Nokia Here ist ein neues Angebot, welches nicht nur auf dem eigenen erfolgreichen Kartendienst der Finnen aufsetzt, sondern ihn mit vielen Funktionen stark erweitert. Zudem kauft Nokia Earthmine, ein Unternehmen welches schon seit vielen Jahren 3D-Karten bastelt. Die Finnen brauchen Earthmine, um künftig auch mit Googles Street View konkurieren zu können.

Nokia Here: Nokia stellt neue Karten-Plattform vor, kauft Earthmine

Der Name “Nokia Maps” wird völlig von der Bildfläche verschwinden, was auch ein cleverer Zug der Finnen ist – schließlich taucht das beliebte Kartenmaterial nicht nur in Nokia-Produkten, sondern auch bei Bing und Co auf. Um in Sachen Service um das Kartenmaterial mit Google gleichziehen zu können, hat man Here aus dem Boden gestampft (aktuell im Web und für Windows Phone), welches nicht nur die Karten zur Verfügung stellt, sondern auch ein paar neue Funktionen mitbringt.

So könnt ihr nun beispielsweise “Sammlungen” anlegen. Dort könnt ihr eure Hot Spots in beliebig vielen Listen anlegen, ebenso wie eure öfters benötigten Routen. Weiter könnt ihr auch in einigen Städten 3D-Karten nutzen – Berlin sieht beispielsweise schon sehr beeindruckend aus auf “Here”. Weiter lässt man uns nun Orte in unserer Umgebung checken. Im engen Radius um meinen Standort herum wird mir angezeigt, welches Kinos, Geschäfte, etc sich in der unmittelbaren Umgebung befinden:

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Auch ein Map Creator ist mit an Bord, um gegebenenfalls persönlich mit Hand anzulegen in Regionen, wo das Kartenmaterial nicht mehr auf dem Laufenden ist. Das ist aber nur für bestimmte Regionen derzeit verfügbar, in Deutschland gibt es da nichts für uns zu tun.

Natürlich gehört auch ein Routenplaner zum Umfang – hier kann man sich die Verbindung zwischen Ort A und B auch für öffentliche Verkehrsmittel anzeigen lassen. So sagt mir der Planer für die Verbindung der Hauptbahnhöfe Dortmund und Gelsenkirchen, welche Linie ich besteigen muss und nach wie vielen Stationen ich raus muss.

Die Funktionen sind teils natürlich nicht weltweit aktiv, machen aber aktuell schon einen sehr feinen Eindruck. Außerdem kündigt Nokia an, dass man natürlich nicht nur Windows Phone mobil unterstützen möchte, sondern auch an Lösungen für iOS und Android bastelt, selbst das Firefox OS hat man für nächstes Jahr auf dem Schirm. Bei der iOS-Version wartet man den Informationen zufolge nur noch auf grünes Licht von Apple, damit sie im App Store verfügbar gemacht werden kann.

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  • Michael

    An einer Android App wird seitens Nokia leider nicht gebastelt, sie werden nur eine entsprechende API für Entwickler zur Verfügung stellen. Schade.
    https://twitter.com/heremaps/status/268459427059879936

    • http://twitter.com/ArsTwo Two

      Was fehlt denn einem ambitionierten Entwickler noch wenn er eine API und passende Dokumentation hat?

      • Michael

        Nichts. Es ist auch nicht so, dass ich nicht an gute Apps auf Basis von Here glaube.
        Nur würde ich eben gerne eine entsprechende Referenzapp von Nokia sehen, zumal ich deren aktuelle Maps Anwendungen (bei mir zuletzt auf Symbian) in Sachen UI für absolut hervorragend und vor allem deutlich besser als Google Maps halte, speziell was die Bedienung im Auto angeht.
        Wobei der Funktionsumfang der iOS App zu wenig wäre, um Google Maps auf meinem S3 zu ersetzen.
        Für eine vollwertige Here Anwendung (inkl. Maps, Navigation und einem echten Offline-Modus) von Nokia würde ich sogar zahlen.

  • gast

    auch grünes licht von apple sollten die garnicht warten. falls apple sich weigert die app zuzulasen einfach klagen. wie opera gegen MS

  • Gast

    Bei der bisherigen Routenplanung wird nur der Start, evtl. Zwischenziele und der Endpunkt zum Handy übertragen, so dass die Route nicht so aussieht wie man sie bei Nokiamaps sah. Sofern dieser Punkt nun nicht endlich geändert wird, ist Nokiamaps oder Here auch weiterhin nur die 2. Wahl.

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