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Ein Traum wird wahr - das eigene Auto drucken?
3D-Drucker: Audi druckt nun komplette Fahrzeuge!

Ein Traum wird wahr - das eigene Auto drucken? Audi macht es nun vor und druckt kein Auto aus Kunststoff, nein in dem 3D Drucker geht es um das metallische Sintern.

Ich stand bereits auf einer amerikanischen Automobil-Messe neben einem 3D-Drucker der den „Strati“ gedruckt hat. Das Fahrzeug besteht dann zum größten Teil aus Kunststoff. Doch was Audi nun macht, hebt diese ganze 3D Drucker Technologie (im Fahrzeugbau) auf ein ganz anderes Niveau. 3D Drucker werden inzwischen eingesetzt für die Herstellung von Modellen und Formen, aber ein komplettes (Modell-) Auto aus dem 3D Drucker, welches dann nicht einmal aus Kunststoff besteht, das habe ich vorher auch noch nie gesehen.

Nicht wundern, wir sprechen hier über ein Modellauto im Maßstab 1:2 – nachgefertigt wurde hier das Auto Union Typ C aus dem Jahre 1936. Ein Grand Prix Rennwagen, daher sieht Herr Waltl hier auf dem Foto auch so riesig aus, aber es ist ja auch eine großartige Leistung. Doch warum macht man so etwas überhaupt?

In den Werkzeugbauten von Audi und im Volkswagen‑Konzern treiben wir neue Fertigungstechnologien voran. Gemeinsam mit Partnern aus der Forschung loten wir immer wieder die Grenzen neuer Verfahren aus. Eines unserer Ziele ist der Einsatz von Metalldruckern in der Serienproduktion. Prof. Dr. Hubert Waltl, Audi‑Vorstand für Produktion und Leiter der Werkzeugbauten im Volkswagen‑Konzern

Zur Zeit überprüft  der Hersteller Audi weitere Einsatzmöglichkeiten von Metalldruckern für die Herstellung komplexer Bauteile. Dabei schafft der Hersteller natürlich auch weitere wichtige Synergien mit den Werkzeugbauten im Volkswagen Konzern und davon gibt es ins. 14 Stück in neun Ländern. Der Schwerpunkt? Der wird tatsächlich auf den metallischen 3D-Druck und auf den 3D-Druck im Sand-Print-Verfahren gelegt.

Wie funktioniert der Metall 3D-Drucker? Ein Laser lässt beim sogenannten „selektiven Sintern“ schichtweise metallisches Pulver schmelzen. Die Körner sind ungefähr halb so dick wie ein menschliches Haar. Das Verfahren soll natürlich in vor allem in der Zukunft die Herstellung von komplexen Bauteilen erleichtern, der Druck von Modell-Fahrzeugen ist hier nur die Fingerübung. Der Audi-Werksbau stellt derzeitig bereits Bauteile aus Aluminium sowie Bauteile aus Stahl via 3D-Druck her. Derzeitig sind Objekte bis zu einer Größe von 24×20 cm möglich. Resultat: Eine höhere Dichte als Bauteile die im klassischen Druckguss- oder Warmumformung-Verfahren hergestellt wurden.

Bis wir komplette Autos aus dem 3D Drucker bekommen wird es wohl noch etwas dauern, aber ich finde es inzwischen wahrlich beeindruckend was schon alles aus der „neuen“ Technologie hervorgezaubert werden kann. Liebe Audi-Mitarbeiter, seht diesen Beitrag als Bewerbung, ich möchte gerne eine Runde mit dem 3D-Print fahren!

Wo sehe ich die Vorteile für die Automobil-Industrie? Ich spreche vermutlich für viele Oldtimer- und Youngtimer Fahrer, die sich nichts sehnlicheres herbeiwünschen als manch längst verschollenes Bauteil. Das könnte man mit der Technologie natürlich auch „schnell“ nachfertig. Ob das dann unterm Strich auch immer „günstig“ ist, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt Papier. Neufahrzeuge werden früher oder später natürlichauch davon profitieren.

Quelle & Foto: © Audi 2015