Mit Quip haben wir beim IDF eine Textverarbeitung gesehen, die nicht nur gemeinsames Arbeiten ermöglicht, sondern seinen Fokus auch deutlich auf Smartphones und Tablets legt. Gegründet wurde das Unternehmen vom ehemaligen Facebook CTO Bret Taylor.

Quip: Kooperative Textverarbeitung für mobile Geräte

Bret Taylor als ehemaliger Facebook CTO ist beileibe nicht der einzige prominente Name im Quip-Team, denn mit Kevin Gibbs steht ihm der Kopf zur Seite, der sich einst die Google App Engine erdachte. Zusammen hat man sich das Projekt Quip erdacht, weil man der Meinung war, dass man die Textverarbeitung auf ein neues Level hieven müsste.

Mithilfe von Quip könnte das durchaus gelingen, denn das frisch gestartete Projekt macht bereits jetzt einen sehr durchdachten Eindruck. Der Fokus liegt bei dieser Anwendung darauf, dass sie leicht mit mehreren Personen einzusetzen ist, die alle in Echtzeit Zugriff auf die jeweiligen Dokumente haben können und dass sie unabhängig vom eingesetzten Device bestmöglich zu nutzen ist. Letzteres schließt logischerweise Geräte mit Touchscreen ein und so hat man sich dran gemacht, die Bedienung eines Textverarbeitungsprogramms so einfach wie möglich zu gestalten.

quip tablet Quip: Kooperative Textverarbeitung für mobile Geräte

Vorstellen müsst ihr euch das wie Google Docs, nur einen Schritt weiter gedacht. Im Video werdet ihr sehen, dass ihr auf einem iPad sowohl eure Dokumente im Blick habt als auch ein Nachrichtensystem, mit dessen Hilfe ihr mit allen Menschen kommunizieren könnt, die auch Zugriff zur Datei haben. Im Clip wird das anhand eines Kochrezeptes erklärt. Haltet ihr das Tablet nun im Portrait-Modus, verschwinden alle Elemente und ihr seht ein Rezept vor euch, wie es auch in einem Buch oder auf dem Kindle angezeigt würde. Mit einem Fingertipp habt ihr dann jedoch direkt wieder die Möglichkeit, das Dokument zu bearbeiten.

Auf dem Smartphone-Display muss man selbstverständlich anders haushalten mit dem Platz. Demzufolge ist die Leiste mit den Messages ausgeblendet, kann aber mit einem Fingerwisch ins Bild geholt werden. Das sieht in der Tat alles sehr einfach und benutzerfreundlich aus – scheint nicht von ungefähr zu kommen, dass hier zwei sehr helle Köpfe an der Entwicklung beteiligt sind.

quip smartphone Quip: Kooperative Textverarbeitung für mobile Geräte

Quip hat bereits 15 Millionen Dollar Kapital einsammeln können, es scheinen also auch ein paar Menschen mehr an den Erfolg dieser Form der Textverarbeitung zu glauben. Aktuell gibt es Versionen für iPad und iPhone, für Android gibt es aktuell lediglich eine Preview-Version, aber auch hier arbeitet man an weiteren Funktionen. Alternativ dazu könnt ihr über Quip.com eine Web-Version aufrufen.

Quip ist kostenlos für Privatnutzer, für Unternehmen bastelt man derzeit noch an einem Abo-System. Wenn ihr wissen wollt, wie ihr selbst Quip nutzen könnt, findet ihr hier einen Überblick über die Funktionen und wenn ihr sehen möchtet, wie Quip im Einsatz aussieht, dann folgt nun unser Video, wo uns die Macher selbst ihr Produkt erklären:

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  • Andreas Pfaffinger

    Und wo genau ist der Vorteil gegenüber Google drive? Ich finde ja auch, dass es gut ist die Wahl zu haben, aber ne quasi 1:1 Kopie von google drive mit Firmensitz in USA, incl aller Datenschutz Problemen seitens der NSA usw.

    Ich sehe keine Vorteile – nur den Nachteil, dass man seine Daten und Dokumente einem weiteren US-Unternehmen anvertrauen soll. Und ob das so gut ist?

    • Patrick Blumberg

      Naja Googledrive is ja auch in den USA ;) Vorteil is denke ich die integrierte Chatfunktion und gegenüber Drive das man sehen kann was verändert wurde. Oder hat Google das mittlerweile auch verbessert?

      • Daniel Lempert

        bei google drive gibt es ja die kommentarfunktion

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