Man wird langsam müde, über jede Apple vs Irgendwen-Story zu berichten. So haben wir uns beispielsweise jüngst den Zwist mit Augsburger hier mal geschenkt. Aber manche Dinge könnten einen so kolossalen Effekt auf die Tech-Szene haben, dass man nicht drumherum kommt, darüber zu schreiben. Der neueste Patent-Coup Apples könnte dazu gehören, denn das Unternehmen aus Cupertino hat nun ein Schutzrecht für ortsbasierte Informationsdienste zugesprochen bekommen.
Was auf dem Bild wenig übersichtlich wirkt, könnte Diensten wie Foursquare aber vor allem Google und Facebook noch richtig Kopfschmerzen bereiten. Es geht um das Zusammenspiel von ortsbasierten Daten beispielsweise dank GPS und deren Verwendung in Netzwerken wie zum Beispiel Facebook.
Besagtes Patent ist nämlich dummerweise so allgemein gehalten, dass jede Information – egal ob Text, Musik, Sprache, Bilder, Videos oder andere Inhalte – die per GPS, Barcode, etc an ein Netzwerk übertragen wird, davon betroffen ist. Damit müsste es wieder zur Kategorie FRAND-Patent gehören und es liefe in diesem Falle darauf hinaus, dass sich Apple damit Lizenzgebühren von Jedem einstreichen kann, der dieses Patent in Anspruch nimmt.
Kommt mir das nur so vor oder baut sich Apple hier gerade – angesichts von den sich abzeichnenden Erfolgen von Android-Tablets und -Smartphones – ein neues Geschäftsfeld auf? Einfach zurücklehnen, auf den Patent-Fundus schauen und Kohle kassieren? Auch Microsoft verdient sich dadurch ja schon eine goldene Nase bei Android-Devices.
Quelle: Patentlyapple.com via ZDnet
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