Schon vor einigen Wochen haben wir hier über den Dienst  RCS-e (Rich communication Suite enhanced) berichtet. Auch jetzt bin ich noch der Meinung, dass der Oscar für den schmissigsten und eingängigsten App-Namen den Entwicklern dieser Anwendung zusteht, aber hinter einem beknackten Namen kann ja letzten Endes dennoch eine gelungene App stecken ;) Jetzt hat man bei der Telekom diesen Dienst einmal im Video vorgeführt und erzählt uns auch im Blog-Artikel, wieso wir hier die Speerspitze der mobilen Messenger zu sehen bekommen.

Im Video seht ihr, wieso dieser Dienst, der zukünftig von der Telekom, aber auch Vodafone und O2 angeboten wird, so viel besser ist als Whatsapp, iMessage, Skype usw – na ja, oder man sieht es auch nicht. Wie bei allen anderen Diensten kann man nicht nur Nachrichten schreiben, sondern auch Daten versenden. So weit so unspektakulär. Als Alleinstellungsmerkmal wird genannt, dass man während eines laufenden Telefonats dem Menschen am anderen Ende der Leitung einen Video-Clip vorführen kann. Bin ich der Einzige, der seine Zweifel hat, ob man somit einen Game Changer ins Rennen schickt? Wie auch immer – der Dienst soll in Deutschland im Sommer an den Start gehen – und ich finde es einigermaßen spannend, dass im Blog-Beitrag nicht auf die Kostenfrage eingegangen wird. Denn mal ehrlich: wenn ich so einen Dienst rausbringen würde und er kostenlos wäre – ich würde erzählen, dass dem so ist. Sollten die Anbieter tatsächlich wagen, für das Nutzen dieser App (die zukünftig auf Smartphones vorinstalliert sein wird)  die Hand aufzuhalten, sage ich mal mutig voraus, dass es sich hier um eine Totgeburt handeln könnte. Eure Meinungen dazu? Braucht es noch einen Messenger? Und falls er Kosten verursacht – welchen Mehrwert müsste euch eine solche Applikation bieten, damit ihr dafür zahlt?

Quelle: Telekom-Blog via Caschys Blog

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  • Anonymous

    Die Anbieter wollen damit doch nur verhindern, dass ihnen weitere Einnahmen durch den sinkenden SMS-Versand entgehen, also wird das hundertprozentig den einen oder anderen Euro im Monat kosten, ansonsten gäbe es für die keinen Grund geben eine solche App zu entwickeln. Und in Sachen Datenschutz traue ich denen auch nicht mehr als Whatsapp.

    • http://twitter.com/Ben_Voigt Benjamin Voigt

      Dir ist aber schon klar, das jegliche unverschlüsselte Kommunikation von Dir zu jemand Anderem sowieso über das Netz Deines Betreibers geht?

      Die Frage ist nur, wie viele Unternehmen die Daten in die Hände bekommen. Vertrauen solltest Du so oder so denen allen – oder ihre Dienste nicht nutzen…

      • Anonymous

        Sicher ist mir das klar. Ich nutze auch selbst Whatsapp regelmäßig.
        Aber ich traue da noch eher WhatsApp, die nach eigenen Angaben, nichts als die Telefonnummern speichern und auch die Daten nicht verkaufen. Wohingegen die Telekom und Konsorten schon mehrmals bewiesen haben, dass sie es da alles andere als genau nehmen und die Daten zu höchst fragwürdigen Zwecken missbrauchen, obwohl sie eh schon monatlich Unsummen kassieren.

        • Anonymous

          Ich glaube, das war eher so gemeint: Vollkommen egal, ob du jetzt über den Messenger der Telekom oder Whatsapp kommunizierst-Die Telekom hat in beiden Fällen deine Daten und könnten sie nutzen, sie übertragen sie ja schliesslich.
          Bei Whatsapp musst du den App-Entwicklern UND der Telekom trauen, dass sie deine Daten nicht missbrauchen.

  • Christian Eckhardt

    Ich habe mich gestern darüber schon schlapp gelacht. Diese App, die ja im Verbund der Netzbetreiber entwickelt wird, soll die sinkenden SMS Einnahmen abfangen und wird dementsprechend eine monatliche Gebühr kosten, da bin ich mir sicher. Genau wie du sagst Sascha, wird das eine Totgeburt. Niemand braucht noch so einen Messenger, vor allem nicht wenn er nichts bietet was ein “Gamechanger” ist und dann darüber hinaus auch noch Geld kosten soll.

    Dementsprechend wird sich das nicht durchsetzen. Ich erwarte aber die Frechheit der Netzanbieter das sie für diesen “Service” in Neuverträge gleich einen Aufschlag dafür berechnen, sprich ein Monatsabo. Ich gehe von ca. 5,- EUR im Monat aus.

    In meinen Augen völlig verspätet, unnötig und wie du schon sagst, eine Totgeburt.

  • Pingback: Telekom stellt WhatsApp Konkurrenten vor

  • Anonymous

    Eigentlich ein Super Dienst. Wenn es denn Funktioniert. Leider denke ich mir aber das die  Freisprecheinrichtung nicht gut genug ist. Und das Telefon wandert wieder ans Ohr. kennen wir doch.

    Gruß

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