Kim Jong-Un setzt auf HTC. Der nordkoreanische Diktator benutzt offenbar ein Smartphone des taiwanischen Herstellers, wie asiatische Medien nun aufgrund von Fotos der offiziellen Nachrichtenagentur Nordkoreas vermuten. Die Bürger seines Landes dürfen ihre Mobiltelefone unterdessen höchstens für Textnachrichten und Sprachkommunikation nutzen.

Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un benutzt ein HTC Desire Smartphone

Das Rätselraten um Kim Jong-Uns Telefon begann, als die nordkoreanische Nachrichtenagentur CNA Ende Januar ein Foto veröffentlichte, auf dem der Regierungschef im Gespräch mit Mitarbeitern zu sehen ist. Neben ihm liegt dabei auf dem Tisch ganz offensichtlich ein Full-Touch-Smartphone, das von südkoreanischen Behörden nun als ein Modell von HTC identifiziert wurde. Kim verwendet das Gerät nach Einschätzungen aus Südkorea für die Kommunikation mit seiner Familie und Parteigrößen.

Die Gründe für die Wahl eines HTC-Geräts sind ebenfalls Mittelpunkt von Spekulationen. So geht man in Südkorea davon aus, dass es für den nordkoreanischen Staatschef schwierig sein würde, ein Gerät von Samsung oder Apple zu verwenden. Nach Einschätzung von taiwanische Beobachtern dürfte es sich um ein älteres Modell aus der HTC Desire Serie handeln, weil das neue HTC Butterfly und das Einsteigermodell HTC Desire U erst seit kurzem in China zu haben sind, wo die Nordkoreaner normalerweise einen Großteil der von der Regierung verwendeten Technik einkaufen.

Natürlich hat HTC keine Geschäfte in Nordkorea und hat sich außerdem im letzten Jahr aus Südkorea zurückgezogen. Während Kim Jong-Un die Vorzüge aktueller Smartphone-Technik genießt, dürfen seine Untergebenen mit derartigen Geräten kaum das tun, wofür sie eigentlich bestimmt sind – auf das Internet zugreifen. So ist es ihnen untersagt, von unterwegs im Web zu surfen. Stattdessen dürfen sie mit derartigen Produkten nur telefonieren und SMS versenden. Aktuell gibt es in Nordkorea nach südkoreanischen Angaben nur 1,5 Millionen Handybesitzer – bei einer Gesamtbevölkerung von gut 24 Millionen Menschen.

Der ägyptische Telekommunikationsanbieter Orascom betreibt in Nordkorea seit gut vier Jahren ein 3G-Netz, das jedoch nur sehr beschränkt zugänglich ist. So können die Nordkoreaner zwar gegen Gebühr auf die Website einer staatlichen Zeitung zugreifen, freies Surfen ist aber nicht möglich.

Newsletter abonnieren

RSS-Icon Immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere unseren RSS-Feed!
  • the_snap_dragon

    sonst noch was passiert in nordkorea? … ein fahrad umgefallen vielleicht?

  • http://twitter.com/0quchen cubei harmsi

    Wow, coole Geschichte.

Trackbacks & Pingbacks