seit dem Start des Projekts 2011 beteiligt sich die Telekom an der Entwicklung des neuen Mozilla Betriebssystems für Smartphones. Beim Mozilla Firefox OS ist der Browser die Umgebung, in der sich alle Apps und Webseiten befinden: Unterstützt werden ausschließlich Anwendungen, die in den bekannten Web-Sprachen, allen voran HTML 5, geschrieben werden. Diese sind – wie zum Beispiel Telefonie, SMS und Adressbuch – vorinstalliert oder werden wie Webseiten über den Browser geöffnet. Die Telekom steuert nicht nur strategisch relevante Bausteine des Systems bei, etwa im Bereich Sicherheit, sondern liefert zudem die technischen Anforderungen aus Netzbetreibersicht und koordiniert die Zusammenarbeit mit den Handy-Herstellern. Darüber hinaus unterstützt die Telekom die Mozilla Entwicklergemeinde durch die Organisation verschiedener Veranstaltungen wie der Mozilla Work Week in Berlin, eines “Hackathons” in Warschau und den App Days in San Francisco.

Die Deutsche Telekom kooperiert mit Mozilla, um offene Standards und den Wettbewerb zwischen den Ökosystemen zu fördern: Ein entwicklerfreundliches Betriebssystem beschleunigt innovative Anwendungen und ermöglicht eine bessere Integration von eigenen Diensten und Plattformen. In diesem neuen Ansatz sieht die Telekom großes Potenzial, ebenso wie in der Entwicklung eines guten Smartphones zu einem günstigen Preis. Mit dem ALCATEL ONE TOUCH FIRE, angetrieben durch einen Qualcomm Snapdragon Processor mit 1GHz CPU, bringt die Telekom ein “erschwingliches” Mozilla-Smartphone auf den europäischen Markt: Das Gerät wird ab Sommer in Polen verfügbar sein – weitere Länder werden 2013 folgen.

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  • Wastl

    Ich frage mich, wie das Geschwurbel von T-Mobile mit dem Werbetext für Netzbetreiber von Mozilla zueinanderpasst:

    T-Mobile: ““Partnerschaften sind für uns ein wichtiges Mittel, um Innovationen den Weg zu bereiten. Im Sinne unserer Kunden wollen wir freie Wahlmöglichkeiten schaffen und setzen deshalb auch auf offene Plattformen”, sagte René Obermann”

    Mozilla: “Firefox OS offers:
    – A level playing field against other OS and marketplace providers
    – Greater participation in the value chain
    – Ownership and control over relationships with customers”

    Als unbedarfter Netzbetreiber erwarte ich mir von dem Werbetext von Mozilla, dass ich damit geschäftsschädigende Dienste wie WhatsApp von “meinen” Geräten fernhalten kann. Das wäre dann aber auch im Widerspruch zu “offenen Plattformen”?

  • http://xenfo.blogspot.de/ nutritio

    hätte ich nicht gedacht, dass Firefox OS soviel Unterstützung bekommt. Aber finde ich richtig gut!! :) Dann hoffen wir mal, dass schnell eine paar gute Apps entwickelt werden und dass sich die Geräte gut verkaufen. Wär schön neben Apple, Microsoft und Google noch eine nicht so profitorientierte Gesellschaft im Smartphonemarkt zu haben.

  • gast

    das ding reagiert nicht richtig und sehr träge

    • shortman

      Du beziehst Dich auf das Video der Telekom?
      Ja, das ist grausam und ich kann nicht verstehen, wie die ein solches Video online stellen können. Das Ding scheint überhaupt nicht zuverlässig zu reagieren.
      Sehr abschreckend.

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