Facebook Instagram ASCII Bilder

Facebook und Instagram fertigen heimlich ASCII-Versionen eurer Bilder

Ist das jetzt’n verfrüht oder verspätet entdecktes Easter Egg oder hat da nur irgendein Programmierer bei Facebook und Instagram seinen inneren Geek ausgelebt? Egal, es sieht jedenfalls toll aus. Die beiden Plattformen erstellen von euren upgeloadeten Bildern sowohl bunte als auch schwarz-weiße ASCII-Versionen.

Ihr wisst gar nicht, was das ist oder habt das Prinzip dahinter nie verstanden? ASCII-Art Bilder liegen nicht tatsächlich als Bild im z.B. JPG- oder PNG-Format vor, sondern werden mit Hilfe von Buchstaben, Zahlen, Leerzeichen und Sonderzeichen dargestellt. Diese ergeben in der richtigen horizontalen und vertikalen Anordnung für das menschliche Auge ein „Bild“, das je nach Ausgangsmaterial oder Motiv mehr oder weniger deutlich zu erkennen ist.

Am Computer wird hierzu der ASCII-Zeichensatz verwendet, weil dieser in den meisten Fällen plattform- und sprachübergreifend auf allen Systemen installiert ist. Je nach Programm, das zur Darstellung der Zeichenfolgen benutzt wird, lassen sich farbige oder bunte Bilder darstellen. Benutzt man z.B. so wie im vorliegenden Fall einen Browser, dann können die Zeichen über spezielle HTML-Tags farbig dargestellt werden. In der Summe ergibt sich dann ein „buntes“ Bild aus vielen einzelnen, verschiedenfarbigen Zeichen.

Die Erfindung ist nicht neu, ASCII-Bilder gab es schon vor langer Zeit. Mit dem Aufkommen des Internets erlebte die Kunstform ein kleines Revival und schon bald zierten die kleinen oder großen Kunstwerke die Fußzeilen vieler E-Mails oder Foren-Beiträge. Irgendwann ebbte der Hype wieder ein wenig ab, doch ein harter Kern von treuen Fans und echten Profis dieser künstlerischen Technik blieb immer erhalten. Nun, mindestens einer davon arbeitet nun offensichtlich bei Instagram oder Facebook (was ja letztendlich das gleiche ist).

Der Trick um an diese speziellen Versionen eurer Bilder zu gelangen ist recht simpel. Öffnet ein öffentlich hochgeladenes Bild bei Facebook oder Instagram und bringt die „reine“ Bild-Adresse in Erfahrung. Am einfachsten geht das, in dem ihr mit der rechten Maustaste auf das Bild klickt und über „Bildadresse kopieren“ den Link zum Bild in die Zwischenablage packt. Alternativ könnt ihr das Bild über das Dropdown-Menü auch in einem separaten Tab öffnen.

Sascha Pallenberg und Nicole Scott

Hängt nun einfach für eine bunte ASCII-Version des Bildes ein .html an die Adresse, eine schwarz-weiße Variante erhaltet ihr durch das Anhängen eines .txt. Je nach Bildgröße und Bilderdetails braucht der Browser ein wenig länger für die Anzeige, zudem ist das Ergebnis nicht immer soooo optimal. Nach ein paar Versuchen dürftet ihr aber herausfinden, welche eurer Bilder sich am besten für dieses Experiment eignen.

Sascha Pallenberg Nicole Scott ASCII bunt

Sascha Pallenberg Nicole Scott ASCII schwarz-weiss

Wenn ihr ein schönes Exemplar gefunden habt, wollt ihr es vielleicht als „echtes“ Bild mit euren Freunden teilen. Hierzu nehmt ihr am besten ein ganz normales Screenshot-Programm oder -Browser-Addon.

Und, klappt das bei euch? Habt ihr ein paar besonders gelungene Beispiele? Droppt uns den Link inklusive .html oder .txt bzw. einen Screenshot in die Kommentare.