Ein neues Patent von Apple soll ermöglichen, dass das iPhone exakt so aufkommt, wie es soll – quasi wie eine Katze. Funktioniert das, dürften künftig vermutlich die Reparaturdienste ebenso aufheulen wie die Case-Industrie.

Neues Apple-Patent: iPhone soll wie eine Katze fallen

Ich habe neulich das Kunststück fertig gebracht, binnen sieben Tagen zwei Smartphones fallen zu lassen. Einmal habe ich – mit fremder Hilfe – zusehen dürfen, wie sich mein Galaxy S3 in hohem Bogen von mir weg bewegt und auf dem harten Boden aufschlägt, einmal ist mir schlicht mein Nexus 4 aus der Hand gerutscht. Das S3 hat einen noch überschaubaren Riss im oberen Display, während das Nexus 4 nun aussieht wie ein bizarres Glasmosaik.

Was soll uns das nun sagen, abgesehen von den ganz offensichtlichen motorischen Defiziten des Autors? Es kann natürlich Zufall sein, dass das wertigere, etwas schwerere Nexus 4 in tausend Stücke zerspringt, während das Kunststoff-Gehäuse des S3 wesentlich weniger abbekommt, aber wenn wir uns diverse Fall-Tests anschauen, macht ein Smartphone wie das iPhone dort öfters eine sehr unglückliche Figur. Ist wohl auch Apple aufgefallen, weshalb sie beim Patent “Protective Mechanism for an Electronic Device” daran arbeiten, ein Gerät – das iPhone wird ausdrücklich im Antrag erwähnt – exakt so fallen zu lassen, dass es möglichst auf einen bestimmten Punkt fällt und somit den denkbar geringsten Schaden davon trägt.

Apple iPhone Katze 02

 

Wie soll der Spaß funktionieren? Mittels verschiedenster Sensoren wie dem Gyroskop oder dem Beschleunigungssensor wird erkannt, dass sich das Device im freien Fall befindet. Dann soll der Gravitations-Schwerpunkt verlagert werden, damit man in etwa steuern kann, wie das iPhone (oder welches Device auch immer) aufkommt. So kann man verhindern, dass es auf der anfälligen Glasseite aufkommt, sondern stattdessen beispielsweise auf der Rückseite.

Man findet auch einige weitere Ansätze, wie man den Schaden im Falle eines Sturzes begrenzen kann. So könnte mittels kleiner Klammern an der Kopfhörer-Buchse verhindert werden, dass der Stecker bei so einem Sturz herausrutscht und könnte auf diese Weise ebenfalls verhindern, dass das Smartphone zu Boden fällt. Apple hat hier noch einige Ideen in petto, von denen wir aber in absehbarer Zeit sicher nichts in einem iPhone sehen dürften. Dass in diese Richtung überlegt wird, ergibt aber Sinn und ich möchte wetten, dass auch die Konkurrenz bereits tüftelt.

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  • Maximilian O.

    Sehr gute Ansätze, die Apple da verfolgt

    Da sie ja quasi die Erfinder der zerbrechlichen Mobile-Devices sind darf man das wohl auch erwarten.

  • gast

    Die Idee ist auch sehr gut für apple, denn jedes mal wenn im im appel store bin werden massenhaft displays etc ausgetauscht, geht auch sehr schnell trotzdem ein aufwand immer wieder…

    • art

      Arbeitest wohl in einem Apple store …

      • gast

        ähm nein ich kenne mich nur sehr gut aus, weshalb ich immer von freunden und bekannten gebeten werde mitzugehen, weil auch die appleangestellten nicht alles perfekt können und kennen, immer ein top bsp mac book aufschrauben ist kein garantiebruch etc.

  • geek78

    Ich hoffe mal ganz stark, das es sich hierbei nicht um das “killer feature” handelt was vor ein paar Tagen vorher gesagt wurde :-)

  • Hans

    Klangt zwar ganz interessant und nützlich aber praktisch nicht in der Realität umzusetzen, zumindest nicht für ein Smartphone.

    Wie sollen das Iphone mit den derzeitigen Abmaßen und einem Gewicht von 120gr aus einer Fallhöhe von vielleicht 1,5m so schnell den Schwerpunkt verlagern um auf eine bestimmte Stelle zu fallen?
    Diese Idee umzusetzen ist eine Verschwendung von Entwicklungssressourcen.
    Statt zerbrechliche Materialien zu verwenden sollte man die ganze Konstruktion überdenken und auf weniger anfällige Materialien setzen.
    Handys waren schon immer aus Plastik weil es das bestmögliche Material ist.

  • http://twitter.com/tilmann_gangway tilmann pritzens

    ich finde ein smartphone sollte grundsätzlich so gebaut sein, dass es einen Sturz weitestgehend schadlos übersteht! mal motorische Defizite hin oder her:so ein Gerät ist bei einem poweruser ständig in Bewegung- da darf es nicht sein, dass ein Display oder eine Rückseite aus Glas (!?!) bei einem Sturz schaden nimmt! (außer man will den Konsumenten gezielt mit Reparaturdiensten verkuppeln).
    mein good old HTC Desire ist mir in den letzten 4 Jahren sicher 15 mal aus der Hand gefallen (worden) und landete wegen dem fetten mugen extended Akku immer auf der Rückseite – – > Rückschale und Akku flogen meist ab, aber außer kleinen Schrammen durch den Aufprall entstanden keine Schäden! schon allein deshalb schrecke ich vor dem Kauf eines nexus 4 zurück, weil das bei meinem Geschick 3x pro Jahr in Reparatur wäre :-
    und auf otterbox stehe ich irgendwie nicht so ;-)

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