Die Android-Konsole Ouya wird auch in Deutschland von vielen Gaming-Fans sehnlichst erwartet, plötzlich tauchen aber überraschend Schwierigkeiten auf, die mit dem deutschen Zoll zusammenhängen.
Heißt es für deutsche Zocker “Oh nein” statt “Ouya”? Sieht gerade ein bisschen danach aus. Die Konsole, die demnächst für jedermann zu kaufen sein wird, sollte eigentlich schon längst zu all jenen unterwegs sein, die mit dafür gesorgt haben, dass die Entwickler über Crowdfunding fette 8.5 Millionen Dollar einsammeln konnten. Das klappt weltweit auch richtig gut – außer eben in Deutschland.
Wie Heise berichtet, hängen die Geräte am Zoll fest, Schuld soll eine fehlende CE-Kennzeichnung am beiliegenden Controller sein. Die Konsole unterliegt “Verboten und Beschränkungen für den Warenverkehr über die Grenze”, wie einem Beleg zu entnehmen ist, der Heise vorliegt. Zudem fehle ein deutschsprachiges Handbuch. Heise schreibt weiter, dass man besagten CE-Sticker auf dem Controller ausfindig gemacht habe beim eigenen Testgerät – allerdings auf der Innenseite der Batterieabdeckung, von außen also nicht einsehbar.
Sollten aber diese Kennzeichnungen tatsächlich verschlampt worden sein bei einigen Exemplaren, dürften die deutschen Unterstützer für ihr Vertrauen nicht belohnt werden: Zur Wahl stehen Pest und Cholera aka Annahme verweigern oder Konsole zerstören lassen. Erinnert an die Pebble-Geschichte, bei der es exakt zu den gleichen Schwierigkeiten kommt und lässt mich wieder einmal an der deutschen Bürokratie verzweifeln, weil ich denke, dass man sowas auch mit ein bisschen gutem Willen anders geregelt bekäme.
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