War das nicht klar, dass das passieren würde? Ziemlich überraschend haben sich Apple und HTC verständigen können und einen Deal abgeschlossen, der alle Patent-Streitigkeiten beilegt – zumindest für die kommenden zehn Jahre. Nun moechte Samsung Einsicht in die Unterlagen zu diesem Abkommen erhalten!
Das wurmt natürlich auch Samsung und nun möchte man gerne mehr über die Bedingungen wissen, zu denen sich Apple und HTC einigen konnten. Das macht Samsung nicht, weil man einfach neugierig ist und gerne wüsste, was in der Patent-Welt da draußen so los ist. Dahinter steckt viel mehr: Samsung vermutet, dass bei den verhandelten Patenten zwischen den beiden auch Patente dabei sein könnte, die auch im Brennpunkt des Prozesses zwischen Samsung und Apple stehen könnten.
Es geht dabei um Patente, die mit der User Experience zu tun haben, beispielsweise also diesen “Bounce Back”-Effekt, den Apple im Verfahren gegen Samsung ins Feld geführt hatte. Im Streit mit Samsung äußerte Apple, dass solche Patente von jeher nicht zur Debatte stünden, was Lizenzzahlungen angeht. Genau da wittert nun Samsung seine Chance: Sind nämlich exakt diese Patente auch Bestandteil des HTC-Abkommens, hätte Samsung wieder einen Punkt, an dem man ansetzen könnte. Immer noch stehen Verkaufsverbote für Samsung-Devices im Raum und wenn Samsung Einsicht in die Unterlagen bekäme und dort dann eben diese Patente zum Vorschein kämen, hätte man wieder einen Fuß in der Tür.
In Zeiten, in denen man auch von Apple aus auf Unternehmen zugeht, findet sich da vielleicht dann auch ein Weg, wie man dem Erzfeind aus Korea doch einen Lizenz-Deal anbieten kann. Glauben mag ich es aktuell nicht, aber es geschehen ja noch Zeichen und Wunder.
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