Geht es nach Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang ist es mal wieder Zeit für eine Dose Arschtritt. So jedenfalls drückte er sich vor einigen Monaten aus, als er ankündigte, dass Nvidia sich die angeblich wettbewerbsverzerrenden Machenschaften von Intel nicht mehr gefallen lassen würde – “We’re going to open a can of whoop-ass on them“, hieß es damals. Jetzt hat Huang erneut nachgelegt und kündigte an, dass Nvidia im kommenden Jahr gerichtlich gegen Intel vorgehen will.

Hintergrund ist ein seit geraumer Zeit schwelender Konflikt zwischen Intel und Nvidia. Einerseits behauptet Nvidia, dass Intel durch unzulässige Rabatte den Kauf der ION-Plattform für die Netbook-Hersteller weniger attraktiv macht. Andererseits ist man aber von Intel abhängig, denn ohne die nötigen Lizenzen darf man gar keine Chipsätze für Intel-Prozessoren herstellen. Die Verlängerung der entsprechenden Verträge scheint immer wieder fraglich, weshalb Nvidia sich vielleicht ab und an ein klein wenig zurück halten sollte.

Im Interview mit dem Tech-Portal T-Break kam Jen-Hsun Huang nun auf die vor einigen Wochen gestartete Cartoon-Website zu sprechen, auf der man sich mit Hilfe von Comic-Strips über Intel lustig macht. Für ihn ist die Site weniger ein direkter Angriff auf Intel als vielmehr ein Mittel zu Selbsthilfe. Sie sei ein wunderbarer Weg, die aufgestauten Emotionen abzulassen und die Frustration über das Verhalten des großen Halbleiterkonzerns zu bewältigen, so Huang.

Huang verglich die Beziehung zu Intel mit dem Verhältnis mittelalterlicher Sklaven zu ihren Herren, die sich schon damals mit Humor gegen ihre “tyrannischen Herrscher” gewehrt hätten. Huang fragte außerdem, wann denn bitteschön ein Unternehmen von der Größe Intels zuletzt einen kleinen Konkurrenten verklagt habe. Intel habe schlichtweg Angst vor rechtlichen Auseinandersetzungen. Offenbar ist er sich seiner Sache sehr sicher, denn im kommenden Jahr will Nvidia die Fehde mit Intel vor Gericht weiterführen. “Wir werden ihnen in den Arsch treten, wenn wir im nächsten Jahr vor Gericht ziehen”, so Huang.

Quelle: T-Break via Expreview

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