Apple und Samsung zoffen sich ja schon eine ziemliche Weile und mit Nokia bekommt man in Cupertino jetzt unerwartete Schützenhilfe von dritter Seite. Zusammen will man den Jungs aus Korea nun einheizen.
In den letzten Wochen haben wir erstaunlich wenig über Patent-Streitigkeiten berichten müssen – also höchste Zeit, dass sich auf diesem unschönen Kriegsschauplatz “endlich” mal wieder was tut. Es geht um das von Apple geforderte Verkaufsverbot, welches gleich eine ganze Armada von Samsung-Devices betreffen sollte. Wie ihr wisst, spielte die zuständige Richterin Lucy Koh nicht mit und handhabte die Geschichte wesentlich lockerer, als es den Kameraden in Cupertino lieb ist.
Daher fühlt sich Nokia – selbst eins in Patent-Scharmützel mit Apple verwickelt – nun berufen, den Amerikanern zur Seite zu springen. Man wandte sich an das Gericht und erklärte, dass die aktuelle Handhabung und das Verweigern eines Verkaufsverbots den Unternehmen die Arbeit erschwere, die versuchen ihre Patente zu schützen und ihre Rechte durchzusetzen.
Nokia würde beide Seiten betrachten, heißt es – sowohl die des Herstellers von Smartphones als auch die Seite des Unternehmens, welches seine Patente geschützt wissen will. Man möchte also, dass es weiterhin möglich ist, Innovationen voranzutreiben, von dem die Allgemeinheit profitiert, andererseits soll derjenige auch geschützt werden, der für diese Innovation verantwortlich ist.
Nokia sitzt selbst auf einem Berg Patente – daher vielleicht gar nicht so unverständlich, dass sich die Finnen als bislang einziges Unternehmen auf die Seite Apples schlägt. Ob man damit die Richter in Kalifornien zum Umdenken bewegen kann, darf allerdings bezweifelt werden. Die Finnen selbst erhalten seit dem Ende des zweijährigen Patentstreits mit Apple Lizenz-Kohle aus Cupertino – aus diesem Blickwinkel kann man wohl auch bequem mit Apple sympathisieren und aus der Ferne Partei gegen Samsung ergreifen. Wie sind eure Meinungen dazu?
Immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere unseren RSS-Feed!
